Bücherbrief

Tag für Tag sichtet der Perlentaucher die Buchkritiken der wichtigen Medien und fasst sie in seiner täglichen Bücher-Presseschau zusammen. Einmal im Monat verschicken wir einen Bücherbrief - hier präsentieren wir die Bücher, die in der Presse besonders gut besprochen wurden und die wir selbst am liebsten mochten. Der Bücherbrief bildet auch die Basis für unser Podcast "Bücherbrief live".
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Wunderkammer abenteuerlicher Gleichzeitigkeit

Bücherbrief 12.12.2023 Zadie Smith lässt uns hinterlistig und scharf auf eine Gesellschaft blicken, die im England des 19. Jahrhunderts auf einen Betrüger hereinfällt. Pirkko Saisio erzählt von der Selbstfindung einer homosexuellen Künstlerin im Finnland der Siebziger. Sergej Lebedew betreibt russische Vergangenheitsbewältigung und entdeckt einen grotesk großen Schnurrbart. Asne Seierstad trifft zwei Afghaninnen und einen Taliban-Kämpfer. Dies alles und mehr in unseren besten Büchern des Monats Dezember.

Balladen auf dem Sprungbrett

Bücherbrief 07.06.2023 Anne Rabe rechnet in "Die Möglichkeit von Glück" mit der gewalttätigen Erziehung in der DDR ab, Andrej Blatnik erzählt herrlich lakonisch von Aufbruch und Resignation in Slowenien nach der Wende, Jan Carson lässt einen digitalen Brandstifter im fiebrigen Belfast des Jahres 2014 zündeln und Martin Schulze Wessel erzählt die russische Geschichte als von Obsessionen geprägte Imperialgeschichte. Dies alles und mehr in unseren besten Büchern des Monats Juni.

Ein tiefes Zittern

Bücherbrief 08.05.2023 Die Frühjahrsbeilagen sind inzwischen erschienen: wir haben für diesen Bücherbrief eine Auswahl der meist- und bestbesprochenen Bücher zusammengestellt. Wem das nicht genügt: Alle Bücher aus den Beilagen finden Sie hier. Was also hat der Frühling zu bieten? Salman Rushdie lockt in das feministische Reich der Königin Pampa Kampana. Olga Tokarczuk lässt in einem Lungensanatorium die Empusen los. Eine Anthologie erkundet die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs. Howard French erzählt eine Globalgeschichte von Afrika und der Entstehung der modernen Welt. Dies alles und mehr in unseren besten Büchern des Monats Mai.

Nackt und mit einem Gewehr bewaffnet

Bücherbrief 02.04.2023 Andrej Stasiuk zoomt in seinem großartigen neuen Roman auf einen winzigen Ausschnitt der Bloodlands. Teresa Präauer lädt zu einem schicken Abendessen ein. Randall Kenan erzählt vom Leben als schwarzer, schwuler Mann im Süden der USA. Uwe Neumahr lädt ins Schloss der Schriftsteller ein. Und im vielleicht wichtigsten Sachbuch dieser Saison dröseln Reinhard Bingener und Markus Wehner "Die Moskau-Connection" Gerhard Schröders und seiner "Frogs" auf. Dies alles und mehr in unseren besten Büchern des Monats April.

Freiheit im Kopf

Bücherbrief 04.03.2023 Auch der dritte Bücherbrief des Jahres ist hochkarätig besetzt: Clemens J. Setz klärt uns nahezu zärtlich über die Hohlwelttheorie auf, Virginie Despentes zeichnet ein scharfes, aber versöhnliches Bild der französischen Gegenwart, Giuliano da Empoli schaut kenntnisreich und mit literarischer Eleganz in den Kreml, Michael Thumann beantwortet alle Fragen zum russischen Krieg gegen die Ukraine. Dies und mehr in unseren besten Büchern des Monats März.

Lesestoff mit Qualitätsgarantie

Bücherbrief 06.02.2023 Ein reichhaltiger literarischer Jahresanfang liegt hinter uns: Neue Romane von Arno Geiger, Peter Stamm, Juli Zeh, Ottessa Moshfegh oder Bret Easton Ellis sind erschienen - und natürlich können wir nicht alle abbilden. Wie immer haben wir uns für die besten und wichtigsten Bücher entschieden und auch die weniger besprochenen Perlen berücksichtigt: Den Roman von Tanya Pyankova zum Beispiel, die eindringlich, surreal und aus verschiedenen Perspektiven vom Holodomor erzählt. Außerdem führt uns Peter Stamm so witzig wie noch nie durch ein verwirrendes Spiegelkabinett, Chantal Akerman begibt sich auf Liebesspurensuche und Philipp Blom zeichnet die Geschichte der menschlichen Herrschaft über die Natur nach. Dies alles und mehr in unseren besten Büchern des Monats Februar.

Taumel im Tiefwasser

Bücherbrief 12.12.2022 Zum Ende nimmt das Bücherjahr nochmal ordentlich Fahrt auf: Mohamed Mbougar Sarr schreibt eine funkelnd poetische Satire über Identität und den französischen Literaturbetrieb, Alexei Salnikow taumelt fiebernd durch das postsowjetische Jekaterinburg, Mariette Navarro verliert die Kontrolle auf hoher See, und Chelsea Manning erzählt in ihrer Autobiografie von einer doppelten Befreiung. Dies alles und mehr in unseren besten Büchern des Monats Dezember.
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