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Heute in den Feuilletons

Geistige Werte der Völker Russlands

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
10.07.2008. Die FR hat miterlebt, wie Bundespräsident Horst Köhler gerade mal nicht da war (es ging um Tibet). In der Welt erzählt Said, warum er in Berlin nicht zusammen mit einem israelischen Kollegen lesen darf. Die NZZ berichtet, dass der russische Staat künftig wieder große Spielfilme in Auftrag gibt, um die Idee des Patriotismus zu verbreiten. In der FAZ berichtet der mongolische Autor Galsan Tschinag über die Proteste in Ulan Bator. Die Zeit porträtiert den chinesischen Umweltaktivisten Wu Lihong, der im Gefängnis sitzt. Die SZ demontiert den Intendanten des Bayerischen Staatsschauspiels, Dieter Dorn.

FR, 10.07.2008

Arno Widmann war dabei, als sich Bundespräsident Horst Köhler beneidenswerterweise von den besten Fachleuten der Welt erklären lassen durfte konnte, was und wie vielgestaltig die Moderne ist: "Als der chinesische Referent, Professor Hui Wang, erklärt, dass China immer ein Reich gewesen sei und kein Nationalstaat, dass es darum auch in der Tibetfrage nicht mit der Elle des Nationalstaates zu messen sei, da ist er gerade mal weg. Hätte er da schweigend dabei sitzen dürfen? Hätte er da nicht doch 'antworten' müssen? Es war geschickt von ihm, genau an dem einzigen einigermaßen heiklen Punkt dieser neunstündigen Marathonsitzung gerade mal nicht da zu sein. Man fragt sich, ob Hui Wang erklärt hatte, er käme nur, wenn er das sagen dürfe und ob das Büro Köhler daraufhin gesagt hatte: Wir leben in einer Demokratie, da dürfen Sie sagen, was Sie wollen. Es ist schön für einen Feuilletonisten, einmal im Schloss zu sitzen und sich einen diplomatischen Kopf zu machen. Lächerlich ist es natürlich auch."

Im Interview mit Sylvia Staude spricht der Londoner Choreograf Akram Khan über seinen Weg zum Tanz, sein neues Stück "Bahok" und das Gedächtnis des Körpers: "Der Körper ist eine Art Festplatte. Er sammelt Informationen. Und selbst, wenn man sie zu löschen versucht, sind sie irgendwo da. Der Körper ist das, was du überall hin mitnimmst. Der Körper ist kulturell determiniert, je nachdem, wo du aufgewachsen bist. Er kann zum Beispiel ein religiöser Körper sein, wenn du religiös erzogen bist."

Weiteres: Harry Nutt testet für Times mager den Einbürgerungstest. Roland Mischke besichtigt das neue Ozeanuem in Stralsund. Besprochen werden Francis Ford Coppolas auf hohem Niveau gescheiterte Verfilmung des Eliade-Romans "Jugend ohne Jugend", die Comic-Verfilmung "Der unglaubliche Hulk", Neil Youngs Tourneefilm "CSNY - Deja vu", Johann Peter Hebels Geschichten "Der Schuster Rink" und Jörg Matheis' Roman "Ein Foto von Mila" (mehr ab 14 Uhr in unserer Bücherschau des Tages)

Welt, 10.07.2008

Der deutsch-iranische Autor und Kritiker des iranischen Regimes Said wollte beim Berliner Beirut-Festival im September zusammen mit seinem israelischen Kollegen Asher Reich lesen, aber die libanesische Botschaft hat diese Initiative jetzt abgewürgt: "Mir war es ja klar, dass ich dieses Zeichen der Versöhnung in meiner Geburtsstadt Teheran nicht setzen kann - dort bin ich nicht gerade willkommen. Blauäugig wie ich bin, dachte ich deshalb, Berlin wäre der geeignete Ort."

Weitere Artikel: Dieter Pilz hat sich auf Carla Brunis Internetadresse ihr neues Album angehört, wo sie bekanntlich 30 Liebhaber besingt, die ihrem jetzigen Gatten vorausgingen. Eckhard Fuhr freut sich über die Renaissance des Goethe-Instituts unter Außenminister Steinmeier und dem neuen Präsidenten Klaus-Dieter Lehmann. Hendrik Werner kommentiert die Meldung, dass Bertelsmann über eine Abschaffung seiner Buchclubs nachdenkt. Gabriela Walde begrüßt ein weiteres Sammlermuseum in Berlin - das Museum mit Werken surrealistischer Kunst aus der Sammlung Scharf-Gerstenberg im Stülerbau am Charlottenburger Schloss, also dort, wo früher das ägyptische Museum residierte. Reinhard Wengierek schreibt zum Ende der Ära Wolfgang Engel am Schauspiel Leipzig. Rainer Haubrich berichtet über Überlegungen der Stadt Paris, mit neuen Wohnhochhäusern am Rande der Stadt wieder für ein bisschen Population zu sorgen. Auf der Filmseite geht's unter anderem um den Konzertfilm "Deja Vu" mit den stets noch agilen Crosby, Stills, Nash and Young.

