
Matthieu Aikins hat sich in
Aleppo, Syrien, bei den Rebellen eingenistet und
beobachtet dort, mit welchen archaischen Mitteln die Assadgegner Bomben und Waffen anfertigen. Die mit
simplen Schleudern abgeschossenen Granaten sind dabei nicht nur für den Feind gefährlich: "Mohammed platziert ein Geschoss in dem Band und zieht es straff zurück (...) Zakaria hält ein Feuerzeug an den Zünder. Mit einem Schlag lässt Mohammed die Granate frei - doch der Winkel ist
zu niedrig. Wir hören das metallische Klirren der Bombe, wie sie die Hofmauer trifft und zu uns zurück rollt. Alle schreien und rennen durcheinander, um zu fliehen. In meiner Nähe hier im Hof befindet sich eine Doppeltür zu einem Hausflur, doch sie ist halb verschlossen und schon drängen sich drei Männer durch diesen Flaschenhals. Mir bleibt einzig das Badezimmer, in das ich mich stürze und auf dessen kühlen Fliesen ich mit meinem Gesicht entlang schramme. Ein weiterer Rebell springt auf mich, nur einen Moment bevor wir die brachiale Explosion der Granate spüren, die mich nicht als Krach, sondern als Stille erreicht. Eine ganze Minute lang ist die Welt
still. Dann höre ich langsam Stimmen von Männern, die so klingen wie ein weit entferntes Radiogeschnatter. Nach und nach stellt sich mein Gehör wieder ein, wenn auch mit einem enormen Klingeln im Ohr. Ein Wunder:
Niemand ist verletzt."
Weiteres: Ein Hauch von (mulmiger) Science Fiction: John Bohannon
porträtiert Zhao Bowen, der die genetischen Grundlagen der Hochbegabung erforschen und nutzbar machen will. Mark Yarm
trifft sich mit dem südafrikanischen Science-Fiction-Regisseur
Neill Blomkamp (
hier unsere Kritik zu seinem Debüt "District 9"), der an Los Angeles vor allem zu schätzen weiß, dass sich die Stadt
wie eine Atombombe kurz vor der Zündung anfühlt.
Gratis-
Pizza, umgangene Paywalls, frisierter Lebenslauf:
Wired gibt diverse Tipps und Tricks, um sich durchs Leben zu schnorren. Außerdem: Eine
ziemlich atemberaubende Fotostrecke aus dem Innern deutscher Atomkraftwerke.