
Der Schriftsteller
Colm Toibin liest den Briefwechsel zwischen der Dichterin
Elizabeth Bishop und dem Dichter
Robert Lowell, der ein Zeugnis ihrer engen Freundschaft ist, und stellt fest: "Die Briefe zeigen, dass Lowell eine Kreuzung aus einem
Fuchs und einem
Welpen war. Er kannte viele kleine Dinge und war oft voller Hoffnung für seine Gedichte, seine Theaterstücke, seine Freunde, seine Ehefrauen und seine Kinder. Er trieb sich sehr viel herum, körperlich und geistig. Bishop dagegen war eine Kreuzung aus
Igel und
Schnecke. Sie kannte ein großes Ding, oder wollte es kennen; sie hinterließ silberne und schwer lesbare Spuren."
Andrew O'Hagan
denkt über
Susan Boyle (
hier) und verwandte YouTube-Phänomene nach: "Ihr Erfolg ist nicht schwer zu verstehen: Wir lieben die Idee, dass Talent im Verborgenen blüht, und es gehört zu unseren am tiefsten verwurzelten Phantasien, dass die Bescheidensten unter uns, die Unschuldigsten, die, die am wenigsten hermachen, die Fähigkeit haben, die Welt in Erstaunen zu versetzen. Diese Vorstellung ist das
sentimentale Geheimnis des ganzen Showbusiness."
Weitere Artikel: Gareth Peirce, die als
Rechtsanwältin des islamistischen und des IRA-Terrors Angeklagte verteidigt hat,
schreibt über Folter und die gefährliche
Staatsgeheimnisskrämerei Großbritanniens. Jenny Turner
bespricht Ratgeber-Bücher, die erklären, wie man aus finanziell
schlechten Zeiten das beste macht. Michael Wood hat im Kino den schwedischen Adoleszenz-Vampir-Film "So finster die Nacht" (
Webseite)
gesehen.