Gut, dass es
Netzpolitik gibt. Heute
meldet Andre Meister: "Nach drei Jahren
Geheimdienst-Untersuchungsausschuss gibt es jetzt eine offizielle Version des Abschlussdokuments. Darin sind weite Textteile
geschwärzt - aber nur oberflächlich. Wir konnten die meisten Schwärzungen
rückgängig machen und veröffentlichen eine ungeschwärzte Version des Dokuments."
Netzpolitik veröffentlicht das Dokument, das der Souverän nicht lesen können sollte, als html-
Dokument und ind pdf-
Form, außerdem als pdf-
Dokument mit kenntlich gemachten ehemaligen Schwärzungen.
Constanze Kurz liest diesen Bericht für die
FAZ sehr kritisch: "
Snowdens Enthüllungen hätten hierzulande Anlass sein können, über die Transformation unserer digitalen Kommunikation in ein
geheimdienstliches Datenreservoir neu nachzudenken. Neben den Überwachungsfragen ist es dringend nötig, die Angriffe der Staatshacker zu beleuchten. Angesichts der digitalen Waffenschränke der Geheimdienste, deren Türen halb offen stehen, müsste man endlich ehrlich über die Sicherheit unserer Geräte und Netze sprechen. Doch das ist
nicht in Sicht."
In Britannien werden derzeit 30 Millionen Haushalte mit
intelligenten Zählern für den Strom- und Gasverbrauch ausgestattet. In Frankreich, wo dasselbe geschieht, hat sich bereits eine
Protestbewegung entwickelt, die befürchtet, die Zähler seien der jüngste Angriff auf die Privatsphäre der Bürger,
erklärt Patrick Collinson im
Guardian: "Lawyer Arnaud Durand claims smart meters pose health and privacy issues. He calls them a 'Trojan horse' that could harvest vast amounts of
data about our activities. Even rudimentary information has commercial value. 'For example, a telemarketing company will know if it's a good moment to call your house.' In Britain, privacy campaigners share their fears. Guy Herbert of NO2ID says: 'Smart meters are presented as an environmental and power-saving initiative. But it's a
highly surveillant model. It can tell how many showers you have had, when you are cooking, when you are in and out of the home.'"
In
Mexiko wurden die
Smartphones von Journalisten und Aktivisten ausspioniert,
berichtet Matthias Rüb auf
faz.net. Die Regierung weist jede Verantwortung von sich, aber überzeugend sei das nicht: Nach Ansicht des kanadischen Forschungsinstitut Citizen Lab "handelte es sich dabei um das
Spähprogramm Pegasus, das von dem israelischen Cyberunternehmen NSO entwickelt wurde und vertrieben wird. NSO versichert, seine Produkte
nur an Regierungen und staatliche Institutionen zur Bekämpfung von terroristischen Organisationen und von Verbrecherkartellen zu verkaufen. Es kann als gesichert gelten, dass verschiedene mexikanische Bundesbehörden zum Kundenkreis von NSO gehören und über das Spähprogramm Pegasus verfügen".