Boualem Sansal in der Académie française, 2015. Foto: ActualLitte (CC BY-SA 2.0)
Diese Meldung wirkt wie Hohn. Boualem Sansal steht nicht auf der Liste der vom algerischen Präsidenten zum heutigen Nationalfeiertag begnadigten Strafgefangenen, heißt es zum Beispiel in Le Monde. Die Meldung kam gestern Abend. Zuvor hatte es geheißen, Sansal müsse erst rechtskräftig verurteilt sein, bevor es zur Begnadigung kommen kann. Den dafür nötigen Prozess der zweiten Instanz hatte man eigens einige Tage vor dem algerischen Unabhängigkeitstag stattfinden lassen. Das Bulletin des Unterstützungskomitees, das noch gestern Abend herumgeschickt wurde, klingt entsprechend zornig: "Nach der Inhaftierung eines zweiten französischen Staatsbürgers, des Journalisten Christophe Gleizes, ist der Ausschuss überzeugt, dass die Zeit der beruhigenden Worte und Gesten vorbei ist. ... Zusammen mit unserem Ausschuss erwartet die große Mehrheit der Öffentlichkeit und der europäischen und französischen Parlamente sowie zahlreiche internationale Unterstützer nun entschlossene Maßnahmen sowohl der französischen Regierung als auch der europäischen Behörden, um die bedingungslose Freilassung unseres Landsmannes dringend sicherzustellen." Die Mitteilung des algerischen Präsidialamts klingt laut Le Monde so, als sei sie genau auf Sansal zugeschnitten. Man habe eine Begnadigung "für mehrere Tausend Personen angekündigt und präzisiert, dass Personen, die wegen einer Reihe von Straftaten, darunter die Verletzung der territorialen Einheit, endgültig verurteilt wurden, von dieser Maßnahme ausgeschlossen sind." Damit ist einer der Anklagepunkte gegen Sansal benannt - freie Meinungsäußerung steht damit auf der selben Stufe wie Vergewaltigung oder Mord.
Vernichtend die Kritik an der französischen Regierung durch den republikanischen Politiker David Lisnard im franko-algerischen Magazin rupture-mag.fr. "Jeder weitere Tag, den unser Landsmann Boualem Sansal im Gefängnis verbringen muss, ist eine Gefahr für sein Leben, eine Schande für Algerien und eine Demütigung für Frankreich. Boualem Sansal wurde wegen seiner Arbeit als Schriftsteller, Franzose, Universalist und Kritiker der Kompromisse Algeriens willkürlich und grotesk verurteilt. Seine Abwesenheit auf der Liste der vom algerischen Präsidenten begnadigten Personen ist ein Zeichen des Versagens und, schlimmer noch, möglicherweise der Untätigkeit der französischen Exekutive."
Schon einige Tage vor dieser Meldung erinnerteKamel Daoud in Le Point daran, dass Sansal nicht der erste große Gefangene von Algier ist: "Zwischen 1575 und 1580 wurde Cervantes von Piraten gefangen genommen, nach Algier verschleppt und als Sklave verkauft. Wie Boualem Sansal diente er als Geisel. Er erlebte die Hoffnung auf Befreiung, die Grausamkeit des Scheiterns und den Verrat im osmanischen Algier. Er dachte, schrieb, träumte, wurde mit zweitausend Peitschenhieben bedroht, versuchte zu fliehen, wurde wieder gefasst und verzweifelte. Heute erlebt Sansal dieses Schicksal in anderer Form wieder, als ob diese Tradition in Algier fortbestehen würde, nun gekleidet in bilaterale Krisen mit Frankreich, Diplomatie, Begnadigungsversprechen oder trügerische Gewissheiten."
Bestellen Sie bei eichendorff21!In "Ein halber Löffel Reis" erzählt DaciaMaraini von den Jahren ihrer Kindheit, die sie während des Zweiten Weltkriegs mit ihrer Familie in einem japanischenGefangenenlager verbracht hat. Das "Buch hätte eigentlich 'Hunger' heißen sollen, denn dieser Hunger war unerträglich", sagt die italienische Schriftstellerin im Gespräch mit Marc Reichwein für die Literarische Welt. "Manchmal träume ich noch heute nachts, dass ich diese quälenden Schmerzen habe und das Bedürfnis, irgendetwas zu essen." Aus Protest hatte sich ihr Vater einen Finger abgehackt und seinen Peinigen entgegen geworfen. "Mein Vater war ein Gelehrter der japanischen Kultur, er wusste um die Traditionen der Samurai. ... Derjenige, der diesen Finger empfängt, darf einen nicht mehr als Verräter oder Feigling bezeichnen. Die Aktion hinterließ tatsächlich Eindruck. Der Chef der Wachleute schaffte eine Woche später eine kleine Ziege herbei, die es uns ermöglichte, 100 oder 200 Gramm Milch pro Tag zu trinken. Dieses Eiweiß war eine Rettung für uns."
