Magazinrundschau - Archiv

London Review of Books

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Magazinrundschau vom 17.11.2009 - London Review of Books

Michael Wood nimmt zwei neue Bände mit Texten von Roland Barthes zum Anlass, nach der anhaltenden Faszination des Denkers zu fragen: "Ein unreines Subjekt, so nennt er sich am Ende selbst, 'ein offenkundig unreiner Kerl'. Und dann sagt er etwas, das auf einen Schlag klar macht, warum die Barthes-Lektüre so ein Vergnügen ist und warum all seine Vorbehalte und Ambiguitäten solch offensichtliche Tugenden sind. Er wird nun, fährt er in seiner Dankesrede zur Aufnahme ins College de France fort, nicht mehr weiter über die Ehre nachdenken, die die Zuerkennung einer Professur am College bedeutet und sich stattdessen auf seine Freude über diese Gelegenheit konzentrieren, 'denn eine Ehre kann unverdient sein, Freude niemals'. Man muss nur einen Satz wie diesen lesen und weiß, dass man einen Freund gefunden hat. Und man versteht auch das Konzept der Freude besser als zuvor."

Weitere Artikel: Slavoj Zizek spekuliert in einem "Post-Wall" überschriebenen Denkstück über den neuen Anti-Kommunismus, das autoritär-kapitalistische Erfolgsmodell China - und fragt, ob nicht ein "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" eine weitere Chance verdient hätte. Tariq Ali denkt über die verfahrene Lage in Afghanistan nach und schließt mit der eher verzweifelten Frage: "Wie kann das gut ausgehen?" Hal Foster besucht eine Ed-Ruscha-Ausstellung in der Londoner Hayward Gallery. Besprochen werden eine Geschichte des britischen Geheimdienstes MI 5 und eine Studie über die Psychologie des Ökonomischen, die John Gray zwar einleuchtend scheint, aber weit weniger originell, als ihre Verfasser glauben.

Magazinrundschau vom 03.11.2009 - London Review of Books

Die London Review of Books feiert ihren dreißigsten Geburtstag - und stellt zu diesem Anlass die komplette aktuelle Ausgabe ins Netz. Das ist natürlich das, was man im Englischen eine "embarrassment of riches" nennt. Die komplette Übersicht hier - und hier eine Auswahl:

Mehrere in Großbritannien erschienene Bücher zum Thema "Ehrenmord" stellt Jaqueline Rose vor. Besonders eindrücklich findet sie den Fall der ermordeten Fadime Sahindal, den Unni Wikan detailliert schildert. Fadime nämlich hatte explizit den Schutz der breiten, massenmedialen Öffentlichkeit gegen die Familie gesucht - vergeblich: Ihr Vater ermordete sie, als sie in ihre Heimatstadt Uppsala zurückkehrte: "Dieser Fall ist so ungewöhnlich, und lohnt Wikans genaue Analyse, weil Fadime von einer besonderen Vision einer gesellschaftlichen Verpflichtung angetrieben war. Sie spricht für die unsichtbare Frau ihrer Gemeinschaft. Da lag sie auf einer Linie mit Rana Husseini, die eben deshalb Fall für Fall für Fall - unter hohem persönlichen Risiko - an die Öffentlichkeit bringt, weil sie darauf insistiert, dass jedes Beispiel eines Ehrenmords in die Nachrichten gehört. Jedes dieser drei Bücher kann als eine Form der Hingabe gelesen werden: Sie sind zugleich Tribut und Kampagne. Über Ehrenmorde zu schreiben, heißt in erster Linie: Fordern, dass diese Verbrechen wahrgenommen werden, dass man über sie spricht."

Julian Barnes bespricht zwei neu erschienene Übersetzungen von Maupassant-Büchern und zitiert gleich einmal aus einem etwas lebensmüden Brief des 28-jährigen Autors an Gustave Flaubert: "Frauen zu vögeln ist nicht weniger öde, als männlichem Witz zu lauschen. Ich finde, dass die Nachrichten in den Zeitungen sich unaufhörlich wiederholen, dass die Laster trivial sind und dass es zu wenige unterschiedliche Varianten gibt, Sätze zu bilden."

