
In einer eindrucksvollen Reportage
beschreibt Robert F. Worth im Magazine die Zustände in
Libyen, wo es noch immer keine Regierung, keine Gesetzgeber, keine Provinzgouverneure, keine Gewerkschaften und keine Polizei gibt - höchstens auf dem Papier: "Was es in Libyen gibt, sind
Milizen, mehr als 60, bemannt mit Rebellen, die wenig oder gar kein Militär- oder Polizeitraining hatten, als die Revolution vor weniger als 15 Monaten ausbrach. Sie bevorzugen die Bezeichnung
Katibas oder Brigaden, und ihre Mitglieder sind allgemein als
Thuwar oder Revolutionäre bekannt. Jede Brigade hat
uneingeschränkte Autorität in ihrem Gebiet. In den Baracken - meist umfunktionierten Schulen oder Polizeistationen - findet ein gewaltiges Experiment in
Rollentausch statt: Die Wächter sind jetzt Gefangene und die Gefangenen Wächter. Es git keine Regeln und jede
Katiba hat ihre eigene Art im Umgang mit den Gefangenen. Einige haben schlicht die schlimmsten Foltern wiederholt, die unter dem alten Regime ausgeführt worden waren. Noch mehr haben dem widerstanden. Fast alle haben
Opfern die Möglichkeit eingeräumt, ihren
früheren Folterern von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu stehen, ihre Instinkte zu prüfen, die Sehnsucht nach Rache auszubalancieren gegen den Willen, Libyen in
etwas Besseres zu verwandeln als in einen Spielplatz für Verrückte."
Für die Technologieseiten haben Evelyn Rusli, Nicole Perlroth und Nick Bilton mit allen möglichen Leuten über
Mark Zuckerberg und den anstehenden
Börsengang von
Facebook gesprochen und
kommen zu der Auffassung: der Mann hat viel gelernt, heute ist er ein
guter CEO. "Als der
Instagram-Deal kurz vor dem Abschluss stand zum Beispiel, handelten Mr. Zuckerberg und Kevin Systrom den Kauf in Zuckerbergs 7-Millionen-Dollar-Haus in Palo Alto unter sich aus. Ihre Anwälte und Berater
sahen aus der Ferne zu. 'Mark und Kevin saßen draußen und aßen Steaks und Eiscreme, während die Anwälte drinnen
Game of Thrones sahen', sagt eine Person, die dabei war. 'Es blieb nicht unbemerkt', sagt diese Person weiter, 'dass
zwei Mittzwanziger allein die Bedingungen für den Kauf festlegten'. Der
Instagram-Deal unterstrich, wie Mr. Zuckerberg seine Macht in den letzten acht Jahren gefestigt hat.
Facebooks Aufsichtsrat, der wenige Tage bevor der Deal veröffentlicht wurde, eine kurze Email über den Kauf erhielt, hat ihn nie zurückgehalten."
In der
Sunday Book Review bespricht Adam Hochschild
Paul Prestons kürzlich schon von Timothy Snyder hochgelobte Geschichte des
Spanischen Bürgerkriegs.