
Welche Rolle spielen die
USA in der Welt? fragt das Magazin. Kritisiert die
Cover Story noch Bushs einseitige Pläne für einen
Frieden in Nahost, "die Scharon selbst nicht besser hätte entwerfen können", und beleuchtet ein anderer Beitrag die
innenpolitischen Implikationen der neuen pro-israelischen Linie der US-Regierung, so widmet sich ein Extra-Dossier etwa dem
"Zauber", der für die allermeisten Nationen von der Stärke der einzigen Weltmacht ausgeht (
hier) oder wagt eine
Prognose im Hinlick auf ein US-Engagement
im Irak.
Im
einleitenden Beitrag des Dossiers prüft
Economist-Herausgeber Bill Emmott die Aussichten auf eine von den USA entworfene
neue Weltordnung und zieht Parallelen zum Stand der Dinge
1945: "Two immediate things make change a likelier outcome than stasis. One is that the attacks on September 11th, and the fear of more in future on an even more devastating scale, have given the United States a powerful
new motive for global activism, while persuading most other countries, whatever their snarls of criticism or resentment, not to stand in its way-at least for the time being. The second is that the actions implied by that motive are likely then to draw America into new acts and
new types of engagement, whether it likes it or not."
"Books and Arts" vergleicht zwei einander prima ergänzende
Erinnerungs-Bücher westlicher Diplomaten
über Russland. Das eine - "The Russia Hand" des Clinton-Beraters
Strobe Talbott - eine chronologische, etwas schwerfällige und selbstrechtfertigende Arbeit, das andere - "Across the Moscow River" des ehemaligen britischen Botschafters in Moskau,
Rodric Braithwaite - mit einem vergleichsweise umfassenderen, nachdenklicheren und erhellenderen Blick. Während Talbott die Leistungen (und Versäumnisse) der Clinton-Regierung und vor allem des
Jelzin-Freunds Bill herausstellt, konzentriert sich Braithwaite auf den Kollaps des russischen Kommunismus und den
Machtwechsel im Kreml. "He movingly describes Mr Gorbachev's dilemmas and, with many
first-hand anecdotes, analyses the last Soviet leader's talents and flaws with rare insight. His description of how power gradually and then with dizzying speed slipped out of
Mr Gorbachev's hands is hard to beat."
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mit der auch nach Giulianis Abgang immer noch blendenden
Verbrechensstatistik New Yorks sowie
mit der Entdeckung ganz ganz früher
Picassos: 70 000 Jahre alter, in Stein geritzter geometrischer Muster, aufgestöbert in einer
Höhle in Südafrika. Ein Schlag für alle eurozentrischen
Kulturimperialisten!