Weitere Artikel: Jenny Diski nähert sich in ihrer Tagebuch-Kolumne dem Fall Polanski aus einer außergewöhnlichen, nämlich sehr persönlichen Perspektive: "Im Jahr 1961 wurde ich von einem Amerikaner in London vergewaltigt. Ich war 14, also ein Jahr älter als das Mädchen, dem Polanski eine halbe Quaalude-Tablette mit Champagner verabreichte, bevor er oralen, vaginalen und analen Sext mit ihr hatte." Hilary Mantel liest Brian Dillons Buch "Zerquälte Hoffnung" (Verlagswebsite) über das Leben von Hypochondern. Peter Campbell besucht im British Museum die Ausstellung über den Azteken-Herrscher "Moctezuma" und Michael Wood hat im Kino Agnes Vardas autobiografischen Film "Die Strände von Agnes" gesehen.

Magazinrundschau vom 20.10.2009 - London Review of Books

Rachel Bowlby liest das Buch "Checkout: A Life on the Tills", in dem Anna Sam darüber schreibt, was es heißt, diejenige zu sein, die an der Kasse des Supermarkts sitzt. Die Autorin berichtet aus langjähriger eigener Erfahrung: "Sam hat acht Jahre lang an der Kasse eines großen Supermarkts in Rennes gearbeitet. Sie schreibt ihr Buch in der Art eines Überlebens-Manuals für den angehenden Kassenarbeiter. Kein Drumrum - kein Plot, keine Liebesgeschichte. (Was sollte man nicht sagen, wenn man beim Einstellungsgespräch gefragt wird, warum man diesen Job machen will? 'Weil meine Mutter schon an der Kasse gearbeitet hat'; 'Weil ich immer davon geträumt habe, in einem Supermarkt zu arbeiten') Nur die kleinen Vorfälle und Frustrationen des Alltags, erzählt in einer Serie von winzigen, thematisch geordneten Kapiteln. Am Anfang erhält man ein paar Tage Anleitung, aber nach einem Monat hat man sich ans Piepen, an die Erschöpfung gewöhnt. Man wird zur Maschine; oder, liebevoller gesagt, 'es ist, als würdest du eins mit der Kasse' - 'Mes caisses, mes amours.'"

Weitere Artikel: Sehr genau nimmt sich David Runciman die Thesen des Buchs "The Spirit Level" von Richard Wilkinson und Kate Pickett vor, das im Kern behauptet, dass Ungleichheit auch in reichen Ländern die Lebensqualität für alle so sehr senkt, dass ihr Gleichheit in ärmeren Ländern oft noch vorzuziehen ist. Mit Interesse hat Jenny Diski ein Buch über die Geschichte des amerikanischen Umgangs mit der Menstruation gelesen ("The Modern Period: Menstruation in 20th-Century America"). David Bromwich rechnet mit einem immerzu kompromissbereiten Barack Obama ab. Nicolas Pelham beschäftigt sich mit der Tunnel-Wirtschaft von Gaza. William Feaver besucht die Frank-Auerbach-Ausstellung "Recent Pictures".

Magazinrundschau vom 06.10.2009 - London Review of Books

Der große Kritiker James Woods macht sich mit gewohnt vernichtender Subtilität über A.S. Byatts neuen Roman "The Children's Book" her - und danach ist von dem Buch nicht mehr viel übrig. Byatt erzählt eine groß angelegte britische Familiengeschichte als Panorama der Jahre zwischen 1895 und 1919. Das Übererklären, so Woods, ist Byatts auf die Dauer sehr anstrengende Methode: "Außerordentlich - und ermüdend - viel Aufmerksamkeit wird Töpfen und Glasierungen, auf Töpfe gemalten oder gedruckten Mustern, wird der Beschreibung von Theaterbühnen, Kleidern, Gebäuden, Büchern und so weiter gewidmet. Der zentrale Modus der Beschreibung ist die Ekphrasis; auf beinahe jeder Seite findet sich die statische Verdopplung einer bereits vorhandenen Darstellung. Immer statisch, aber immer voller Eifer: der Roman zittert in Aspik." Oder: "Die Figuren ... werden zu Tode glasiert." Oder: "Wann immer ein Detail anstelle eines anderen zu wählen wäre, nimmt Byatt noch lieber beide - und die Quittung liefert sie auch noch mit."