Weiteres: Der Berliner Galerist JohannKönig zieht nach den bislang erfolglosen juristischen Manövern, ChristophPeters' Roman "Innerstädtischer Tod" wegen seiner Ansicht nach verletzter Persönlichkeitsrechte aus dem Verkehr zu ziehen (unsere Resümees), vor das Bundesverfassungsgericht, berichtet Julia Encke in der FAS. Dlf Kulturdokumentiert ein Gespräch mit Antje Rávik Strubel im Literarischen Colloquium Berlin über ihren aktuellen Roman "Der Einfluss der Fasane". Thomas David porträtiert für das "Literarische Leben" der FAZ den britischen Schriftsteller Gabriel Josipovici, der ihm unter anderem "von seinem wachsenden Unbehagen angesichts einer dem kommerziellen Realismus des viktorianischen Romans anhängenden Gegenwartsliteratur erzählt". In "Bilder und Zeiten" der FAZ denkt Thomas Steinfeld in aller Ausführlichkeit über Goethes "ItalienischeReise" nach. Ebenfalls in "Bilder und Zeiten" erinnert sich der Filmkünstler Werner Fritsch an Begegnungen mit Ezra Pounds Tochter Mary de Rachewiltz, die kommenden Mittwoch hundert Jahre alt wird. In der FAZgratuliert Andreas Platthaus dem SchriftstellerJosefHaslinger zum 70. Geburtstag. Ebenfalls siebzig Jahre alt wird der SchriftstellerSebastianBarry, dem Tobias Döring in der FAZgratuliert. Die FRgibtBüchertipps für den Sommer.
Besprochen werden unter anderem SzczepanTwardochs "Die Nulllinie" (taz), neue Bücher von AyşeKlinge, Hermanvan de Wijdeven und Hannah Brückner (taz), LaurentBinets Krimi "Perspektiven" (taz), der Briefwechsel zwischen IngeborgBachmann und HeinrichBöll (LitWelt), OceanVuongs "Der Kaiser der Freude" (FAZ) und GiorgiaMelonis Autobiografie (FAS).
In der "Frankfurter Anthologie" schreibt Alexander Košenina über BartholdHeinrichBrockes' "Die Feder":
"Geschwätzige Zunge, wodurch sich die Seelen, In stummer Beredsamkeit, nah' und entfernt, Einander ihr Wirken und Leiden erzählen!"
Besprochen werden unter anderem LeondeWinters "Stadt der Hunde" (FR), SiânHughes' "Perlen" (online nachgereicht von der FAZ), TarjeiVesaas' "Frühlingsnacht" (online nachgereicht von der FAZ) und Mischa Meiers "Die Hunnen. Geschichte der geheimnisvollen Reiterkrieger" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Was Algerien mit seinem Prozess gegen Boualem Sansal, auch mit den Nachstellungen gegen den SchriftstellerKamelDaoud und zuletzt mit der Verurteilung des Sportjournalisten Christophe Gleizes, seit Monaten aufführt, "ist ein als Kraftmeierei getarntes Armutszeugnis", schreibt Claus Leggewie im Perlentaucher. Übermorgen feiert Algerien seinen Unabhängigkeitstag, der es dem algerischen Präsidenten erlauben könnte, ein Zeichen der Entspannung zu setzen. "Wir können nur noch hoffen, dass dieses autokratische Regime 'Gnade vor Recht' ergehen lassen wird. Das Beste, was man für Boualem Sansal tun konnte, und dies geschah in den letzten Monaten immer wieder, war, seine Werke zu lesen. Und die Bundesregierung, die sich bisher zurückgehalten hat, sollte dem algerischen Botschafter ihre Missbilligung des Urteils kundtun und sich gegebenenfalls bereithalten, den Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels von 2011 in Deutschland aufzunehmen."
Antea Obinja (FAZ) und Judith von Sternburg (FR) berichten vom ersten Teil der FrankfurterPoetikvorlesung der SchriftstellerinJudithSchalansky, die darin den Versuch unternahm, die Geschichte der Welt vom Marmor her zu erzählen und das mit Vorgehensweisen beim Verfassen literarischer Texte engzuführen. "Wie die Bildhauerei kenne auch die Literatur nur zwei Herstellungsverfahren", schreibt Obinja, "eines, bei dem, wie bei der Arbeit mit Lehm oder Ton, hinzugefügt und angehäuft, und eines, bei dem mühsam und gegen Widerstand an einem Block herumgemeißelt werde, 'bis kaum etwas übrig bleibt'." Für letzteres Verfahren führte Schalansky den SchriftstellerItaloCalvino an: "'Meine Tätigkeit hat vorwiegend darin bestanden, Gewicht wegzunehmen', zitiert Schalansky aus der Poetikvorlesung, die Calvino 1985 in Harvard halten sollte, wozu es aber nie kam, da ihn kurz vor seiner Abreise der Schlag traf. 'Mich beschleicht der Verdacht, dass die meine vorrangig darin besteht, Gewicht aufzutürmen und die Schwere der Sedimente auf den Stoff einwirken zu lassen', sagt Schalansky."
