Magazinrundschau - Archiv

The New York Times

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Magazinrundschau vom 18.06.2013 - New York Times

Der Lichtkünstler James Turrell wird in diesem Sommer in den USA drei große Ausstellung haben, im Lacma, dem Museum of Fine Arts in Houston und dem New Yorker Guggenheim-Museum. In einem epischen Porträt schildert Wil S. Hylton für das Magazin der New York Times die magische Wirkung seiner Lichträume, die allerdings auch etwas zutiefst Desorientierendes haben können: "Und dann waren da die 'Perceptual Cells'. Diese Wahrnehmungszellen sind Turrells extremstes Werk. Der Besucher nähert sich einer gigantischen Kugel, die aussieht wie ein überdimensionaler Pingpong-Ball, und legt sich dann auf eine Art Leichenhallenschublade, mit der man hineingezogen wird (Bilder). Sobald die Tür geschlossen ist, kommt das Licht, und es ist so hell, dass es fast keinen Unterschied mehr macht, ob man die Augen schließt. Und während die Farben sich verschieben und verändern, beginnt man Dinge zu sehen, die nicht da sind, kleine Regenbogen, die im Raum umherschweben und geometrische Formen. Es stellt sich heraus, dass dies die biologischen Strukturen des eigenen Auges sind, das in blendender Intsität anfängt, sich selbst zu sehen. Selbst Turrell beschreibt die 'Perceptual Cells' als 'invasiv' und 'beklemmend'."

Außerdem in der New York Times: Eric Pfanner berichtet über eine Initiative französische Archivare, die sich gegen das von der EU geforderte "Recht zu vergessen" im Internet wenden. Laura M. Holson porträtiert den hippen Literaturagenten Luke Janklow. Und David Margolick erinnert an den Autor John Horne Burns.

Magazinrundschau vom 28.05.2013 - New York Times

Die Brigham Young University in Provo, eine Kaderschmiede der Mormonen in Utah, hat sich darauf verlegt, "familienfreundliche" Animationsfilme herzustellen oder für Hollywood-Filme die DVDs entsprechend von Zigaretten, Schimpfwörtern und anderem Unanständigen zu säubern. Nachdem sich ein Pixar-Chef wohlmeinend über die begabten Tugendwächter geäußert hatte, versank der Dekan R. Brent Adams in Bewerbungen. Aber natürlich kommen nur die Besten durch, erzählt Jon Mooallem: "Adams schickte allen den Ehrenkodex der Universität: Studenten müssen regelmäßig zum Gottesdienst. Kein Sex außerhalb der Ehe ("Führe ein keusches und tugendsames Leben"). Kein Alkohol oder Kaffee (Es gibt nicht einmal koffeinhaltige Getränke im Automaten). Kein Fluchen. Kein Abweichen von den peinlich genauen Körperpflege-Standards (Wenn für einen Bart eine Ausnahme gewährt wurde, muss eine neue Studenten-ID ausgestellt werden) ... Das Programm der B.Y.U. soll eine Art ethisches Gegengewicht darstellen: Sie versucht, wertorientierte Regisseure in die Branche zu bringen, um diese dann zu sensibilisieren. 'Wir wollen', erklärt Adams, 'ohne zu predigen, etwas zur Kultur beitragen und die Leute zum Nachdenken bringen, wie sie bessere Menschen werden können: produktiver, freundlicher, versöhnlicher.'"