Weitere Artikel: Die Malerin Bridget Riley denkt über die Praxis ihrer Kunst nach. John Lanchester schreibt über Geschlechts-Tests im Sport - und die damit verbundenen Schwierigkeiten. Michael Wood hat Neill Blomkamps Südafrika-SciFi-Film "District 9" gesehen.

Und Frank Kermodes Text über J.M. Coetzee würde man auch gerne online lesen. Darf man aber nicht.

Magazinrundschau vom 25.08.2009 - London Review of Books

Walter Benn Michaels liest einen Sammelband mit dem Titel "Wen interessiert die weiße Arbeiterklasse?" und stellt fest, dass es armen Weißen keinen Deut besser geht als vor den (relativen) Erfolgen antisexistischer und antirassistischer Bewegungen. Der Grund dafür ist recht einfach, wie er findet: "Man kann ganz deutlich feststellen: Die wachsende Toleranz gegenüber ökonomischer Ungleichheit und die wachsende Intoleranz gegenüber Rassismus, Sexismus und Homophobie - von Diskriminierung insgesamt - sind beides fundamentale Charakteristika des Neoliberalismus. Deshalb die außerordentlichen Fortschritte im Kampf gegen Diskriminierung; und eben deshalb haben sie mit linker Politik wenig zu tun. Die wachsenden Ungleichheiten des Neoliberalismus haben ihre Ursache nicht in Rassismus und Sexismus und werden durch Anti-Rassismus oder Anti-Sexismus nicht beseitigt. Es geht mir nicht darum, dass Anti-Rassismus und Anti-Sexismus nicht lobenswert wären. Sondern darum, dass sie im Moment mit linker Politik nichts zu tun haben und dass sie, insofern sie an ihre Stelle getreten sind, durchaus ihre problematischen Seiten haben."

Besprochen werden außerdem Andy Bennetts Geschichte Großbritanniens in den siebziger Jahren "Als die Lichter ausgingen" und Dubravka Ugresis Neuerzählung der Märchen von "Baba Yaga". Peter Campbell hat in der National Gallery die Ausstellung "Corot to Monet: A Fresh Look at Landscape from the Collection" besucht.

Magazinrundschau vom 04.08.2009 - London Review of Books

Hilary Mantel liest eine neue Danton-Biografie von David Lawday und entwirft in ihrer essayistischen Rezension das Porträt eines ungewöhnlichen Revolutionärs: "Danton war durchaus ein erfolgreicher Mann vor der Revolution; er gehörte nicht zu jenen, die nichts zu verlieren hatte. Er hatte eine Frau, ein komfortables Zuhause und eine gut gehende Anwaltskanzlei; viele seiner zukünftigen Mitstreiter dagegen hatten nichts als Bündel von unveröffentlichten Gedichten, ungesungenen Opern und von Stücken, denen nie jemand applaudiert hatte. Er war jedoch ruhelos und vielleicht, so Büchners Deutung in 'Danton's Tod', schnell gelangweilt. Die Revolution bot ihm fünf Jahre Abwechslung und öffentliche Beachtung und verschaffte ihm in ganz Europa Gehör. In ruhigeren Zeiten hätten ihn dreißig Jahre fleißiger Arbeit, verbunden mit Kratzfüßen und Buckeln vor ihm intellektuell Unterlegenen bestenfalls in die niederen Ränge des Establishments geführt."