Weiteres: In Japan wurde ThomasManns "Tonio Kröger" zum mittlerweile siebzehnten Mal übersetzt, informiert Sandra Kegel in der FAZ, und "jede einzelne Übersetzung lässt sich auch als Projektionsfläche lesen für eine bestimmte Zeit mit ihren spezifischen Fragen nach Identität, ZugehörigkeitoderModernität". Felix Stephan plaudert für die SZ mit JörgBong, der zwar auch unter eigenem Namen veröffentlicht, aber unter dem Pseudonym Jean-LucBannalec zum Krimi-Bestsellerautor wurde. Und die Zeit gibt diese Woche jede Menge Büchertipps für den Sommer.
Besprochen werden unter anderem der Briefwechsel zwischen IngeborgBachmann und HeinrichBöll (NZZ), SusanneBeyers "Kornblumenblau. Der geheimnisvolle Tod meines Grossvaters 1945 und die Frage, was er mit den Nazis zu tun hatte" (NZZ), KalianeBradleys Science-Fiction-Roman "Das Ministerium der Zeit" (FR), GuyDelisles Comicbiografie über EadweardMuybridge, der mit seiner Sequenzfotografie entscheidende Vorarbeit für die Entstehung des Films geleistet hat (FAZ), die italienische Ausgabe von AntonioScuratis fünftem und abschließendem Band seines Romanzyklus über BenitoMussolini (FAZ), Candy Gourlays "Wild Song" (Zeit) und SusanBernofskys "Hellseher im Kleinen" über den SchriftstellerRobertWalser (SZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Boualem Sansal ist einem farcenhaften Prozess nun auch in der zweiten Instanz zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Urteil fiel gestern, der Prozess wurde bereits vor einer Woche abgehalten (unser Resümee). Adlène Meddi zitiert in Le Point nochmal einige Worte, die Boualem Sansal an das Gericht richtete: "Man stellt die Literatur vor Gericht. Das ergibt keinen Sinn. Die algerische Verfassung garantiert Gewissensfreiheit, freie Meinungsäußerung und Meinungsfreiheit. Und dennoch stehe ich heute vor Ihnen." Meddi hofft nun auf den Samstag: Sansals "endgültige Verurteilung am Dienstag, dem 1. Juli, könnte paradoxerweise den Weg für eine positive Lösung ebnen, deren Schlüssel allein der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune in der Hand hält. Das nahende Datum des 5. Juli, dem Unabhängigkeitstag, der insbesondere durch Begnadigungen durch den Präsidenten gekennzeichnet ist, nährt die Hoffnung auf eine 'humanitäre' Maßnahme zugunsten eines alten und kranken Schriftstellers. Das hoffen zumindest seine Angehörigen und Freunde ... und diejenigen, die auf beiden Seiten daran arbeiten, zu retten, was von den französisch-algerischen Beziehungen noch zu retten ist."
Auch Michaela Wiegel scheint in der FAZ davon auszugehen, dass Sansal am Samstag oder wenig später freikommt. Sie hat mit der Präsidentin von Sansals Unterstützerkomitees in Frankreich, der ehemalige Verfassungsrichterin Noëlle Lenoir gesprochen. "Sie wies auf die wichtige Rolle der deutschen Diplomatie hin, die diskret den Druck auf das algerische Regime erhöht habe. Deutschland sei ein wichtiger Handelspartner Algeriens, deshalb habe das Wort aus Berlin viel Gewicht. Die gute Absprache sei ein Beispiel funktionierender deutsch-französischer Kooperation."
