
Es rauscht mal wieder im französischen Blätterwald: Der
Express titelt mit Enthüllungen rund um die französische Tageszeitung
Le Monde: "Hinter der Maske des journalistischen Ideals verbirgt sich ein
Wille zur Macht, der an all das erinnert, was die
Presse schon immer unterwandert hat:
Zynismus, Denunziation, psychologische Repressalien,
Missbrauch der eigenen Position, ja
Autokratie", so die These von Pierre Pean und Philippe Cohen, die Autoren des Buches
"La face cachee du Monde". Der
Express bringt gleich mehrere
Auszüge aus unterschiedlichen Kapiteln. Wenn Sie ihre Meinung auch loswerden wollen, nehmen Sie einfach an dem Leserforum teil. "Eh oui",
meint beispielsweise ein gewisser Kiki, "
Korruption ist in Frankreich äußerst verbreitet". Eh oui, wie anderswo.
Hinter den Türen der unscheinbaren Adresse 42, rue de Fontaine,
eröffnete sich dem Besucher bislang eines der größten
surrealistischen Sammelsurien. Selbst unter dem Sofa konnte man angeblich noch kunsthistorische Schätze finden, darunter
"La femme cachee" von Rene Magritte. Gehütet wurde das dadaistisch anmutende Gesamtkunstwerk in
Andre Bretons Atelier bis vor kurzem von seiner Tochter Aube. Doch Sie konnte den Traum vom eigenen Museum nicht verwirklichen. Einzelne wertvolle Stücke kommen nun unter den
Hammer. Einen Hauch von kreativem Chaos kann man zumindest noch spüren, wenn man die Wand aus Bretons Arbeitszimmer betrachtet, die in der Kunstsammlung Nordrhein Westfalen ausgestellt war. Aber eben nur einen Hauch.
Weitere Artikel: Annick Colonna Cesari hat sich eine Ausstellung über
"Neue Sachlichkeit" im
Musee de Grenoble
angesehen. In der Bücherschau wird "Quitte a avoir un pere" von Florence Mongorce-Gabin
besprochen, Anekdoten und Erinnerungen an den Vater
Jean Gabin. Einen Auszug lesen Sie
hier.
Und -
le philo, c?est rigolo: Francois Busnel
feiert ein "
Antimanuel de la philosophie". Denn sich über Philosophie lustig zu machen, ist die wahre Philosophie. Das wusste schon Pascal.