Isabella Caldart hatte für
54books über die boomende
Independent-Buchhändlerszene in Amerika und besonders New York schreiben wollen - nun muss sie
darüber schreiben, dass diese Szene
tot ist: "Dass die USA in jeder Hinsicht instabilere Sozialsysteme haben, wissen wir. Und so kam es, wie es kommen musste; die Buchhandlungen, die wegen Corona schließen mussten, entließen
von einem Tag auf den nächsten reihenweise ihre Mitarbeiter*innen, es blieb ihnen gar nichts anderes übrig. Schrecklich für die Entlassenen, die zumeist nur bis zum Ende der jeweiligen Woche bezahlt werden."
Im
Welt-Gespräch mit Richard Kämmerlings äußert sich Klett-Cotta-Verleger
Tom Kraushaar noch recht gelassen über die Lage: "Solange die Buchhandlungen geschlossen bleiben, wird es sicherlich ein schwieriges Geschäft, Bücher zu verkaufen, aber
für den Herbst planen wir normal weiter. Natürlich müssen wir die Situation beobachten und nötigenfalls reagieren."
Wenn jemand kostenlos
ein Konzert auf seiner eigenen Website streamt, um dem Corona-geschädigte Publikum etwas Gutes zu tun, sollte er
mit der Gema rechnen, falls Komponisten oder Texter sich von ihr vertreten lassen,
berichtet Birgit Walter in der
Berliner Zeitung. Die Gema vertritt zwar einerseits Urheber, aber eine sympathische Veranstaltung ist sie deshalb nicht: "Die Gema bevorzugt in der Verteilung ganz einseitig
die Spitzenverdiener unter den Mitgliedern. Schlimmer, das System ist so aufgebaut, dass auch nur diese 6.000 ordentlichen Mitglieder über die Ausschüttungen an die insgesamt 78.000 Gema-Mitglieder entscheiden können, also auch über den
strittigen Verteilungsschlüssel. Oder über die
exorbitanten Ausgaben für die Verwaltung. Die Gema-Einnahmen stiegen im letzten Jahrzehnt von gut 800 Millionen auf über eine Milliarde Euro, davon fließen 150 Millionen in die Verwaltung."