Outlook India mit einem
Bollywood Music Special. In einem
langen Beitrag des Dossiers zeichnet Sunil Menon die Geschichte des indischen Filmsongs nach und erklärt seine weitreichende Bedeutung: "Er erfüllt wichtige psychosoziale Bedürfnisse eines befreiten Volkes, dessen größter Wunsch es ist, modern zu sein ... Dazu gehört auch die bildliche Umsetzung sexueller Begierden ... Das romantische
Duett vor Tulpen-Kulisse ist purer Sex-Ersatz. Es hüllt den Verstoß gegen den moralischen Kodex in einen betörenden Duft. Lieder im Wald dagegen symbolisieren die fleischliche Lust, vorehelichen Verkehr, Stammestänzer in Hula-Röcken, reine Körperlichkeit."
Außerdem: Im
Interview mit Saibal Chatterjee spricht der Filmemacher und Liedtexter
Gulzar über den
Verlust der Poesie in der Filmmusik. Und im Buchteil
entdeckt Nilanjana Roy den Geist Rabelais', Celines und Kafkas in einem Erzählband von Vilas Sarang.
Nur auf der Website
besingt der israelische Friedensaktivist
Uri Avnery sehr elegisch
Sarajewo, die Stadt der Grabsteine, der Toleranz und der Schönheit: "In Sarajewo kann man einfach nicht indifferent bleiben. 'Auch die
Steine in der Mauer werden schreien', schrieb der Prophet
Habbakuk (2,11). Mauern, von Kugeln durchlöchert, Ruinen, die einst Heime waren, Menschen, die markerschütternde Erzählungen mit sich tragen, als wären sie erst gestern passiert. Eine Stadt, die das Herz erwärmt und zugleich bricht."