In der
Book Review bespricht der radikal unsichere Kantonist der Linken
Christopher Hitchens mit viel Sympathie
Bernard-Henry Levys Verteidigung einer nicht fundamentalistischen Linken, "Left in Dark Times": "Die Linke, darauf beharrt Levy, muss jede Version einer ultimativen oder apokalyptischen Geschichte ebenso zurückweisen wie verrückte Ideen, wie man den
Himmel auf Erden schaffen könne. Ein säkularer, pragmatischer Humanismus ist weiß Gott anspruchsvoll genug. Levy wendet sich gegen die Sympathien der Radikalen mit Theokratien - und mit der Theologie -, indem er Pascal umdreht, wenn er sagt, 'wir müssen eine Gegenwette eingehen, nicht auf Gottes Existenz, sondern auf seine Nichtexistenz'. Das ist der Preis der Demokratie. Die Alternative, und zwar die einzige, ist der Teufel mit seinen Legionen mörderischer Engel.' Man wird ihm da nur das beste wünschen können beim Versuch, die Linke von
ihren Dämonen zu befreien. Aber auch eine Gegenwette ist eine Wette und manchmal kann es scheinen, dass die dunklen Zeiten der Linken gerade erst beginnen."
Außerdem hat David Gates
Philip Roths neuestes Werk "Indignation" gelesen und er
staunt: "Von den jüngeren Romanen Roths bewegt sich dieses am weitesten in Bereiche des nicht Erkennbaren. Auf seine nie angeberische Art, voller genauer Alltäglichkeiten und mit gnadenlosem Skeptizismus, versucht Roth den
Himmel zu erstürmen - ein geradezu verzweifelt kühn anmutendes Unterfangen angesichts der Tatsache, dass er todsicher zu sein scheint, dass es ihn gar nicht gibt."
Star-Kolumnistin Maureen Dowd überlässt für die Samstagsausgabe
Aaron Sorkin das Feld, dem Erfinder der Fernsehserie "
West Wing". Sorkin hat einen Dialog
verfasst zwischen
Barack Obama und dem "West Wing"-Präsidenten
Jed Bartlet, der vor allem gegen Sarah Palin tobt, aber auch Aufmunterndes zu sagen hat: "Vor vier Wochen hatten Sie die beste Woche Ihres Wahlkampfs, auf die - unerklärlicherweise, das gebe ich zu - die schlechteste folgte. Und immer noch steht es
unentschieden. Sie sind ein 47jähriger Schwarzer mit einem fremdländischen Namen, der in Harvard studiert hat und für den die Liebe zur Heimat sich nicht in Anstecknadeln erschöpft und Sie liegen nicht zurück gegen einen Kriegshelden und eine Boulevardheldin. In meinen alten Augen sieht das, Herr Senator, nach einem
Fortschritt aus. Sie haben jetzt vier Debatten vor sich. Gehen Sie zurück an die Arbeit!"