
Am Sonntag schrieb Nick Cohen in seiner
Observer-Kolumne über
Anne Marie Waters, eine Kritikerin des Kopftuchs, die ins Ukip-Lager abgedriftet ist (wo man sie fürchtet, weil man sich mit den Muslimen nicht anlegen will, unser
Resümee). Ergänzend dazu sei Charlotte Lebretons
Porträt der Komikerin
Océanerosemarie empfohlen, das zeigt, dass im rotbraunen Sumpfgelände zwischen ganz links und ganz rechts auch Platz ist für Feministinnen aus dem
postkolonialen Lager. Océanerosemarie (alias Océane Michel), die gerade eine harmlose lesbische Liebeskomödie ins Kino brachte, bekannte nicht nur mehrfach, dass sie "
nicht Charlie" sei, sie solidarisierte sich auch mit dem "Collectif contre l'islamophobie en France" (CCIF), zu dem mehrere islamistische Figuren gehören. Und sie steht den "
Indigènes de la République" nahe, einer postkolonialistischen Partei, die den anti-säkularen Diskurs auf die Spitze treibt: "Seitdem hat sie an mehreren Ereignissen im Umkreis der Indigènes teilgenommen, vor allem der 2017 gestarteten Online-
Sendung 'Paroles d'Honneur', die von dem verschwörungstheoretischen rechtsextremen 'Cercle Des Volontaires' unterstützt wird. Die Lust, subversiv zu sein und den ewigen 'Herrschenden' eins auszuwischen, lassen sie sogar den 'Antizionismus' des ehemaligen Humoristen
Dieudonné unterstützen, der zu einem Propagandawerkzeug der Iraner und Komplizen des Antisemiten Soral geworden ist. Als sie bei
Canal Plus auf den Franko-Kameruner und seinen Satz 'ich fühle mich als Charlie Coulibaly' angesprochen wird, erklärt sie ohne Zögern: 'Er ist an diese Grenze gegangen um zu sagen 'wenn ihr (
Charlie Hebdo, d.Red.) eure Witze macht, ist es Humor, und bei uns ist es gleich Verteidigung des Terrorismus'. Das ist doch
nicht uninteressant."