Aber selbst wenn ein solch glimpflicher Ausgang bevorstehen sollte, bleibt ein sehr bitterer Nachgeschmack. Der Prozess gegen Sansal steht in einem Kontext von Schikanen gegen andere Schriftsteller wie Kamel Daoud und der Verurteilung des französischen Sportjournalisten Christophe Gleizes zu sieben Jahren Gefängnis. Kamel Bencheikh, ein Freund Sansals, artikuliert diese Bitternis nach dem gestrigen Urteil im franko-algerischen Magazin rupture-mag.fr: "Es ist nicht ein Mann, den man zum Schweigen bringen will. Es ist die Literatur. Es ist das freie Algerien. Das würdige Algerien. Das Algerien, das selber denkt. Denn Boualem Sansal verkörpert all das. Er hat sein Land nie verlassen, selbst als man ihm alles genommen hat: seine Ämter, seine Sicherheit, seinen Seelenfrieden. Er ist geblieben, standhaft, inmitten der moralischen Trümmer eines Systems, das Dissidenz nie toleriert hat." Eine Amnestie dürfte auch bedeuten, dass Sansal endgültig nach Frankreich geht.
Einen anderen bitteren Aspekt benennt die bekannte Publizistin Caroline Fourest im Franc Tireur: das perfide Verhalten der französischen Linken, die nicht einmal den Resolutionen des Europaparlaments und der Assemblée nationale für Sansal zustimmten. "Wäre Camus wie Boualem Sansal Franko-Algerier, wäre er zweifellos ebenfalls im Gefängnis gelandet. Und die Sartre-Anhänger unserer Zeit beeilten sich, Sansal zu verurteilen. Sie, die aus Angst vor einem Anstieg des Rassismus niemals den Islamismus kritisieren wollen, hassen jene aus diesen Ländern, die keine exotische Sprache sprechen. Sie überlassen sie ihrem Schicksal und wundern sich dann, dass sie sich denen zuwenden, die ihnen die Arme und Mikrofone entgegenstrecken. Die englische Linke forderte, Salman Rushdie nicht länger zu schützen. Die niederländische Linke hat Ayaan Hirsi Ali dazu gedrängt, ein zweites Mal ins Exil zu gehen. Einige, die aus hartem Holz geschnitzt sind, halten Stand und wissen, wie man diese Widrigkeiten erträgt, ohne den Sirenen nachzugeben. Andere geben dem Bedürfnis nach, gehört zu werden." Bestellen Sie bei eichendorff21!1990 wurde Cristina Rivera Garzas Schwester von ihrem Lebensgefährten ermordet. In ihrem Roman "Lilianas vergänglicher Sommer" hat die mexikanische Schriftstellerin den Fall verarbeitet und dafür 2024 den Pulitzerpreis erhalten. "Ich glaube, dass ich dreißig Jahre gebraucht habe, weil ich wegen meiner persönlichen Trauer noch nicht so weit war", sagt sie im Zeit-Online-Gespräch mit Sophia Boddenberg. "Außerdem ist es ein gesellschaftlicher Prozess der letzten Jahre, eine Sprache jenseits patriarchaler Narrative zu entwickeln. Noch vor wenigen Jahren bezeichneten viele Menschen Frauenmorde als 'Verbrechen aus Leidenschaft'. Solche Konzepte geben indirekt den Opfern die Schuld an der Gewalt, die ihnen angetan wird."
Weiteres: "Die Weltliteratur ist kein Arzneimittelkatalog", mahnt Paul Jandl in der NZZ und reagiert damit ziemlich skeptisch auf den Trend der "Bibliotherapie": Deren Galionsfigur ist Ella Berthoud, die in ihrem (allerdings auch schon zehn Jahre alten) Bestseller "The Novel Cure" die Lektüre bestimmter Romane gegen bestimmte Zipperlein empfiehlt. Ronald Pohl porträtiert im Standard den ukrainischen SchriftstellerSerhijZhadan, dem der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur verliehen wird. Das Team von TellgibtBüchertipps für den Sommer.
Besprochen werden unter anderem HansUlrichGumbrechts Essay "Leben der Stimme" (FAZ), Fabian Sauls "Die Trauer der Tangente" (Intellectures), NicolasMathieus "Jede Sekunde" (FAZ) und ChaimNachmanBialiks "Wildwuchs" (SZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Aktualisierung: Gegen 12 Uhr kursierten auf Twitter die ersten Meldungen und Kommentare. Boualem Sansal ist in der zweiten Instanz erneut zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Staatsanwalt hatte eine Verdoppelung der Strafe gefordert. Die Hoffnung ist jetzt, dass der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune Sansal am 5. Juli, dem algerischen Nationalfeiertag, "begnadigt". Tebboune hatte sich mehrfach zu dem Fall geäußert - Sansal hatte nicht genehme Meinungen zur algerischen Geschichte geäußert. Die Festnahme Sansals hat zusammen mit den Schikanen gegen Kamel Daoud und einigen anderen Ereignissen zu einer erheblichen Verschlechterung der algerisch-französischen Beziehungen beigetragen.