Im Politischen Teil liest Hannes Stein eine in der Zeitschrift Commentary veröffentlichte Studie zum Rassismus in den USA: "Zuerst die gute Nachricht: Nur noch zehn Prozent der weißen Amerikaner sind gegenüber Schwarzen grundsätzlich negativ eingestellt. Nun die schlechte Botschaft: Die Schwarzen erwidern dies keineswegs - drei Viertel von ihnen mögen die Weißen nicht."

TAZ, 10.07.2008

Der Filmproduzent Artur "Atze" Brauner wird bald neunzig Jahre alt. Mit Ulrich Gutmair spricht er über die multiethnische Metropole Lodz, den geraubten Oscar für den Film "Hitlerjunge Salomon" und Erfolg durch kalkulierten Verlust beim Filmemachen. "Ich habe mir damals gesagt: Wenn ich überlebe, dann muss ich etwas tun, für diejenigen, die tot sind. Und das sind so viele. In meiner eigenen Familie sind es 49 Personen, meine Bekannten, meine Freunde, meine Kollegen, alle, die nicht mehr da sind. Ich habe immer gesagt, wenn ich etwas Geld mobilisieren kann, dann mache ich einen solchen Film, bei dem von vornherein ein Verlust feststeht. Die Drehbücher standen immer schon parat. Mag sein, dass das eine fixe Idee war. Ich habe insgesamt 16,4 Millionen verloren bei den 21 Filmen, die ich zum Thema Nationalsozialismus produziert habe."

Weitere Artikel: "WBG" lobt Hans-Olaf Henkel für seine manchmal naive, aber enorm engagierte Lektüre des jetzt vorgestellten Bandes über die Verstrickungen der Flick-Familie mit dem Nationalsozialismus. In der zweiten taz stellt Daniel Bax den türkischen Prediger Fethullah Gülen vor, der beste Beziehungen zur AKP unterhält und von seinen fünf Millionen Anhängern zum einflussreichsten Intellektuellen der neuen Prospect-Rangliste befördert wurde. Robert Misik warnt die Minderheiten der Welt im Meinungsteil davor, sich ausschließlich als Opfer zu stilisieren.

In Russland ist jetzt erstmals ein Blogger für eine im Internet getätigte Äußerung verurteilt worden, notiert Klaus-Helge Donath auf der Medienseite.

Besprochen werden der "über weite Strecken kitschige, manchmal unbehagliche" Film von Francis Ford Coppola namens "Jugend ohne Jugend", Ira Sachs' verdaulichere und "subtile" Komödie "Married Life" sowie ein Berliner Konzert der Band Radiohead.

Und Tom.
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NZZ, 10.07.2008

Markus Ackeret informiert uns darüber, wie sich der neue russische Kulturminister Alexander Awdejew die geistige Aufarbeit des neues Russlands vorstellt: "Man solle sich doch, meinte er, die Sportförderung zum Vorbild nehmen, wo schwerreiche Unternehmer als Sponsoren aufträten. Finanzkräftige Magnaten könnten zu Museums-Vorsitzenden gemacht werden... Denn Kunst soll von Staates wegen wieder der großen Sache dienen. Awdejew bekümmert nicht nur das verfallende Kulturangebot. Auch um die Moral ist es schlecht bestellt. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Filmförderung. Künftig werde der Staat wieder direkt Kinofilme bestellen, kündigte der Kulturminister an. Dazu würden herausragende Kinoregisseure eingeladen, Projekte zu realisieren, die die Ideen des Humanismus, der Moral, des Patriotismus und anderer geistiger Werte der Völker Russlands hochhielten, sagte er."

Besprochen werden eine Schau des Architekten Dominique Perrault im Pariser Centre Pompidou, ein Busoni-Konzert mit Marc-Andre Hamelin in der Zürcher Tonhalle, Frido Manns Autobiografie "Achterbahn" und Abdourahman A.Waberis Roman "In den Vereinigten Staaten von Afrika".

Auf der Filmseite empfiehlt Thomas Binotto die Komödie "Miss Pettigrew Lives for a Day", Susanne Ostwald sichtet eine DVD-Edition mit kubanischen Filmen.

Spiegel Online, 10.07.2008

Spiegel online veröffentlicht Lothar Gorris' und Dirk Kurbjuweits Spiegel-Gespräch mit Peter Sloterdijk über die Tour de France. Sloterdijk hat zu seinem 60. Geburtstagt höchstselbst den Mont Ventoux per Fahrrad bezwungen: "Man begreift, dass das, was diese Männer leisten, alles übersteigt, was Normalsterbliche begreifen können. Das erinnert fast an ein theologisches Studium: Man braucht den ersten Grad der Einweihung, um zu verstehen, dass man nichts versteht."

