
William Langewiesche
beschreibt detailliert die Vorbereitung und Durchführung von
Felix Baumgartners Sprung aus der Stratosphäre im vergangenen Oktober und zeichnet ein ungewohntes Bild des Extremsportlers: "In der Kontrollstation, 43 Meilen weiter westlich, im Flughafen von Roswell, New Mexico, machen sich einige der Chefingenieure Sorgen um Baumgartners
Geistesverfassung. So sehr sie ihn auch persönlich mochten und seine Gesellschaft bei einem Bier genossen, erwies er sich in der Zusammenarbeit doch als schwierig - stur, selbstdramatisierend, schlau, aber auf intellektueller Ebene unsicher, seltsam gleichgültig gegenüber der wissenschaftlichen Seite des Projekts und
emotional unberechenbar. Er war absolut nicht der Typ des coolen, gutausgebildeten Testpiloten, mit dem sie üblicherweise zu tun hatten. Einmal kehrte er dem Projekt mitten in einer wichtigen Phase den Rücken, fuhr in Tränen aufgelöst zum Flughafen und flog zurück nach Österreich."
Als
Mark Zuckerberg im Januar mit Graph Search die nächste
Facebook-Neuerung vorstellte, waren Investoren enttäuscht, die Kurse fielen. Zu unrecht,
findet Kurt Eichenwald, der eine
Revolution der Online-Werbung heraufziehen sieht - und an Medien erinnert, die ebenfalls einmal damit zu kämpfen hatten, Einkünfte zu generieren: "Monat für Monat stieg die Beliebtheit der Technologie in immer astronomischere Höhen. In nur einem Jahr explodierte die Zahl der Nutzer des kostenlosen Dienstes um 2500 Prozent, aber niemand wusste, wie sich dieses gigantische Publikum zu Geld zu machen ließe. Wir sprechen hier nicht über
Facebook, sondern über das
Radio, welches zunächst, wie jedes soziale Netzwerk, ein
finanzieller Reinfall zu werden drohte. In dieser Geschichte - und in der Geschichte der Werbung, von Zeitungen bis
Google - finden sich Lektionen, die bei der Einschätzung der Möglichkeiten von
Facebook berücksichtigt werden sollten."
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Holiday.