Weitere Artikel in einer sehr interessanten Ausgabe: Jenny Diski liest und scherzt sich durch die von Catalin Avramescu verfasste "Ideengeschichte des Kannibalismus" (Verlagswebsite). Der Shakespeare-Forscher Michael Dobson denkt über die besondere Beziehung der Deutschen zu Hamlet (und "Hamlet") nach. Der südafrikanische Autor R.W. Johnson schildert eindrucksvoll, wie er durch eine Infektion mit fleischfressenden Bakterien ein Bein verlor und nur ums Haar mit dem Leben davonkam. Von keinem Geringeren als Eric Hobsbawm stammt die Rezension eines Buchs von Richard Overy über "Großbritannien zwischen den Kriegen". Michael Wood hat Tony Scotts Remake von "The Taking of Pelham 1-2-3" gesehen.

Magazinrundschau vom 21.07.2009 - London Review of Books

Die amerikanische Pakistan- und das heißt auch Afghanistan-Politik steuert sehenden Auges in die Katastrophe, meint der 1943 in Lahore geborene und seit den sechziger Jahren in Großbritannien lebende Publizist Tariq Ali, der sich zuletzt in Kabul aufgehalten hat. Kürzlich lobte die US-Botschafterin Anne Patterson den neuen Präsidenten, den Bhutto-Witwer Asif Ali Zardari: "Er tut alles, worum wir ihn bitten." Schön für sie, meint Ali, leider tut der Mann aber auch andere Dinge: "Zardari mag eine willfährige Kreatur Washingtons sein, aber der intensive Hass, mit dem man ihm in Pakistan begegnet, ist nicht auf seine politischen Gegner beschränkt. Verachtet wird er vor allem für seine Gier. Er hat nahtlos da weitergemacht, wo er als Investitionsminister in der Regierung seiner verstorbenen Ehefrau aufgehört hatte. Binnen Wochen nach Amtsantritt riefen seine Untergebenen bei allen wichtigen Geschäftsleuten des Landes an und forderten einen Anteil an den Profiten." Es gibt sogar, meint Ali, eine ganze Menge eigentlich nicht zu Verschwörungstheorien neigende Leute, die glauben, dass er an der Ermordung von Benazir Bhutto selbst beteiligt war. Das glaubt Ali zwar nicht, findet es aber bezeichnend, dass Zardari sogar das zugetraut wird.

Weitere Artikel: In einem Essay, der "eigentlich" die Besprechung eines Buchs von Alain Badiou über Nicolas Sarkozy ist, kommt der Allesdenker Slavoj Zizek irgendwo zwischen Sarkozy, Ahmadinedschad, den Marx Brothers, dem Animationsfilm Kung Fu Panda, Niels Bohr, einem Kastrationswitz von Putin und dem "vernünftigen Antisemitismus" des Robert Brasillach auch auf Silvio Berlusconi als Menetekel zu sprechen. Adam Shatz denkt über "laute Musik" als Folter und Waffe nach. Peter Campbell fragt sich, was es bedeutet, dass der Codex Sinaiticus jetzt teilweise im Netz lesbar ist. Mary Beard bespricht auf sehr aufschlussreiche Weise eine Biografie des denkenden Kaisers Marc Aurel, die sie unbefriedigend findet.

Magazinrundschau vom 07.07.2009 - London Review of Books

Christopher Caldwell stellt ein Buch vor, das das politische Frankreich in Aufruhr versetzt hat. In "Die Welt, wie K. sie sieht" präsentiert der angesehene investigative Journalist Pierre Pean Rechercheergebnisse vor, die diverse auch finanzielle Verfehlungen des Menschenrechts-Vorkämpfers und französischen Außenministers Bernard Kouchner aufführen. "Das Buch schlug in Paris wie eine Bombe ein", schildert Caldwell die Reaktionen. "Kouchner bezichtigte Pean des Antisemitismus und versammelte berühmte Freunde hinter sich, von Bernard-Henri Levy in der Heimat bis Hillary Clinton und Kofi Annan in der Ferne. Linke Zeitungen - Liberation etwa - gaben Pean Raum für seine Vorwürfe, während Le Monde das Buch attackierte. Das Wochenmagazin Le Point hat eigene Recherchen angestellt und bestätigte die wesentlichen Vorwürfe Peans. 'Die Welt, wie K. sie sieht' ist ein mutiges und wichtiges Buch: gewiss leidenschaftlich, oft unfair und manchmal auch schludrig; in jedem Fall aber verlangen die Vorwürfe gegen Kouchners militarisierten Humanitarismus eine Antwort - und weder Kouchner noch seine Verteidiger haben bislang eine gegeben."