Die Titelgeschichte des New York Times Magazines ist passenderweise der Suche nach einer sexuelle Lust stimulierenden Pille für Frauen gewidmet, die der Pharmaindustrie laut Daniel Bergner ebenfalls ein Tugendproblem beschert: "Was, wenn sich in Versuchen ein Medikament als zu wirksam erweist? Mehr als ein Branchenberater erklärte mir, dass Firmen die Aussicht beängstigt, die Ergebnisse ihrer Studien könnten zu gut sein und die FDA eine Anwendung ablehnen, aus Angst, dass ein Stoff zu weiblichen Exzessen führen könnte, zu Orgien der Untreue, gesellschaftlicher Zersplitterung. 'Man möchte gute Ergebnisse, aber nicht zu gute', sagt Andrew Goldstein, der die Studie in Washington durchführt. 'Wir haben viel darüber diskutiert', berichtet er von seiner Beteiligung an der Entwicklung von Flibanserin, 'wichtig war zu zeigen, dass wir Frauen nicht in Nymphomaninnen verwandeln'. Er staunt immer noch über die tief verwurzelten Vorstellungen von Sittlichkeit, die aus dem sprachen, was er zu hören bekam. 'Es gibt Befangenheit - eine Angst davor, die sexuell aggressive Frau zu schaffen.'"

Magazinrundschau vom 25.03.2013 - New York Times

Im Magazine porträtiert Chip Brown den Met-Chef Howard Gelb, der die fast unmögliche Aufgabe hat, ein konservatives Stammpublikum davon zu überzeugen, dass Oper im 21. Jahrhundert nicht mehr aussehen kann wie im 18.. Dabei helfen ihm sein offenbar ausgezeichnetes Organisationstalent und die Fähigkeit, extremen Druck auszuhalten zu können. Eine Episode, die mit nichts mit der Met zu tun hat, verdeutlicht das: "'Niemand weiß, was ein Produzent tut', sagt er, und erinnert sich an die Zeit, als er Horowitz' Rückkehr nach Russland 1986 organisierte. Horowitz, der gern jeden Tag dasselbe aß, wäre nicht nach Russland zurückgekehrt, hätte Gelb ihm nicht garantiert, dass er jeden Abend seine frische Seezunge aus Dover bekommt. Versprechen war leicht, den Fisch zu finden fast unmöglich. Gelb nahm die Hilfe des amerikanischen Botschafters in Anspruch, der mit dem britischen Botschafter sprach, der dafür sorgte, dass die Seezunge aus London eingeflogen wurde. Amerikanische Botschaftsangehörige, mit T-Shirts auf denen 'Luftbrücke Dover Seezunge' stand, holten sie vom Moskauer Flughafen ab. Der italienische Botschafter lieferte den frischen Spargel für Horowitz. Ein Aufgebot von Marines war abgeordnet, den Horowitz' Steinway zu bewachen. Kurz bevor Horowitz starb, rief er Gelb an und sagte ihm, er gehöre jetzt zur Familie und müsse ihn nicht mehr 'Mr. Horowitz' nennen. Er dürfe 'Maestro' sagen."
Stichwörter: Luftbrücke, Met

Magazinrundschau vom 19.03.2013 - New York Times

"Gott ist ein Argentinier." In der New York Times zeigt sich der argentinische Schriftsteller Martín Caparrós "beunruhigt angesichts der Frage, welche Wirkung dieses unerwartete göttliche Geschenk auf mein Land ausüben könnte. Als Guillermo Vilas in Frankreich seinen ersten Grand Slam gewann, packte uns Argentinier die Tennisbegeisterung; als Manu Ginóbili sich in der NBA durchsetzte, brach bei uns das Basketballfieber aus; als eine Argentinierin den Kronprinzen von Holland heiratete, wurden wir über Nacht zu begeisterten Monarchisten. Daran, dass Jorge Luis Borges ein wirklich bedeutender Schriftsteller ist, zweifeln wir dagegen bis heute, weil er nun einmal nie den Nobelpreis bekommnen hat. Umso stärker könnte sich die Tatsache, dass auf einmal 'einer von uns' auf dem Stuhl Petri sitzt, auf den Einfluss des Katholizismus auf unseren Alltag auswirken. Und der Katholizismus hat sich nie dadurch ausgezeichnet, dass er Nichtgläubige so leben lässt, wie sie glauben, dass sie es tun sollten. Wie überall, so ist der Vatikan auch hierzulande einer der wichtigsten Lobbyisten in allen konservativen, ja reaktionären Fragen - ein argentinischer Papst könnte die Macht dieser Lobbygruppe in ungeahnte Höhen katapultieren. Vielleicht aber auch nicht. Ich hoffe jedenfalls, ich täusche mich, wie so oft - was die Unfehlbarkeit angeht, wenden Sie sich bitte an Papst Francisco."