========= Heute wird das Urteil gegen Boualem Sansal erwartet, der seit über einem halben Jahr in Algier einsitzt. Er hatte eine Meinung über die algerische Geschichte geäußert, die dem Regime nicht genehm war. Der Staatsanwalt hatte in der zweiten Instanz eine Verdoppelung der Gefängnisstrafe auf zehn Jahre gefordert (unsere Resümees). "Je nach Ausgang des Verfahrens wird auch etwas mehr Klarheit über die Absichten der algerischen Regierung gegenüber Frankreich herrschen", kommentiert Benoît Delmas in Le Point. "Je nachdem, ob der Autor des 'Schwurs der Barbaren' freigelassen, verurteilt oder begnadigt wird, wird man wissen, ob sich die Krise zwischen den beiden Nationen entschärft, verschärft oder stagniert. Dies wird letztendlich Aufschluss über den Paradigmenwechsel des 'Systems' gegenüber Frankreich geben." Letzte Gewissheit gibt aber erst der 5. Juli, Nationalfeiertag in Algerien, an dem der algerische Präsident den Schriftsteller "aus humanitären Gründen" amnestieren könnte.
In der tazberichtet Rainer Wandler zugleich über den Fall des französischen Sportjournalisten Christophe Gleizes, der über die kabylische Minderheit recherchierte und dafür eine Gefängnisstrafe von sieben Jahren in Algerien erhielt. Außerdem zum Thema: Andreas Platthaus informiert in der FAZ, dass das Literaturhaus Leipzig und die Universität der Stadt gemeinsam einen weiteren Solidaritätsabend für Sansal mit prominenter Beteiligung auf die Beine stellen.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Im Interview mit dem Spiegel spricht der polnische SchriftstellerSzczepan Twardoch über den Krieg im 19. Jahrhundert und heute, konkret den gegen die Ukraine. In seiner Familie war der Krieg immer präsent, erzählt er. Für seinen Roman "Die Nulllinie" ist er dann mehrfach mit Hilfsgütern zur Front in der Ukraine gefahren. Aber eine Reportage wollte er nicht schreiben: "Ich bin fest davon überzeugt, dass der Roman besser geeignet ist, die Realität zu beschreiben, als eine Reportage oder ein Sachbuch, weil er erlaubt, tiefer zum Kern vorzudringen. Zu dem, was es heißt, ein Mensch in dieser Welt zu sein. Auch weil ich im Roman die Möglichkeit zur glaubwürdigen Introspektion hatte: Ich kann das Innenleben der Personen und die Komplexität ihrer existenziellen Lage treffender wiedergeben. Ich glaube, dass der Roman eine große Errungenschaft unserer Kultur ist, als literarische Gattung, aber auch als Methode - nicht bloß des Erzählens, sondern des Nachdenkens. In keiner anderen Form sehe ich so viele Möglichkeiten."
Weiteres: Michael Cerha hat für den Standard das neue Ingeborg-Bachmann-Museumin Klagenfurt besucht. Lars von Törne freut sich im Tagesspiegel, dass die Berthold-Leibinger-Stiftung eine Professur für Comicforschung finanziert.
Besprochen werden unter anderem PhilippeJaccottets "Bonjour, Monsieur Courbet" (Tsp), der Briefwechsel zwischen IngeborgBachmann und HeinrichBöll (TA), AngieKims "Happiness Falls" (FR) und MorganaKretzmanns "Die Stimmen des Yucumã" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Die österreichische SchriftstellerinNataschaGangl hat den diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Hier ihre prämierte Kurzgeschichte "Da Sta", sowie dort alle Lesungen und Jury-Diskussionen. Es ist eine Auszeichnung im Namen der Kunst, jubeln die Kritiker: "Gangls Text war sicher der herausforderndste im ganzen Wettbewerb", schreibt Christiane Lutz in der SZ. Die Jurymitglieder indessen waren im Nu begeistert und auch ansonsten "erstaunlich oft einig und erstaunlich milde gegenüber den Autorinnen und Autoren. Ob's an der Hitze lag? Man wünschte sich zwischendurch etwas mehr Anarchie ... und den Mut, häufiger mal etwas konstruktiv Provokantes in die Runde zu werfen."
Ausgezeichnet wurde "ein sperriger Text, den man besser hört als liest", findet Ann-Kristin Tlusty auf Zeit Online. Er handelt von Massakern der Nazis im österreichischen Grenzland. "Gangl findet eine originelle poetische Form, vom Grauen der Naziverbrechen zu erzählen. Das Massaker erschließt sich in Mundart: 'WE-IN-IA-IUDN, GO?', fragt jemand die Erzählerin. Und später jemand anders: 'WEIN-INA-IUSDN-O?' Übersetzt: Wegen der Juden da? Wen interviewst' denn da? Die Jury lobte diese Sprachspielhaftigkeit, auch wenn man Nerven bewahren müsse und der Sinn sich nicht immer erschließe."
