Aufruhr bei
Facebook nach dem gestrigen Artikel der
New York Times, der der Führung von Facebook schwere Vorwürfe macht (unser
Resümee). Es geht unter anderem um die PR-Firma
Definers Public Affairs, die angeheuert wird, wenn politische Parteien oder Firmen schlechte Nachrichten über Konkurrenten oder Gegner streuen wollen. Die firma schwärzte laut
Times unter anderem für Facebook
George Soros als angebliche Quelle einer "Bewegung gegen Facebook" an. Zuckerberg hat sich gestern in einer Telefonkonferenz geäußert,
berichtet Taylor Hatmaker bei
Techcrunch: Obwohl er nicht ausführlicher zu der
Times-Geschichte habe Stellung nehmen wollen, "machte er in einem Punkt ein starkes Statement und leugnete
jede Kenntnis oder Verwicklung im Engagement der Firma Definers Public Affairs... 'Ich las davon zum ersten Mal in der
New York Times', sagte Zuckerberg, 'gleich danach rief ich unser Team an, um zu sagen, dass wir nicht mehr mt dieser Firma arbeiten.'"
turi2 verlinkt auf mehrere Artikel in amerikanischen Blogs, die die Geschichte aufgreifen.
Mashable etwa
untersucht die Reaktion auf den Vorwurf, Facebook habe früher als bekannt von
russischer Einflussnahme gewusst und die Meldung unterdrückt.
Facebook hat allerdings auch selbst auf angeblich antisemitische Taktiken seiner Gegner hingewiesen,
ergänzt Alexander Fanta bei
Netzpolitik: "Soros' Stiftung unterstützt zwei Gruppen, die sich an '
Freedom from Facebook' beteiligen, einer Kampagne gegen das soziale Netzwerk. Bei einer Protestaktion von Freedom from Facebook im Juli hielten Aktivisten ein Plakat hoch, das Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und Top-Managerin Sheryl Sandberg, beide jüdischer Herkunft, als Teil einer
weltumfassenden Krake zeigt. Das erinnert an antisemitische Motive der Nazis. Facebook meldete das der Anti-Defamation League. Die jüdische Bürgerrechtsgruppe verurteilte daraufhin die Verwendung des Symbols."
Mehr dazu auch bei
golem.de.