
Jonathan Cohn
schildert, wie
Roboter, Computer, Big Data und das Internet die
Medizin revolutionieren. Vieles ist Zukunftsmusik, aber einiges schon heute möglich - und für manches reicht bereits ein Smartphone: "Firmen entwickeln Sensoren, die, an Smartphones angeschlossen, biologische Daten aller Art sammeln. The Firmen Withing und iHealth bieten beispielsweise
Blutdruckmanschetten fürs iPhone an, die die Daten dann per Email an Gesundheitsspezialisten schicken oder direkt in die Patientenakte eintragen können. Andere Hersteller verkaufen Geräte, mit denen Diabetiker ihren Blutzuckerspiegel messen können. In Großbritannien hat ein Konsortium eine Smartphone-App entwickelt, mit der sich der Nutzer auf
sexuell übertragbare Krankheiten testen kann. (Der Test beinhaltet offenbar, auf einen ans Handy angeschlossenen Chip zu urinieren.)" Ausgewertet werden all diese Daten am Ende nicht mehr von ihrem Arzt, sondern von
Watson, dem Supercomputer. Noch lernt er...
Außerdem: Graeme Wood
erzählt, wie
Ethnologen große Firmen mit Konsumentendaten versorgen. Emily Bazelon
erzählt, wie Experten von Facebook, vom MIT und von Anonymous jeder auf ihre Art versuchen,
Internet-Bullies zu stoppen (in dem Zusammenhang lesenswert ist auch die
Geschichte von
Adalia Rose Williams, einer 6-Jährigen, die unter
Progarie leidet - vorschnelles Altern - und die, seit sie in einem Video zu "Ice Ice Baby" tanzte, Licht- und Schattenseiten des Internetruhms erfuhr). Christopher Orr
beklagt den Niedergang der romantischen Komödie im Film.
Großes Lob von Benjamin Schwarz für
Karl Schlögels Buch über
Moskau 1937, das zu den "spannendsten Werken der Wissenschaft und der historischen Vorstellungskraft gehört, das ich seit Jahren gelesen habe". Und eine Kurzkritik
empfiehlt "The Master of us all", Mary Blumes
Biografie über Cristobal Balenciaga,
als eine der "intelligentesten Biografien, die je über einen Modedesigner geschrieben wurden".