Seit über zehn Jahren wird in den USA darum gestritten, ob
Internetdienste als "common carriers" (Netzbetreiber) oder "information service providers" (Informationsdienste) zu klassifizieren sind - ein kleiner Unterschied mit gravierenden Folgen, denn Netzbetreiber unterliegen
strengen Regeln durch die Aufsichtsbehörde FCC, während Informationsdienste sehr viel mehr Spielraum haben. Der FCC-Vorsitzende Tom Wheeler gab nun bekannt, Internetdienste von Informationsdiensten zu Netzbetreibern umklassifizieren zu wollen,
berichtet T.C. Sottek in
The Verge: "Es ist ein glanzvoller Sieg für die Verfechter der
Netzneutralität, die seit Jahren dafür kämpfen, das Internet unter den Schutz der für Netzbetreiber geltenden Regeln zu stellen - und es ist das erste Mal, dass die FCC das Rückgrat beweist, eine rote Linie zu ziehen gegenüber Konzernen wie Comcast, AT&T und Verizon, die sicherlich mit aller Macht gerichtlich dagegen vorgehen werden."
(Via
Mediagazer) Wo ist eigentlich der Unterschied zwischen
Twitter und Medien,
fragt Chris O"Brien in
Venturebeat.com. Denn
Google bezahlt nach einem neuen Deal Twitter, um Tweets in seine Suche aufnehmen zu können, während sich der Konzern bei Medien bekanntlich gegen Zahlungen wehrt. "Es gibt die Vermutung, dass Twitter
mehr Affinität mit einem Tech-Giganten wie Google hat als etwas die
New York Times. Dies könnte ein erster Schritt sein, der zum
Kauf Twitters duch Google führt, falls die Einbettung gelingt. Aber bis jetzt hatte Twitter eine gewisse Macht gegenüber Google, weil es den
Zugang zu den Tweets über seine API-Schnittstelle erschwerte. Die API-Schnittstelle und die Unmörlichkeit für Google, alle Tweets zu durchsuchen, schuf so etwas wie eine Paywall, die Google nun durch Zalhungen umgeht."