Ben Ehrenreich schickt für das Sunday Magazine eine lange Reportage aus dem palästinensischen Dorf Nabi Saleh in der Westbank, dessen Bewohnern durch die Siedlung Halamish der Zugang zu ihrem Brunnen versperrt wurde. In der Book Review feiert unter anderem Stephen Kind Joyce Carol Oates "The Accursed" als "besten postmodernen Schauerroman der Welt".

Magazinrundschau vom 12.03.2013 - New York Times

In der NYT schildert David Streitfel, wie Amazon und Apple mittels Patenten versuchen, einen Markt für "gebrauchte" digitale Dateien aufzubauen und zu dominieren. "Amazons Patent sieht vor, dass ein Buch oder ein Film oder ein Song im personalisierten 'Datenlager' des Kunden liegt. Wenn ein Artikel nicht mehr gewollt wird, kann der User ihn an einen anderen User weiterverkaufen. Bei dieser Aktion wird der Artikel automatisch aus dem Lager des Verkäufers gelöscht. Das Patent beschreibt eigentlich eine gigantische Tauschbörse. Amazons 152 Millionen aktive Kunden würden Listen führen mit ersehnten gebrauchten digitalen Objekten und Listen mit gebrauchten digitalen Objekten, die verkauft werden sollen." Apple hat letzten Donnerstag ein ähnliches Patent beantragt.
Stichwörter: Amazon

Magazinrundschau vom 26.02.2013 - New York Times

Das NYT Magazine druckt einen hochinteressanten Auszug aus einem Buch des Reporters Michael Moss über die Nahrungsmittelindustrie. Das Problem ist allseits bekannt: Zu viel Zucker, Salz und Fett in Fertiggerichten und Fastfood haben dazu geführt, dass in den USA inzwischen über die Hälfte der Einwohner Übergewicht hat und ein Viertel fettleibig sind. Die Industrie weigert sich, etwas dagegen zu tun, mit der einfachen Begründung: Die Leute wollen diese Nahrungsmittel. Wenn wir sie ihnen nicht geben, kaufen sie sie von einer anderen Firma. Und so gibt es inzwischen ganze Berufszweige - von Vermarktern bis hin zu Chemikern - die Menschen davon überzeugen sollen, dass sie nicht weniger, sondern immer mehr von diesen schmackhaften Schadstoffen wollen, schreibt Moss. "Um ein besseres Gefühl für ihre Arbeit zu bekommen, rief ich Steven Witherly an, einen Lebensmittelchemiker, der einen faszinierenden Führer für Industrieinsider geschrieben hat, 'Warum Menschen Junk Food lieben'. Ich brachte ihm zwei Einkaufstüten mit, die gefüllt waren mit Chips in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Er griff sofort nach den Cheetos [Flips mit Käseschmack, d. Red.]. 'Das', sagte Witherly, 'ist eines der am großartigsten konstruierten Nahrungsmittel auf diesem Planeten - jedenfalls was den reinen Genuss angeht.' Er nannte einige Eigenschaften der Cheetos, die dem Hirn sagen: mehr. Am meisten aber beschäftigte ihn die unheimliche Fähigkeit des Flips, im Mund zu schmelzen. 'Man nennt es schwindende Kaloriendichte', sagte Witherly. 'Wenn etwas so schnell schmilzt, glaubt das Hirn, es habe keine Kalorien ... man könne für immer weiter essen.'"

Wer sich für die fast schon diabolischen Fähigkeiten von Chemikern in der Nahrungsmittelindustrie interessiert, sei auch auf diesen Auszug aus Eric Schlossers "Fast Food Nation" hingewiesen, den Atlantic Monthly 2001 unter dem Titel "Why McDonald's fries taste so good" veröffentlichte.

