Dass mit dem Abgang Angela Merkels eine
fulminante Rekatholisierung der CDU eintritt, wird in den Medien kaum reflektiert. Bernd Müllender
widmet sich in einem ausführlichen
taz-Porträt ("Laschet uns beten") auch dem Aachener Milieu, dem
Armin Laschet entstammt und das von Berlin aus so exotisch wirkt. Er heiratete opportun, nämlich Susanne, die Tochter des Chorleiters
Kurt Malangré. Malangré war später Oberbürgermeister der Stadt Aachen und die deutsche Nummer 1 im
Opus Dei: "Heute stammt Armin Laschets junger Büroleiter und Einflüsterer
Nathanael Liminski, 35, aus einer hochengagierten Opus-Dei-Familie; der kürzlich verstorbene Vater Jürgen schrieb für die rechtsradikale
Junge Freiheit. Radikalkatholik Liminski würde im Fall der Fälle einer Kanzlerschaft wahrscheinlich Laschets Kanzleramtsminister. Für das elitäre Opus, dessen erklärtes Ziel es ist, die Zivilgesellschaft militant-katholisch zu unterwandern, wäre das
ein Coup. Zu Jugendzeiten spielte Armin Laschet mit dem Gedanken,
Priester zu werden. Einen sakralen Habitus hat er behalten. 'Die
Existenz Gottes kann ich nicht beweisen', sagte er 2008 im
log-in-Interview und maßt sich das Wissen an: 'Aber sie ist natürlich wahr.'"