Fast auf den Tag genau vor hundert Jahren wurden
Rosa Luxemburg und
Karl Liebknecht ermordet. Die
FAS lässt ausgerechnet den
Autor Uwe Soukup, einst Redakteur der
Jungen Welt und gern gesehener Gast beim Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen, über das Thema schreiben (
hier redet Soukup bei einem
KenFM-Talk über den "Tiefen Staat" zum Thema SPD). "
Noske, der wird schießen", überschreibt er seinen Artikel. Ob und wie genau der Sozialdemokrat
Gustav Noske an den Morden beteiligt war, kann Soukup in seinem Artikel letztlich nicht erhärten. Aber er fragt, ob die Verantwortung nicht noch auszudehnen wäre: "Zu der Frage, ob man
Friedrich Ebert, immerhin über Monate Vorgesetzter von Noske, nicht in die Kritik einbeziehen müsse, äußerte ein SPD-Sprecher, eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte sei an dieser Stelle angebracht. Geschichtliche Ereignisse müssten aber auch aus der Zeit heraus betrachtet werden: 'So hat die Parteivorsitzende die Rolle Friedrich Eberts gewürdigt, Ordnung und Recht in der jungen Demokratie durchzusetzen und
weiteres Blutvergießen zu vermeiden.' Das Blutvergießen - hatte es nicht mit den Morden an Luxemburg und Liebknecht
erst richtig begonnen? Tausende starben in den nächsten anderthalb Jahren durch Freikorps-Exzesse." Mit anderen Worten: Die SPD ist Schuld an allen kommenden Desastern?
Weiteres: In der
taz empfiehlt Stefan Reinecke eine
Reihe mit Filmen zu
Rosa Luxemburg im Berliner Arsenal-Kino. In der
SZ erinnert Benedikt Franz an die Ausstrahlung der "
Holocaust"-Serie vor vierzig Jahren, die das bundesdeutsche Publikum erstmals massiv mit der deutschen Schuld konfrontierte - die
Dritten Programme haben sich entschlossen, von ihrer heutigen Irrelevanz abzuweichen, und wiederholen die Serie in diesen Tagen.