Seit einigen Tagen gehen
Missbrauchsvorwürfe beim WDR durch die Presse. Zunächst wurde ein nie genannter
Korrespondent beschuldigt. Nun weiten sich die Vorwürfe aus.
turi2 setzt Links, unter anderem zu einer
Recherche im
Stern und einem
Artikel Kai-Hinrich Renners in der
Morgenpost. Demnach hätten "mehrere
hochrangige Mitarbeiter .. 'frühzeitig' Bescheid gewusst. Sowohl
Tina Hassel, damals die Vorgesetzte des Beschuldigten, als auch der damalige Chefredakteur
Jörg Schönenborn und die Fernsehdirektorin
Verena Kulenkampff seien informiert gewesen, schreibt Renner." Und im
Tagesspiegel weiß Markus Ehrenberg: "Mehrere Frauen hätten vertrauliche Gespräche mit einer Personalrätin geführt. In der Folge sei aber nicht etwa derjenige abgemahnt worden, gegen den die Vorwürfe erhoben wurden, sondern der Kollege, der den
entscheidenden Hinweis gegeben habe, habe eine Ermahnung bekommen. Ihm sei
verboten worden, von sexueller Belästigung in der Programmgruppe zu sprechen."
Der
SR hat den vorläufigen
Abschlussbericht zum Fall
Dieter Wedel vorgelegt: Der besonderen Verantwortung seien die damaligen Funktionsträger nicht nachgekommen, so der Leiter der Taskforce,
Bernd Radeck. Kathleen Hillebrand
wundert sich in der
SZ, dass damals scheinbar niemand bei der Telefilm Saar an den Aussagen der Frauen zweifelte - man bot dem Saarländischen Rundfunk an, Wedel zu kippen. Aber es war
der Sender, der an Wedel festhielt.
Wenig thematisiert wurde bisher in Deutschland der Einfluss von
Apple News auf Nutzerzahlen. Er ist beträchtlich, aber die Auswahl der Quellen bei Apple News ist willkürlich,
schreiben Étienne Girard und Alexandra Saviana bei
Marianne. Die Online-Seiten dieser Zeitschrift wurden jüngst von Apple News entfernt - und haben
35 Prozent Nutzer verloren. "Das Tool ist im Iphone bereits vorinstalliert. Der Nutzer muss nur einmal klicken, um zu den Artikeln zu kommen. Resultat: Der im September 2015 eingeführte Dienst zieht jeden Monat
Millionen von Besuchern an. 'Für die größten Medien kann das 30 bis 40 Prozent des Publikums bedeuten...', schätzt Paul Guyot von Semiocast, einem Institut, das Nutzerzahlen misst."