Wie auch bei "anderen literarischen Bewerben ließ sich in diesem Jahr eine Hinwendung zu Themen der Innerlichkeit verzeichnen", stellen Julia Hubernagel und Yannic Walter in ihrem taz-Resümee fest. "Viele Ich-Erzähler manövrierten sich in Klagenfurt durch eine immer schwerer zu begreifende Welt, in der der Nachrichtentakt die Fähigkeiten des rezipierenden Individuums bei Weitem übersteigt." Judith von Sternburg seufzt in der FR: "Die Lebendigkeit der Literatur zeigt sich alljährlich an diesem entlegenen Ort, an dem das Läppische neben dem Genialen koexistiert." Weitere Resümees in Welt, FAZ und Standard.
Außerdem wurde in Klagenfurt das Ingeborg-Bachmann-Museum im Haus, in dem die Schriftstellerin ihre Kindheit verbracht hat, eröffnet - Judith von Sternburg (FR), Jan Wiele (FAZ) und Christiane Lutz (SZ) berichten.
Weiteres: Roman Bucheli erinnert in der NZZ an den SchriftstellerPhilippeJaccottet, der vor hundert Jahren geboren wurde. Und Erhard Schütz gibt im FreitagSachbuchtipps, darunter "Thomas Mann und Fritz Reuter" von JoachimRickes. Besprochen werden unter anderem ChristophHeins "Das Narrenschiff" (NZZ), OceanVuongs "Der Kaiser der Freude" (NZZ), MercedesLauensteins "Zuschauen und Winken" (NZZ) und die Neuausgabe von KonradMerz' "Ein Mensch fällt aus Deutschland" (Jungle World). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Im FR-Interview unterhält sich der Schriftsteller Christoph Hein mit Steven Geyer über die Folgen des Mauerfalls, das Aufwachsen in der DDR und die AfD. Warum kommt er in seinem neuen Buch auf die DDR zurück? "Es war mein Leben. Ein russischer Schriftsteller im 19. Jahrhundert sagte, jeder Schriftsteller arbeitet in einem Steinbruch - seiner Biografie. Das trifft es. In all meinen Romanen habe ich unendlich viel von meiner persönlichen Geschichte eingebracht, um sie plastischer und sinnlicher zu machen. Und da ich fast die gesamte Zeit der DDR in ihrem Inneren erlebt habe, war das nun mal mein Steinbruch." Aber, "der Abstand war wichtig. 1992 oder 1995 hätte ich wohl sehr viel mehr über das Jahr 1989 geschrieben. Heute habe ich das Ganze besser im Blick, mit dem Beginn 1945. Ich weiß, dass in den ersten 20 Jahren in der DDR mehr passiert ist, danach war eher Stillstand und Niedergang bis zum unausweichlichen Ende."
In der FAS geht Karen Krüger auf eine möglicherweise geplante Verhaftung des Schriftstellers Kamel Daoud in Italien (unsere Resümees) ein. Dass die Regierung vorhatte, Daoud bei seiner Einreise zu verhaften, würde zumindest nicht überraschen: "Algerien ist bedeutender Handelspartner und wichtiger Energielieferant für Italien. Es deckt 40 Prozent seines Gasverbrauchs, und im Rahmen des sogenannten Mattei-Plans für Afrika, der die Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten fördern will, ist die Beziehung zwischen beiden Staaten zuletzt noch intensiviert geworden. Dass Italien sich nicht scheut, Prinzipien über Bord zu werfen, um eigene Interessen voranzutreiben, diesen Eindruck erweckte schon der Fall des international gesuchten mutmaßlichen Kriegsverbrechers Al Masri. Der Libyer wurde im Januar in Turin verhaftet - und gleich wieder laufen gelassen, ohne den Internationalen Strafgerichtshof zu kontaktieren; Italien ist allein schon wegen der Migration übers Mittelmeer um guten Kontakt zu Libyen bemüht."
Weiteres: Frédéric Schwilden trifft für die Welt den Schriftsteller Uwe Tellkamp zum Gespräch. Philipp Schröder resümiert für die FAZ die Jahrestagung des PEN-Zentrums Deutschland. Thomas Combrink besucht für die FAZ den ehemaligen Schreibraum des vor fünf Jahren verstorbenen Schriftstellers Guntram Vesper in Göttingen.