FAZ, 10.07.2008

Der mongolische Schamane und Autor Galsan Tschinag ist Augenzeuge der schweren Proteste nach mutmaßlichen Wahlfälschungen am 1. Juli in Ulan Bator geworden. Er berichtet: "Wer dem Lauf einer Tragödie zuschaut, begreift einiges. Man ist überrascht, was aus einer zur Routine zählenden Protestdemonstration plötzlich entsteht: Alle schlittern hinein in den Schlund des Ungeheuers Gewalt. Der Staat ist nicht so stark, wie er sich gibt. Die Ordnungshüter werden von den Randalierern überwältigt. Soldaten, die ihnen zu Hilfe eilen, ändern daran lange nichts. Die Folgen einer blinden Verherrlichung der eigenen räuberischen Vergangenheit durch die jüngste, von heute auf morgen umgestellte Geschichtsschreibung, Kunst und Kultur zeigen sich - die jungen Menschen spielen ohne jegliche Hemmung die Rollen eines zweifelhaften Heldentums."

Weitere Artikel: Einen launigen Ritt durch Titel und Stücke des Theaters der nächsten Saison unternimmt Gerhard Stadelmaier. Hubert Spiegels Glosse bringt Kafkas Käfer, Max Brods Nachlass und eine Postkarte Tolkiens in einen Zusammenhang, der, wie er selber einräumt, bei Lichte besehen kein vernünftiger ist. Patrick Bahners erklärt, dass die Ehe-Neuregelung, die rein kirchliche Ehen möglich macht, eine Sache der Gleichberechtigung ist, da für sie, wenn wir recht verstehen, nun dasselbe gilt wie für "Hochzeitszeremonien in Moscheen": Sie "werden vom Staat als ebenso unverbindlich angesehen wie Segnungen durch Druiden oder Hexen." Oliver Bock informiert darüber, dass die nicht immer brückenfreundlich eingestellte Unesco-Welterbekommission nichts gegen eine Rheinbrücke nahe der Loreley hat. Gemeldet wird, dass das OLG München dem Einspruch Maxim Billers gegen eine Schadenersatzforderung seiner Exfreundin wegen unschmeichelhafter Darstellung ihrer Person im inzwischen verbotenen Roman "Esra" stattgegeben hat. Franziska Seng schildert die aufwändige Rekonstruktion der Anlagen um das Schweriner Schloss.

Auf der Kinoseite feiert der Regisseur Dominik Graf die CD mit Musik zu den Filmen von Alain Resnais, von "Miklos Rosza bis Hans Werner Henze" - Graf stellt aber melancholisch zugleich fest: "Auch eine Ausnahmeerscheinung wie Resnais ging den Weg der Verkleinerung seiner Filmträume zwar widerstrebend, aber letztlich genötigt durch die schwindenden Gelder für seine Pläne zwangsläufig mit... So wird auf dieser CD ungewollt auch das künstlerische Drama eines so grandiosen Regisseurs wie Alain Resnais, der einer der faszinierendsten Runderneuerer des Weltkinos war, gleich mit vertont." Bert Rebhandl schreibt zum Tod des Experimentalfilmers Bruce Conner

Ein Postscriptum zum gestern neu angefachten Kulturklatschkampf zwischen Patrick Bahners, Burkhard Müller und Jochen Hörisch gibt es auch, und zwar online: in Form einer Gegendarstellung zu einer (nicht ganz) verweigerten Gegendarstellung.

Besprochen werden eine von James Levine, der jetzt wegen einer Nierenoperation weitere Auftritte absagen musste, "schlichtweg hinreißend" dirigierte konzertante Aufführung von Hector Berlioz' "Les Troyens", Carla Brunis neue CD "Comme si de rien n'etait" (textlich überzeugend, musikalisch nicht, findet Nils Minkmar), ein Berliner Radiohead-Konzert, eine Hans-von-Maree-Ausstellung in Wuppertal, der Crosby, Stills, Nash & Young-Tourneefilm "Deja Vu", und Bücher, darunter eine Neuübersetzung von Richard Brautigans Roman "Willard und seine Bowlingtrophäen" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

SZ, 10.07.2008

Das Bayerische Staatsschauspiel ist in einer schweren Krise, diagnostiziert Christopher Schmidt: "ungesunder, inzestuöser, kameralistischer und selbstzerstörerischer könnten die Strukturen nicht sein", die dort wuchern. Und das liege an Dieter Dorn, der nach Ablauf seines Vertrags 2011 28 Jahre lang Theaterintendant in München war. "Aus freien Stücken scheint Dorn keinen Regiegott neben sich zu dulden. Fast wirkt es, als müsste das Haus dafür büßen, dass Dorns Stern jenseits von München längst untergegangen ist, indem es seine Alleinherrschaft hinnimmt. Inszeniert der Hausherr nicht selbst, muss das Ensemble jedenfalls mit mediokren Regiekräften vorliebnehmen. Dass Dorn angeblich immer nur das Wohl seines erlauchten Ensembles im Sinn hat, erweist sich dabei als Schutzbehauptung."