Magazinrundschau vom 23.06.2009 - London Review of Books

Als "bisher bestes Buch" zur Finanzkrise lobt Donald MacKenzie den Band "Fool's Gold" mit dem schönen Untertitel "Wie ungebremste Gier einen Traum zerstörte, die globalenen Märkte erschütterte und eine Katastrophe heraufbeschwor". Geschrieben hat ihn die Financial-Times-Redakteurin Gillian Tett. Sie gehörte zu den wenigen, die schon lange vor der Krise auf die Probleme mit Derivaten hingewiesen hatten. In ihrem Buch erklärt sie auch, was ihr zur Scharfsicht verholfen hat: "Das Buch beginnt in einem Konferenzzimmer in Nizza im Frühjahr 2005. Tett gesteht, dass sie zu dem Zeitpunkt vom technischen Vokabular der Teilhnehmer - 'Gauß-Kopula', 'Eigenbehalt', 'Delta Hedging' - völlig verwirrt war. Nun hatte sie jedoch, bevor sie zur Financial Times kam, für ihre Dissertation in Sozialanthropologie Feldforschung im sowjetischen Tadschikistan durchgeführt. Sofort erwachte jetzt die Ethnografin in ihr. Die Konferenz erinnerte sie an eine tadschikische Hochzeit. Die Teilnehmer schmiedeten soziale Bande und feierten eine implizit vorausgesetzte Weltsicht - in diesem Fall eine, in der 'es komplett in Ordnung war, Geld in abstrakten, mathematischen, ultra-komplexen Termini zu diskutieren, ohne dass von menschlichen Wesen mit einem Wort die Rede wäre'."

Weitere Artikel: Iain Sinclair nimmt sich Peter Ackroyds Versuch vor, die Geschichte Londons aus Perspektive der Themse zu schreiben - und diese dabei, "gegen allen Anschein" (so Sinclair) als heiligen Fluss a la Ganges oder Jordan zu begreifen. Chris Mullin, Labour-Abgeordneter im Britischen Unterhaus, schreibt ein Tagebuch des Spesenskandals. Peter Campbell macht sich Gedanken zur Futurismus-Ausstellung in der Londoner Tate Modern.

Magazinrundschau vom 09.06.2009 - London Review of Books

Michael Wood hat im Kino "Synecdoche, New York", das Regiedebüt des Drehbuchautors Charlie Kaufman ("Being John Malkovich", "Vergiss mein nicht") gesehen und kratzt sich nun eine Kritik lang den Kopf: "Kann man in einer Synekdoche sterben, und wenn ja, wäre das gut für einen? Wäre es, wie in einer Klammer zu sterben, so wie es Mrs Ramsay in Virginia Woolfs 'Der Leuchtturm' tut - oder wäre es komplett anders? Am Ende von Synecdoche, New York scheint Caden Cotard als Theater-Version seiner selbst zu sterben, und zwar in einer Replik Manhattans in einer Lagerhalle in Manhattan. Eine Stimme, die ihn über Draht und Mikrofon erreicht, hat ihm eine ganze Weile schon gesagt, was er tun soll. Nun sagt sie, ganz sanft: 'Stirb!'. Und er stirbt. Oder doch nicht?"

In weiteren Artikeln geht es um die Auto-Industrie und den Freiheits-Fetisch Auto, britische Spesen- und Korruptions-Skandale (ganz besonders einen, der mit Berlusconi zu tun hat) und um Innenansichten aus Sozial- und Pflegeberufen