Besprochen werden Antonia Coenen und Philipp Juraneks Sachbuch "Unter Staren" (FAZ), Clara Arnauds Roman "Im Tal der Bärin" (FAZ), Hervé Le Telliers Roman "Der Name an der Wand" (taz), Wencke Mühleisens Roman "Alles, wovor ich Angst habe, ist schon passiert" (taz) und Daniel Izquierdo-Hännis Sachbuch "Gefährliches Wasser" (taz). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
In der Frankfurter Anthologie schreibt Julia Trompeter über Marie T. Martins Gedicht "Jetzt":
Sieh dahin wo es schmerzt blüht ein Baum am Straßenrand jetzt willst du etwas retten jetzt ist es schon zu spät...
Die wütende Rede, die der Jury-Vorsitzende Klaus Kastberger zum Auftakt des Wettlesens um den Bachmannpreis in Klagenfurt über den Sparzwang hält, dem unter anderem der Literaturkurs für junge Autoren zum Opfer fällt, nimmt die Literaturkritiker fast so in Beschlag wie die mit dem Titel "Drei Tage im Mai" gehaltene Eröffnungsrede der im Iran geborenen SchriftstellerinNava Ebrahimi. Während Kastberger auch auf den wachsenden Einfluss der Rechten in der österreichischen Kulturpolitik einging, so Judith von Sternburg in der FR, beklagte Ebrahimi, "'wie abgrundtief egal den mächtigsten Menschen der Welt die Welt ist. ... Mich macht fertig, dass wir dem Endzeitfaschismus wenig entgegensetzen können, dass wir bislang keine ähnlich globale Vision entwickelt haben.' Am zweiten Tag ist der Zweite Weltkrieg in Europa genau seit 80 Jahren vorbei und wird ein neuer Papst gewählt. Die Welt interessiert sich für seinen Schulterumhang."
Ebrahimi musste ihre Rede bereits im Mai fertigstellen, entsprechend konnte sie nicht auf die aktuellen Geschehnisse im Iran eingehen, weiß Christiane Lutz in der SZ: "So richtig will ihr dann aber auch nichts einfallen, das Sinn ergibt. Tagebuchartig schildert sie ihre Tage im Mai, eine Fahrt zu einer Tanzperformance, ein Gespräch mit einer Freundin, die Lektüre des Textes eines Holocaustüberlebenden. 'Beinahe täglich bauen wir menschlich ab, senken wir unsere ethischen Standards, gewöhnen wir uns an neues Leid', sagt sie. (...) Am Ende formuliert Ebrahimi dann doch noch so etwas wie ein Plädoyer gegen die Alternativlosigkeit, einen Aufruf, zu gestalten."
Weiteres: Im Großbritannien wird derzeit der Windrush Day begangen, der an die jamaikanische Migration ab 1948 erinnert. Er "empfinde den Windrush Day als zynische Vertuschung eines Skandals", sagt der in Jamaika geborene und in England aufgewachsene Dubpoet und ehemalige Black Panther Linton Kwesi Johnson im taz-Gespräch mit Julian Weber: "Als er 2018 ins Leben gerufen wurde, geschah dies, um die schwarze Bevölkerung zu beschwichtigen. Sie war wegen der miesen Behandlung durch die Tories aufgebracht. Durch Ämterschlamperei wurden aus der Karibik stammende britische Staatsbürger entrechtet. Sie waren legal ins Land gekommen." Philipp Schröder resümiert für die FAZ den Vortrag mit dem Titel "Living Together", den Literaturnobelpreisträger Abdulrazak Gurnah an der Freiburger Universität im Rahmen der Hermann Staudinger Lectures gehalten hat. Besprochen werden unter anderem Anna Artwinskas Band über "Polnische Literatur im langen 19. Jahrhundert" (NZZ), Wolf Kampmanns "Zeig mir den Platz an der Sonne" (FR) und Mathias Brodkorbs "Postkoloniale Mythen" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Die amerikanische Autorin Barbara Kingsolver, deren neues Buch gerade erschienen ist, kommt aus "Hillbilly-Land" - genau wie J.D. Vance. Im Zeit-Gespräch mit Volker Weidermann schildert sie, wie sie nach und nach die Scham ablegte, über ihre Kindheit zu schreiben und warum die ärmeren Gegenden der USA weiter arm bleiben: "Sie beschreibt eben, wie es dazu kommt, dass Augen aus Todeszonen zu blicken scheinen, wie Menschen in die Todeszonen geraten, welches Unheil sie geerbt haben und wie die Bergbaukonzerne, die die Region jahrzehntelang ausbeuteten, dafür sorgten, dass die Menschen hier, ihre billigen Arbeitskräfte, möglichst ungebildet bleiben. Das ist nicht didaktisch, sondern erlebt. 'Literatur', sagt Barbara Kingsolver, 'ist Zusammenarbeit zwischen Autor und Leser. Literatur sagt: Lass uns ein Gespräch führen. Lass uns gemeinsam spazieren gehen durch diese neuen Orte, die ich erfunden habe. Sei für eine Weile dieser Charakter oder jener. Fühl für eine Weile die Fröhlichkeit, die Traurigkeit, die Scham, den Schrecken und die Trauer. Fühle all das zusammen mit mir, und dann kehre in dich zurück und lebe in der Welt. Das liebe ich an Literatur.'"