Außerdem: In der Sunday Book Review bespricht Joshua Hammer Christa Wolfs Roman "Stadt der Engel".

Magazinrundschau vom 19.02.2013 - New York Times

In einer lebendigen Reportage für's NYT Magazine erzählt Robert Draper, wie deprimiert die Stimmung nach der verlorenen Wahl bei jungen Republikanern ist. Nicht nur, weil keiner der Alten kapiert, wie vorsintflutlich ihr Wahlkampf war, der die digitalen Medien ignorierte: "Viele digitale Spezialisten der GOP erzählten mir, dass es schwierig sei, überhaupt technisches Talent zu rekrutieren wegen der Werte, die die Partei vertritt. 'Ich kenne eine Menge Leute, die mit Technologie ihren Lebensunterhalt verdienen', sagt Turk. 'Und praktisch alle haben sie eine libertäre Ader - Information soll frei sein, mach dein eigenes Ding und lass mich meins machen, diese Art von Denken. Genau so, wie das Internet eben auch ist. Und fast jeder, mit dem ich gesprochen habe, sagt: 'Yeah, ich würde vielleicht die Republikaner wählen, aber ich komme einfach nicht über dieses Nein zur Schwulenehe, ihre Einstellung zu Abtreibung und all diese sozialen Streitpunkte.' Fast durch die Bank weg sehen sie eine Zukunft voraus, in der man mehr Wahlmöglichkeiten haben wird, nicht weniger. Diskussionen darüber, ob man die Person heiraten können soll, die man heiraten möchte, schlagen dieser Zukunft ins Gesicht."

Außerdem: Emily Earkin schreibt über den umstrittenen amerikanischen Anthropologen Napoleon Chagnon. In der Book Review gehts u.a. um das neue Buch von Chagnon, "Noble Savage", Bücher über die amerikanischen Präsidenten Lincoln, Coolidge und Nixon, eine Jane-Austen-Biografie von Paula Byrne und Kurzgeschichten von Ludmilla Petruschewskaja.

Magazinrundschau vom 12.02.2013 - New York Times

Dank seines Öls ist die postsowjetische Öl-Diktatur Aserbaidschan steinreich geworden, aber berüchtigt geblieben. Der Regional-Magnat Ibrahim Ibrahimow will Investoren mit einem riesigen Luxus-Resort im Kaspischen Meer anlocken. Nach einem Besuch in Baku bleibt Peter Savodnik im Magazine skeptisch: "Ibrahimow, der seine blauen Krokodillederschuhe von Stefano Ricci zur Schau stellt, die gut zu seiner blauen Jean von Stefano Ricci, seinem blauen Zilli-Jackett und seinem blauen Zilli-Hemd passen, wippt unrhythmisch mit seinen Füßen. Jedes Mal, wenn ich eine Frage stelle oder er zur Antwort anhebt, kommt ein Anruf oder eine Nachricht auf sein Handy. Gelegentlich sagt Ibrahimow wahllos etwas dahin, das man nicht für etwas Tiefsinniges halten sollte: 'Ich lebe sehr einfach.' oder: 'Meine Lieblingsorte sind Frankreich und die Türkei."

Außerdem: Jeff Himmelmann porträtiert den bekennend bisexuellen R'n'B-Megastar Frank Ocean. Besprochen werden in der Book Review unter anderem David Shields' neue Literatur-Essays "How Literature Saved My Life" und Elizabeth L. Clines Plädoyer für den Slow Style "Overdressed" und gegen die Hochgeschwindigkeitsmode der billigen Materialien und ausgebeuteten ArbeiterInnen in China.

