
Diese Ausgabe ist ganz den
indischen Frauen gewidmet, die auf dem Subkontinent immer einflussreicher werden. So schaffen arbeitende Mütter eine
Mama-Industrie,
weiß Saumya Roy, weil sie ihr Geld vor allem in ihre Kinder investieren, von
vedischen Mathekursen (
Wikipedia) bis zu riesigen Geburtstagsfeiern. "In Delhi bieten Partyunternehmen eine ganze Reihe an Attraktionen an, von einem
Riesenrad für 6.000 Rupien (111 Euro) bis zu einem Darsteller, der für 3.500 Rupien Hindi-Filmschauspieler nachmacht. Der Geburtstagspartymarkt ist groß genug, dass
Cartoon Network, der größte Kinderkanal, einsteigen will. Ab nächstem Jahr wird der Sender
Power Puff Girls und
Dexter Cartoon Partys anbieten, mit Comicfiguren, Deko, Geschirr, und Geschenken für alle, mit Preisen ab 13.000 Rupien für eine Feier mit
30 Kindern." Da gibt es noch genug kleine Kunden.
In die
Riege der
12 beliebtesten Frauen wurden eine Tennisspielerin, zwei Schauspielerinnen und ansonsten nur ernstzunehmende Unternehmerinnen, Aktivistinnen und
Wissenschaftlerinnen gewählt. Bei den Männern
dominiert die Oberfläche: die öde Vorherrschaft der Schauspieler wird durch einen Fernsehjournalisten,
drei Kricketspieler und einen Sänger nicht wirklich in Gefahr gebracht.
Langsam werden auch
Künstlerinnen akzeptabel,
meldet Pramila N. Phatarphekar, die deren Sinn für Details als Wettbewerbsvorteil ausmacht. Namrata Joshi
stellt Unternehmerinnen vor, die mit sicherem Geschäftssinn und wenig Respekt vor Geschlechtergrenzen
Sicherheitsfirmen und Flugschulen gegründet haben. Und Shobita Dhar
beobachtet, dass
reiche Frauen richtig viel Geld nicht mehr nur für Kosmetik ausgeben.