Spätaffäre - Archiv

Für die Augen

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Spätaffäre vom 27.01.2014 - Für die Augen

Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Natonalsozialismus bringt die arte-Mediathek einen thematischen Schwerpunkt über Auschwitz. In Emil Weiss' unten eingebundener Dokumentation "Zeugnis geben über Auschwitz" kommen Überlebende des Vernichtungslagers zu Wort (78 Min.). Daneben gibt es zwei weitere Beiträge des Regisseurs: Hier sein Film über das Sonderkommando Auschwitz-Birkenau (52 Min.), hier sein Film "Die Auschwitz-Ärzte des Todes" (54 Min.).


Christopher Clarks Buch "Die Schlafwandler" über die Ursache des Ersten Weltkriegs beschäftigte in den vergangenen Monaten alle großen Feuilletons. Alexander Kluge hat sich mit dem Historiker ausführlich unterhalten: Auf dctp kann man sich die Sendung online ansehen (45 Min.).



Zum Gedenken an den vergangene Woche gestorbenen Dirigent Claudio Abbado bringt 3sat die Aufnahme eines Konzerts in der Berliner Philharmonie vom Mai 2011. (98 Min.) Unten eingebettet: Eine von Abbado dirigierte Aufführung von Mozarts Requiem vom Sommer 2012. (61 Min.) Mehr zum Tode Abbados in unserer Kulturrundschau vom 21. Januar.

Spätaffäre vom 24.01.2014 - Für die Augen

arte bringt eine Dokumentation über das Verhältnis von Pier Paolo Pasolini zu Rom. Aus dem Programmtext: "Um Pasolinis besondere Beziehung zu Rom zu erforschen, will die Dokumentation erfassen, was die Stadt ausmacht und definiert: Politik und Poesie, Freundschaft und Sex - und immer wieder das Kino." Dabei kommen auch zahlreiche Weggefährten des Regisseurs zu Wort. Laufzeit: 54 Minuten.


Mehr Kino für den Freitagabend auf arte: In voller Länge ist dort Barbet Schroeders "Die Spieler" aus dem Jahr 1983 zu sehen - über die Funktion "Version" sogar im französischen Originalton! Die New York Times meinte seinerzeit: "entertaining, weirdly elegant tale about people moving too fast, living too intensely, along the thin line that separates elation from despair." Wir wünschen vergnügliche 91 Minuten!


Zugegeben, der Ton ist nicht so toll, aber der Studentenfilm von Tamar Simon Hoffs ist nur 22 Minuten lang, und so lange kann man dem unglaublichen John Cassavetes locker dabei zuzusehen, wie er einen Haarschnitt bekommt (und noch manches andere). Regisseurin Hoffs war übrigens die Mutter von Bangle Susanna Hoffs, die hier als Mitglied der Bangs einen Kurzauftritt hat:


Spätaffäre vom 23.01.2014 - Für die Augen

In der Mediathek von 3sat finden wir die komplette Aufzeichnung von Pina Bauschs "Le Sacre Du Printemps" aus dem Opernhaus Wuppertal. Regie führte Wim Wenders: Hier (ca. 35 Min.).

Ein sehr lehrreiches Video des Herzog-Anton-Ulrich-Museums in Braunschweig. Für eine Retrospektive des manieristischen Malers Rosso Fiorentino bat der Florentiner Palazzo Strozzi um die Leihgabe der in Braunschweig (hinreißend) "Sterbenden Kleopatra". Die Rahmenkonstruktion des Bildes musste allerdings vor dem Transport restauriert werden. Das Video erzählt von dieser Restaurierung. Es dauert 15 Minuten:



Wo ist eigentlich unsere Zeit geblieben, fragt sich Dokumentarfilmemacher Florian Opitz in seinem Film "Speed - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit", den es bei arte in voller Länge zu sehen gibt. Aus dem Programmtext: Opitz "befragt Zeitmanagement-Experten, Therapeuten und Wissenschaftler über die Ursachen und Auswirkungen der chronischen Zeitnot." Mögen diese 97 Minuten Laufzeit am Ende keine verlorenen sein!


Spätaffäre vom 22.01.2014 - Für die Augen

Warum heute nichts ins Konzert? arte präsentiert eine Hommage an den polnischen "Neue Musik"-Komponisten Krzysztof Penderecki, der im vergangenen November 80 Jahre alt wurde (hier zudem ein interessantes Gespräch mit ihm). Gezeigt wird eine Gala im Warschauer Teatr Wielki. Die Aufnahme dauert 108 Minuten.

Außerdem ist der 61. Geburtstag von Jim Jarmusch ein willkommener Anlass, sich noch einmal die vielleicht schönste Episode aus "Coffee and Cigarettes" anzuschauen. (18 Min.)



"Tatort" am letzten Sonntag auch verpasst? Offenbar ein Fehler, wenn man "Tatort"-Experte Matthias Dell im Freitag folgt: Er sieht in der Episode "Todesspiel" ausnahmsweise "ein Feuerwerk der deutschen Fernsehfilmkunst, bei dem ein Kracher nach dem andern abgefackelt wird. Wenn jeder Spitzeneinfall dieser Folge (...) als Pfeil beim Dartwerfen in der Eckkneipe zum Einsatz käme - er träfe doch immer nur ins Schwärzeste." (Nachtrag, mit Dank an Ekkehard Knörer für den Hinweis: Im Kommentar löst Dell das Rätsel seiner Begeisterung auf: Alles nur, leider, Ironie, bzw. "Gegenteiltag". Schade.) Hier kann man die Folge, aus Jugendschutzgründen allerdings erst ab 20 Uhr, online sehen. (90 Min.)

Spätaffäre vom 21.01.2014 - Für die Augen

Nur noch bis morgen zu sehen: Anne Andreus schöne Dokumentation über Jean Seberg, in der man ihre Stimme hört, alte Fersehinterview zu sehen bekommt und Zeitgenossen wie Clint Eastwood über sie sprechen. In der Arte-Mediathek, 53 Minuten.

Eine weitere letzte Chance auf Arte: Benno Soukups Hommage an Arno Schmidt, die mit vielen von Schmidt selbst geschossenen Fotografien in HD aufwartet. In der FR zeigte sich Hans-Jürgen Linke davon sehr begeistert: "Das vielstimmige Porträt begnügt sich nicht mit Chronologie und Tatsachen, obwohl es in diese Hinsicht kaum Wünsche offen lässt. … Seine Poesie bekommt der Film vor allem durch das elegische Zeitgefühl, das sich in ihm ausbreitet."