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Hiltrud Häntzschel: Marieluise Fleißer. Eine Biographie

Ausgewählte Leseproben.
19.03.2007. Hiltrud Häntzschel zeichnet das Bild einer Frau, die sich allen Kategorisierungen entzieht: die ehrgeizige Autorin mit der ganz eigenen literarischen Begabung - die kompromisslos, bis zur Selbstaufgabe Liebende - die in schweren Zeiten verzweifelt ums Überleben Kämpfende - und schließlich die Erfolgreiche, die eine späte Würdigung ihres Werks erfährt. Lesen Sie einen Auszug aus "Marieluise Fleißer. Eine Biografie"
Hiltrud Häntzschel: Marieluise Fleißer
Eine Biographie

Insel Verlag, Frankfurt am Main 2007
412 Seiten, gebunden, Euro 22,80


Erscheint am 19. März 2007

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Mehr Informationen beim Insel Verlag

Zum Buch: Die junge, kaum dem katholischen Mädcheninternat entwachsene Marieluise Fleißer (1901-1974) findet Aufnahme im Kreis um Brecht und Feuchtwanger; sie macht Furore mit ihrem Stück Fegefeuer in Ingolstadt (1926) und wird zur Skandalperson in ihrer Heimat. Ihre dialektgefärbte, volksnahe Kunstsprache in Verbindung mit der sexuell aufgeladenen Atmosphäre und sozialkritischen Tendenz ihrer Stücke und Erzählungen (darunter Abenteuer im Englischen Garten und Ein Pfund Orangen) ist singulär in der Literatur ihrer Zeit. Für Jahrzehnte, bis in die fünfziger Jahre hinein, verstummt sie, zunächst in einer fast masochistisch anmutenden Verbindung mit dem exzentrischen Helmut Draws-Tychsen, danach in der Ehe mit dem Tabakhändler Josef Haindl. Erst Anfang der sechziger Jahre erfährt sie mit der Wiederentdeckung durch junge Dramatiker wie Franz Xaver Kroetz und Rainer Werner Fassbinder späten Ruhm.

Zur Autorin: Hiltrud Häntzschel studierte Germanistik und Philosophie in Heidelberg. Sie lebt und arbeitet als freiberufliche Wissenschaftlerin und Publizistin in München. Publikationen zur Exilforschung, zur Wissenschaftsgeschichte und zur Literatur der Weimarer Republik. Zuletzt: "Irmgard Keun" (2001), "Brechts Frauen" (2003); gemeinsam mit Günter Häntzschel "'Ich wurde eine Romanfigur'. Wolfgang Koeppen 1906-1996" (2006) und "Wolfgang Koeppen" (2006). Von Hiltrud Häntzschel ist zur Jubiläumsausstellung in Ingolstadt 2001 "Diese Frau ist ein Besitz. Marieluise Fleißer zum 100. Geburtstag", ein Marbacher Magazin gleichen Titels erschienen.

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