Weitere Artikel: Jolinde Hüchtker unterhält sich für die Zeit mit der Comic-Künstlerin Uli Lust, die gerade den Deutschen Sachbuchpreis für ihr Buch "Die Frau als Mensch" erhalten hat. Besprochen werden Dietmar Daths Roman "Skyrmionen" (Zeit), Thomas Manns "Essays III 1926-1933. Text und Kommentar in einer Kassette" (FR), Felix Hollaenders Roman "Das Erwachen des Donald Westhof" (FAZ) und Margaret Goldsmiths Roman "Good-bye für heute" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr.
Gestern fand in Algier der Berufungsprozess für Boualem Sansal statt. Es lief so, wie solche Regimes es machen, schreibt Bertrand Lassalle in Le Point, "ein Berufungsprozess am Morgen, ohne Anwälte und mit einer Anklage nach stalinistischem Muster. Zehn Jahre Haft fordert der Staatsanwalt für Boualem Sansal, doppelt so viel wie im ersten Prozess. Die Resonanz war weltweit." Es hatte Vorzeichen gegeben. So ist eigens ein neuer französischer Anwalt für Sansal ernannt worden - der erste hatte wegen seiner jüdischen Herkunft nicht gefallen - , und nun hat dieser neue Anwalt wieder kein Visum bekommen. Lassalle berichtet von dem Prozess: "Bezüglich seiner strittigen Äußerung über die Grenze zu Marokko wies Sansal die Anschuldigung zurück und erklärte, dass die Grenzen seit der Unabhängigkeit festgeschrieben seien, dass es sich bei seinen Äußerungen jedoch um historische Tatsachen handele. 'Warum sind Sie nach Israel gereist?', fragte die Richterin daraufhin. 'Ich bin Schriftsteller, es war eine Buchmesse', entgegnete Sansal. 'Haben Sie nichts anderes als Abwertendes zu Algerien zu schreiben?', fragte die Richterin. 'Sie haben nicht über meine Bücher zu urteilen", entgegnete der Schriftsteller, der sich kämpferisch und zuversichtlich zeigte." Der Nationalfeiertag steht bevor. Man hofft nun auf eine Amnestie durch den Präsidenten.
Gerrit Bartels sieht im Tagesspiegel gespannt der Eröffnung des Bachmann-Wettlesens heute Abend in Klagenfurt entgegen und hierbei besonders der Eröffnungsrede der aus Teheran stammenden SchriftstellerinNava Ebrahimi. Dass derweil die Stadt selbst den Empfang des Bürgermeisters aus Finanzgründen abgesagt hat, wohl aber die Finanzierung wenigstens bis inklusive nächstes Jahr zugesagt hat, stimmt ihn leise skeptisch, was die Zukunft der Veranstaltung betrifft. Wie ja auch der Wettbewerb selbst seit Helga Schuberts Erfolg im Jahr 2020 zusehends seine Funktion als Karrieremacher im Betrieb verloren hat: "Bei Nava Ebrahimi, obwohl ebenfalls eine nicht ganz unbekannte Autorin mit ihrem Erfolgsroman 'Sechzehn Wörter', ist das nach ihrem Sieg 2021 schon anders gewesen. Auch für die nachfolgenden Bachmann-Preis-Gewinnerinnen Ana Marwan, Valeria Gordeev und Tijan Sila liegt der literarische Superstardom in weiter Ferne. Das aber spricht keineswegs gegen ihre Literatur, sondern ist nur der Ausdruck einer enorm veränderten Aufmerksamkeitsökonomie, gegen die es selbst der Wettbewerbscharakter des Bachmann-Lesens schwer hat." Außerdem: Jens Ulrich Eckhard arbeitet sich für die Welt durch diverse Schreib-Ratgeber. Außerdem empfiehlt die PresseBücher für den Sommer.
Besprochen werden unter anderem BarbiMarkovićs "Stehlen, Schimpfen, Spielen" (NZZ), Szczepan Twardochs "Die Nulllinie" (TA), Rachel Kushners "See der Schöpfung" (Standard), Anna Weidenholzers Erzählungsband "Hier treibt mein Kartoffelherz" (taz), Katharina Köllers "Wild wuchern" (ZeitOnline), Kate Atkinsons "Nacht über Soho" (FR) und ArnoFranks "Ginsterburg" (FAZ). Mehr in unserer Bücherschau um 14 Uhr.
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