
Der bekannteste französische Medienkolumnist, Daniel Schneidermann,
bekennt seine Bewunderung für den Whistleblower
Edward Snowden: "Er kennt die Risiken, die er eingeht. Er weiß, dass er ein
lebenslanges Exil in Hongkong riskiert, in einem Hotelzimmer, das kein bisschen komfortabler ist als ein Zimmer in der ecuadorianischen Botschaft in London und kaum komfortabler als eine Zelle in einem amerikanischen Militärgefängnis. Die Alternative ist die Auslieferung in die USA, oder der Zugriff der chinesischen Regierung. Er weiß es und steht aufrecht. Er will
weder Ruhm noch Geld. Er denkt, dass er getan hat, was er tun musste, denn es ist nicht anständig, die Bürger auszuspionieren."
Ebenfalls nicht unfeierlich: Pierre Haskis
Hommage auf die beiden französischen Journalisten, die in Syrien vermisst werden,
Didier François und
Edouard Elias: "Für viele Medien hat sich das
Risiko-Interesse-Verhältnis nicht mehr gelohnt, sie haben ihre Journalisten aus Syrien abgezogen. In den Medien ist eine Syrien-'Müdigkeit' zu verspüren, die auch dazu beiträgt. Dabei gibt es Gegenbeispiele, etwa die
Artikel Jean-Philippe Rémys und seines Fotografen Laurent Van der Stockt, in
Le Monde, die den Beweis für Giftgaseinsätze und damit ein neues Streitthema brachten."