Mouhanad Khorchide sucht auf der Gegenwartsseite der
FAZ im
Koran Spuren, die es erlauben im Text selbst zwischen dem
religiösen und dem
politischen Propheten zu unterscheiden: "Mohammed zog
eine klare Trennlinie zwischen dem, was er als Gottes Gesandter verkündete, und dem, was er als
seine Meinung vortrug. Ähnliche Situationen wiederholten sich oft. Für die Gefährten des Propheten war diese Unterscheidung zwischen beiden Funktionen selbstverständlich. Dagegen betrachten islamische Gelehrte heute die Bemühungen Mohammeds in seiner Funktion als Staatsoberhaupt als Teil seiner göttlichen Verkündung."
Drei große britische Kinoketten weigern sich, vor dem neuen "Star-Wars"-Film einen Werbespot der
anglikanischen Kirche abzuspielen, weil darin das "
Vaterunser" zitiert wird,
berichten Haroon Siddique and Harriet Sherwood im
Guardian. Die Begründung der Kinoketten: Es bestehe ein Risko, dass der Spot Teile des Publikums
aufrege oder beleidige. "Die Werbung soll eine neue
Website der anglikanischen Kirche,
JustPray.uk, promoten und will die Menschen zum Gebet aufrufen. Der Film zeigt Christen, die einen Vers des Vaterunsers sagen, darunter Gewichtheber, einen Polizisten, einen Fahrgast in der U-Bahn, Flüchtlinge in einer Notunterkunft, Schulkinder, einen Trauernden an einem Grab, einen Festivalgast und den Erzbischof von Canterbury."
In einem zweiten Artikel
zitiert der
Guardian einige Reaktionen, darunter die des bekannten Atheisten
Richard Dawkins, der die anglikanische Kirche in diesem Fall unterstützt: "Wenn sich irgendjemand von so etwas Trivialem wie einem Gebet beleidigt fühlt, dann hat er es verdient."