
Von Glück reden kann
Twitter, dass der
Hacking-
Angriff vom 15.
Juli, als eine Reihe prominenter Twitter-Accounts für einen Scam gekapert wurde, lediglich auf schnellen Gelderwerb abzielte und keine politischen Interessen verfolgte. Sollte ein vergleichbarer Angriff zu den US-Prädidentschaftswahlen stattfinden, käme dies einer
globalen Katastrophe gleich,
schreiben Nicholas Thompson und Brian Barrett. "Hausinterne Untersuchen ergaben, dass die Angreifer
die privaten Nachrichten von 36 der 130 Ziel-Accounts eingesehen haben. Im Fall von acht Opfern luden sie die unter 'Your Twitter Data' hinterlegten Informationen herunter, also unter anderem sämtliche Tweets und alle persönlichen Nachrichten, die je von diesem Account verschickt wurden. ... Ein Hacker, der sich mehr für
Spionage als für Krypto-Währungen interessiert, würde diese Art des Zugriffs lieben. Auch gibt es die Möglichkeit der direkten Disruption: Wer
Chaos am Wahltag stiften will, könnte das mit einem gut getimeten Tweet von Joe Bidens Profil aus sehr gut bewerkstelligen. Oder mit so etwas wie den 'Hacken und Leaken'-Aktionen, die Russland erst 2016 in den USA und im Folgejahr in Frankreich abgezogen hat. ...
Twitter befasst sich mit solchen Risiken derzeit
ohne einen Hauptverantwortlichen für die Sicherheit. Den gibt es seit vergangenem Dezember nicht mehr. Dennoch hat sich das Unternehmen
für die Apokalypse vorbereitet. Zwischen erstem März und erstem August hat Twitter die oben genannten und weitere Szenarien in einer Reihe von Planspielen durchgearbeitet und die Vorgehensweise für den Fall festgelegt, dass die Lage unvermeidlich außer Kontrolle gerät. Man hat Optionen überprüft und optimiert, um sicherzustellen, dass im Falle des nächsten Dammbruchs das Sicherheitsteam nicht gerade beim Angelausflug ist. Und selbstverständlich gibt es auch einen Plan dafür, was passiert, wenn der Konflikt auf der Plattform nicht von einem Hacker verursacht wird, sondern von einem Politiker oder
Präsidenten, dem gerade der Sinn danach steht,
Scheiße zu posten."
Außerdem: Clive Thompson hat
recherchiert, wie
YouTube die lange Zeit aufgrund von Empfehlungsalgorithmen florierenden Accounts von
Verschwörungstheoretikern,
Esoterikern,
Flacherdlern und
anderen Spinnern wieder kleinzukriegen versucht. Die
Trump-
Administration legt einen eisernen Willen zutage und hat sich für die Zukunft fest vorgenommen, dem
Klimawandel auch weiterhin nicht entgegen zu treten,
berichtet Adam Ferman.
Netflix, einst als Retter von bei anderen Sendern abgesetzter Serien an den Markt getreten, setzt seine Serien nun selbst
auf Grundlage kühlster Datenanalysen ab,
schreibt Alex Lee. Jason Kehe
porträtiert die Schriftstellerin
Susanne Clarke, die nach ihrem internationalen Fantasy-Bestseller
"Jonathan Strange & Mr. Norrell" 16 Jahre für ihren jetzt erschienenen zweiten Roman brauchte - auch wohl, weil sie eine schwere Phase einer psychischen Krankheiten durchleben musste. Jason Parham
stellt den
Radioarchivar Jean-Gabriel Prats vor, der alte Radiosendungen sammelt und
auf Youtube archiviert. Terry Virts
liefert außerdem wertvolle Informationen für den Fall, dass man mal den eigenen
Wiedereintritt in die Erdatmosphäre meisten muss.