Spätaffäre - Archiv

Für die Augen

95 Presseschau-Absätze - Seite 9 von 10

Spätaffäre vom 10.02.2014 - Für die Augen

Ondi Timoner betreibt im LipTV auf Youtube eine regelmäßige Gesprächssendung mit Dokumentarfilmern. Vor zehn Tagen hat sie hier ein langes Gespräch (etwa 50 Minuten) mit der Dokumentarfilmerin Jehane Noujaim veröffentlicht, in dem sie Ausschnitte über frühere Filme (etwa über den Start-up-Hype im Jahr 2000) und natürlich über ihren Film "The Square", eine Dokumentation über die Proteste in Ägypten, der heute Abend im Forum läuft - hier alle Informationen und Termine.



Noch in der Mediathek von Arte: Daniel Harrichs Reportage über eine aus der Kontrolle geratende Waffenexporte - besonders aus Deutschland (89 Minuten).
Stichwörter: Waffenexporte, Hypes, Mediatheken

Spätaffäre vom 07.02.2014 - Für die Augen

Heute beginnt die Retrospektive der Berlinale unter dem Titel "Aesthetics of Shadow" (hier Friederike Horstmanns Überblick im Perlentaucher). Eröffnungsfilm und ganz sicher ein Highlight der Reihe ist Josef von Sternbergs Stummfilm "The Docks of New York" aus dem Jahr 1928, über den Lukas Foerster gestern in der taz schrieb: "Nur für eine Nacht hat die Hauptfigur, ein von George Bancroft verkörperter Heizer, Landgang. Er entsteigt dem infernalischen, düster dampfenden Schiffsbauch, in dem er seine Tage verbringt, und stürzt sich im Hafenviertel der verruchten Nachtclubs und behelfsmäßig eingerichteten Apartments in die Liebe zu einem 'gefallenen Mädchen'. Diese Liebe setzt sich in dem späten, atmosphärischen Stummfilm am Ende durch - gegen alle Wahrscheinlichkeiten, vor allem aber auch gegen den lockenden Ruf der beiden unterschiedlichen Schattenwelten, in der die beiden Liebenden vorher zu Hause waren." Bei Dailymotion ist der Film in voller Länge und guter Qualität zu sehen. (78 Minuten)

Und noch einmal Retrospektive: Morgen Abend wird auf der Berlinale John Fords Western "Stagecoach" gezeigt, der den jungen John Wayne über Nacht zum Star machte. Hier ist ein äußerst sehenswerter Videoessay des amerikanischen Filmhistorikers Tag Gallagher zu diesem Klassiker. (via Kevin B. Lee, 25 Min.)


Spätaffäre vom 06.02.2014 - Für die Augen

Vor drei Jahren sorgte der Goldene Bär für Ashgar Farhadis Drama "Nader und Simin - Eine Trennung" auf der Berlinale für seltene Einigkeit zwischen Jury, Kritikern und Publikum, kurz darauf kam auch noch der verdiente Oscar dazu. Bis zum 12. Februar ist das Meisterwerk über den Alltag in Iran noch in der Mediathek von Arte zu sehen. (118 Min.)

Claus von Wagner und Max Uthoff parodierten zu Beginn ihres ersten Auftritts in der ZDF-Anstalt am 4. Februar im alten Bühnenbild gleich mal ihre Vorgänger Priol & Schramm. Die "Generation Satire" wolle deutlich "weniger Merkel wagen", meint Jörg Michael Seewald in der FAZ und hofft auf mehr "Pointen aus der Wundertüte". Für Irene Helmes in der SZ haben die Neuen jedoch ihren Anspruch noch nicht erfüllt, auch wenn sie mit munteren Sprüchen wie vom "Politikpräservativ aus der Uckermark" über die "Heilige Ursula von der Dauernden Empfängnis" bis hin zum "Joachim-Evangelium" austeilten. (52 Minuten)

Zapp, das Medienmagazin des NDR hat unter anderem die Debatte um Alice Schwarzer aufgegriffen, hier in der Mediathek, etwa 30 Minuten.

Spätaffäre vom 05.02.2014 - Für die Augen

Morgen beginnt die Berlinale. Aus dem Programm der letzten Jahre sind im Internet bis November wechselnde Kurzfilme zu sehen, hier gibt es einen Überblick und die ersten beiden Filme: "Traumfrau" von Oliver Schwarz (Schweiz 2012, 20 Min.) und "Whaled Women" von Ewa Einhorn und Jeuno JE Kim (Schweden 2012, 9 Min.).

Seit einem Vierteljahrhundert ist das alternative Hamburger Kulturzentrum Rote Flora umkämpft; eine Trutzburg der autonomen Szene. Rein kommen Sympathisanten, Politiker oder die Presse - wenn überhaupt - nur ganz selten. Nun durfte ein Kamerateam der 3sat-Kulturzeit hinein und interviewte einige der Besetzer (7 Min.).

Ein Klassiker des Neuen Deutschen Films beim VoD-Anbieter netzkino.de: Peter Fleischmanns "Jagdszenen aus Niederbayern" brüskierte seinerzeit die bayerische Landbevölkerung - heute gilt er als Klassiker des kontroversen Kinos.

Spätaffäre vom 04.02.2014 - Für die Augen

Zum Beginn der olympischen Winterspiele zeigt arte den ersten Dokumentarfilm über den sportlichen Wettkampf: 1928 drehte Arnold Fanck "Das weiße Stadion" in Sankt Moritz - und dokumentierte dabei auch Sporarten, die man heute bei den Spielen nicht mehr zu Gesicht bekommt. (88 Min.)