Weitere Artikel: Stephan Speicher stellt den "Masterplan" (was immer das ist) der Klassik Stiftung Weimar vor. Reinhard Schulz sah fünf jungen Komponisten zu, die mit roten Köpfen dem Arditti-Quartet ihre Kompositionen zu erklären versuchten. Die italienischen Intellektuellen wachen langsam auf und demonstrieren gegen Berlusconi, berichtet Henning Klüver. Susan Vahabzadeh schildert den Streit zwischen den zwei amerikanischen Schauspielergewerkschaften AFTRA und SAG. In Mainz entsteht gerade ein Deutsches Zeitungsmuseum, berichtet Volker Breidecker, allerdings seien die Mainzer damit finanziell überfordert. Norbert H. Ott bestaunt die Ottheinrich-Bibel, die gerade in der Bayerischen Staatsbibliothek in München ausgestellt ist. Johannes Wilms berichtet von Überlegungen, wie man Paris vergrößern und mehr Wohnraum schaffen kann: der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoe will es jetzt mit Hochhäusern am Stadtrand versuchen. Günter Kowa besucht das Kunstarchiv des Auswärtigen Amts und betrachtet wenig ansprechende DDR-Kunst.

Besprochen werden Neil Youngs Protestmusikdokumentarfilm "CSNY/Deja vu", Francis Ford Coppolas Film "Jugend ohne Jugend", Louis Leterriers "Der unglaubliche Hulk", Hip-Hop-, Soul- und R'n'B-CDs, die Ausstellung "Buckminster Fuller: Starting with the Universe" im New Yorker Whitney Museum und Bücher, darunter Maximilian Dorners "Tagebuch eines Behinderten" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

Zeit, 10.07.2008

Georg Blume und Jörg Binder besuchen Xu Jiehua, die Frau des chinesischen Umweltschützer Wu Lihong, der für seinen Kampf gegen die Umweltverschmutzung ins Gefängnis gesteckt wurde: "Ein Arbeiter, der ganz allein die Fabriken und die Behörden kämpfte. Seinen Namen kennen sie auch in Peking. Mehr als zehn Jahre lang hat Wu sich für den Tai-See eingesetzt, eines der größten Binnengewässer des Landes. 30 Millionen Menschen leben an seinem Ufer. An die 3000 Fabriken leitet ihre Abwässer ungeklärt in den See. Trotzdem taten die Funktionäre so, als wäre alles in Ordnung. Wu deckte auf, dass die Stadt Yixing Abwassertests fälscht. Mehr als 200 Mal zeigt er Unternehmen an, zwang Fabriken Geldstrafen auf. 'Jetzt kann er im Gefängnis darüber nachdenken, was Familie für ihn bedeutet', sagt Xu. Sie ist auf ihren Mann genauso wütend wie auf die Behörden.?

Weiteres: Anlässlich des Kinostarts verschiedener Superhelden-Filme (Hulk, Batman) stellt Sabine Horst klar, dass Superhelden absolut den Komplexitätsschüben unserer Gesellschaft - Doppelbelastung, allgemeine Verunsicherung - entsprechen. Peter Kümmel zeigt sich in der Randglosse vom jüngsten Berliner Widerstand gegen Hitler fast so beeindruckt wie von Tom Cruise-Stauffenberg, dem "größten Star der Siegernation?. Evelyn Finger verspürte an einem Schleditzer Sommertag, kurz vor dem Flughafen Halle die "elementare Wucht", die Fortschritt in eine Waffe verwandelt. Thomas Assheuer berichtet von einer Erfurter Tagung zu den bis heute nachwirkenden geistigen Umwerfungen der Achsenzeit. Thomas E. Schmidt bilanziert die ersten hundert Tage von Klaus-Dieter Lehmann als Präsident des Goethe Instituts. Konrad Heidkamp war auf dem holsteinischen Festival Jazz Baltica. Hanno Rauterberg spürt in Stralsund der Faszination von Großaquarien nach.

Auf der Meinungsseite warnt Marcia Pally vor überzogenen Erwartungen an die Außenpolitik von George Bushs Nachfolger. Im Literaturteil liest Elisabeth von Thadden Michael Sandels "Plädoyer gegen die Perfektion".