Auf der "Ereignisse und Gestalten"-Seite der
FAZ erinnert
Heinrich August Winkler an die
Spaltung der SPD vor hundert Jahren: "Die Spaltung der SPD war eine schwere Belastung der deutschen Sozialdemokratie und eine Hypothek für die von ihr erstrebte parlamentarische Demokratie. Doch zugleich war sie, so paradox es klingt, noch etwas anderes: die Vorbedingung der
ersten deutschen Demokratie, der Republik von Weimar. Ohne die Bereitschaft der gemäßigten Kräfte der Arbeiterschaft und des Bürgertums zur Zusammenarbeit wäre sie nicht zustande gekommen."
Zynisch attackiert der
Spiegel den von einem reichen Exil-Ukrainer finanzierten Film "Bittere Ernte" über den
Holodomor, den Hungermord an ukrainischen Bauern, schreibt Regina Mönch in der
FAZ. Titel des
Spiegel-Artikels "Böse Russen, guter Mäzen". Mönch dazu: "Nur gibt es für die Meinung des
Spiegels, hier würden 'alle Russen' als Schurken vorgeführt, im Film kein Indiz. Die Marodeure, die aushungern und töten, sind für die Bauern 'Bolschewisten' oder 'Sowjets' - was der historischen Wahrheit entspricht. Auch der Hinweis, ob die Hungersnot
von der Sowjetführung ausgelöst wurde, sei unter Historikern umstritten, führt in die Irre.
Nur Trolle behaupten das noch, nicht die Wissenschaft, die sich auf offizielle Dokumente stützen kann."
Außerdem: In der
NZZ porträtiert Elena Panagiotidis
Argyris Sfountouris, der 1944 als Vierjähriger das
Massaker deutscher Soldaten in Distomo überlebte.