Außerdem bei 3sat: "Pussy Riot und die Kunst", ein Dokumentarfilm über Putins christliches Russland und dessen Verhältnis zur Kunst. Hier in der Mediathek (51 Min.). Sowie einige kurze Vergnügungen: arte führt durch die inszenierte Fotografie der 60er Jahre (26 Min.) und präsentiert den 23-minütigen, in Taipeh entstandenen Kurzfilm "Schatten".
Stichwörter: Mediatheken, Pussy Riot, 3sat, 1960er

Spätaffäre vom 03.02.2014 - Für die Augen

Arte schickt Günter Wallraff und Daniel Domscheit-Berg vom Chaos Computer Club "durch die Nacht" in Schweden. Auf 52 gesellschaftskritische Minuten kann man sich gefasst machen.


Im Angebot von netzkino.de finden wir den Thriller "We Need to Talk About Kevin" mit der großartigen Tilda Swinton. (108 Min.)



Außerdem bringt 3sat ein Hamburger Konzert von Ulrich Tukur in voller Länge. (91 Min.)

Spätaffäre vom 31.01.2014 - Für die Augen

"Punishment Park" ist ein wütender Science-Fiction-Film von Peter Watkins, dem großen, aufrecht linken Kämpfer des britischen Kinos, und zugleich ein Klassiker des politisierten Kinos der Zeit um 1970, gedreht im Stil einer Doku-Reportage. In einer nahen Zukunft stehen politische Dissidenten vor der Wahl: lebenslange Haft oder ein Gewaltmarsch durch den "Strafpark". Mehr zum Hintergrund des Films hier auf Wikipedia. Der Film findet sich legal bei netzkino.de und dauert etwa 88 Minuten:



Sehr hörenswert ist dieses Gespräch mit Agnes Heller, das der Amery-Herausgeber Gerhard Scheit im Republikanischen Club in Wien führte. Es geht unter anderem um den neuen und alten Antisemitismus im Westen und in Ungarn, den "Bonapartismus" der Regierung Viktor Orbáns (unter anderem warnt Heller hier vor Parallelen zu Faschismus oder Nazismus im Blick auf das heutige Ungarn) und natürlich die Situation in Ungarn jetzt (82 Min.).


Spätaffäre vom 30.01.2014 - Für die Augen

Arte bringt Yony Leysers Porträtfilm "A Man Within" über den Schriftsteller William S. Burroughs, der dieser Tage 100 Jahre alt geworden wäre. (88 Min.) Dazu passend: Beim New Yorker führt Peter Schjeldahl durch das turbulente Leben des für seine Drogensucht berüchtigten Autors. Hier das arte-Porträt:


Bei dctp finden wir einen Vortrag von Swantje Karich und Dietmar Dath (Moderation: Tilman Baumgärtel) aus der Berliner Volksbühne zum Thema "Visuelle Mündigkeit und herrschaftsfreie Bilder" (48 Min.):



In seinem "Live Web" bringt arte die Aufnahme des Pariser Konzerts der Weilheimer Indieband The Notwist vom 28. Januar. Dabei werden auch Stücke vom neuen Album gespielt, das im Februar erscheint (95 Min., via).

Spätaffäre vom 29.01.2014 - Für die Augen

Neu beim VoD-Anbieter netzkino.de: "Invincible", ein Spielfilm von Werner Herzog aus dem Jahr 2001 mit Tim Roth in der Hauptrolle. Darin erzählt der deutsche Regisseur die Geschichte eines jüdischen "Strongman", der im Nazi-Deutschland im "Haus des Okkulten" auftritt. Bright Light Films urteilte: "Herzog is filmmaker as pacifist and dreamer and moralist, a storyteller with art history at his fingertips. 'Invincible' samples and pays homage to the tragic grandeur of the photographs of Roman Vishniac, the biting satire of George Grosz's watercolors, and the prophetic mise-en-scene of director Fritz Lang. But 'Invincible' is pure, unadulterated Werner Herzog." Wir wünschen viel Vergnügen! (126 Min.)



Aufwändiges Fantasy-Spektakelkino aus Fernost: Für "Detective Dee und das Geheimnis der Phantomflammen" zeichnete Hongkong-Regisseur Tsui Hark verantwortlich, einer der Lieblingsregisseure unserer Filmkritiker Lukas Foerster und Thomas Groh. Auch Cristina Nord zeigte sich bei den Filmfestspielen in Venedig von diesem Film begeistert: Hier "können sogar die Hirschkühe Kung-Fu." In voller Länge bei arte, Laufzeit 116 Minuten.


Außerdem finden wir bei 3sat Michael Trabitzschs Film über den Künstler Max Beckmann. (91 Min.)

Spätaffäre vom 28.01.2014 - Für die Augen

2007 hat der amerikanische Sender PBS in seiner grandiosen Reihe American Masters auch ein Porträt des gestern verstorbenen Pete Seeger gedreht.




3sat
befragt Frank Schirrmacher zum Thema "Das Netz - Die große Falle?". Der Programmtext huldigt dem FAZ-Mitherausgeber aufs Unterwürfigste: "Trotz seiner prophetischen Ausführungen zur Verquickung von Ökonomie und Militär, die er vor der Snowden-Affäre machte, muss er viel Kritik einstecken - von allen Seiten." (44 Min.)

In New York wurde Alice Munro aus Anlass ihres Nobelpreises gefeiert. Sie ist allerdings ebenso wenig in New York persönlich erschienen wie in Oslo. Dafür setzte sich sie sich mit Margaret Atwood zum Google Hangout zusammen. die beiden plaudern 18 Minuten lang. Näheres berichtet Nick Davies in Mobylives.