Magazinrundschau vom 29.01.2013 - New York Times

Sehr instruktiv findet Thanassis Cambanis Fred Kaplans Buch "The Insurgents" über den amerikanischen General David Petraeus und dessen berühmte Strategie der Aufstandsbekämpfung. Kaplans Buch kümmert sich nicht um Petraeus' peinliche, aber harmlose Affäre, ihm geht es darum zu zeigen, wie der Einäugige unter den Blinden im Pentagon zum Aushängeschild moderner Kriegsführung werden konnte: "Es nimmt einem den Atem zu sehen, wie engstirnig und doktrinär das Pentagon in den Jahrzehnten vor dem 11. September geworden war. Auch lange nach Ende des Kalten Krieges glaubten die Generale noch, dass das Militär fit gehalten werden müsste, um sowjetische Panzer an der Lücke von Fulda zu stoppen. Selbst als amerikanische 'Berater' in der ganzen Welt in kleineren Scharmützeln kämpften, leugneten die oberen Ränge, dass es sich um Kampfmissionen handelten und nannten sie niedrigschwellige Konflikte oder, noch lächerlicher und irreführender, Kriseninterventionen. Kaplan erklärt, wie die Offiziere, entschlossen ihre Karriere zu betreiben und 'ein zweites Vietnam' zu verhindern, fröhlich den Unsinn nachplapperten, um die Leiter aufzusteigen. Aufstände und Besatzungen hatten keine Priorität im Pentagon, jeder der sich auf sie vorbereitete, beging Karriere-Harakiri."

Max Boots Buch "Invisible Armies", das die Geschichte des Guerilla-Krieges durch die Jahrtausende erzählt, scheint Mark Mazower dagegen mit ziemlich heißer Nadel gestrickt: "Und die Verwendung von Begriffen wie Aufstandsbekämpfung und Guerilla scheint anachronistisch, wenn es um Hunnen, Pikten oder Römer geht."

Wer die Parfumbesprechungen von Luca Turin und Tania Sanchez mag, wird auch die Beschreibungen lieben, mit denen New Yorker Käsehändler ihren Käse anpreisen. Jeff Gordinier hat einige davon für die NYT aufgespießt. Zum Beispiel diese Beschreibung eines Mastorazio von Madaio, den der Bedford Cheese Shop anbietet: "Die Lindsay Lohan der Käsewelt, dieser Pecorino hat Sonnenbräune, eine lederne Außenhaut, die eine delikate gelbe Paste umgibt. Mit Spuren von Kräutern und dem Aroma von Heu. Man hört buchstäblich das Meckern von Lindsay oben in den italienischen Bergen. Passt gut zu Nikotin, Red Bull und einer Alkohol-Überwachungsfußfessel."

Magazinrundschau vom 22.01.2013 - New York Times

Die ausländischen Truppen bereiten ihren Abzug aus Afghanistan vor. Luke Mogelson hat Mohammad Daowood, einen Kommandanten der afghanischen Streitkräfte, begleitet und beschreibt im New York Times Magazine die Gratwanderung im Ringen um das Vertrauen der Bevölkerung: "Je mehr Zeit ich mit ihm verbrachte, umso deutlich wurde, dass Daowood seine eigene Form von Aufstandsbekämpfung praktizierte. Dazu gehörte, dass er sich bei den Einwohnern einschmeichelte, indem er nicht nur die Taliban, sondern auch die Amerikaner und die afghanische Regierung als einen gemeinsamen Feind identifizierte. In beinahe jedem Dorf, das wir besuchten, beobachtete ich, wie Daowood vor verärgerten Bauern gegen die politische Elite in Kabul wetterte."

"Hin und wieder entwickelt sich eine Stadt zum innovativen Zentrum einer bestimmten Musikform. Zu einem Ort, wo sich die Umstände verschwören und ganz besondere kreative Blüten treiben, wo sich wahnsinnige Genies gegenseitig zu Höchstleistungen antreiben. Seattle, 1990. Die Bronx, 1979. Memphis, 1954", schreibt Dan Kois mit Blick auf die lebhafte Karaoke-Kultur in Portland, Oregon: "Kann es sein, dass sich eine der aufregendsten amerikanischen Musikszenen zur Zeit in Portland abspielt, und dass nicht ein einziger Beteiligter ein Instrument spielt?"

Schließlich untersucht Noam Cohen die Rolle des M.I.T. bei der Anklage gegen den Netzaktivisten Aaron Swartz.