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Julian Schütt: Max Frisch. Biografie eines Aufstiegs

21.02.2011. Julian Schütt hat in seiner spannend zu lesenden Werkbiografie über Max Frisch die frühen Jahre bis zum ersten Erfolgsroman "Stiller" nachgezeichnet und zeigt auf, dass Politik und Literatur keine Gegensätze sein müssen. Lesen Sie hier einen Auszug aus: "Max Frisch. Biografie eines Aufstiegs".
Julian Schütt: Max Frisch
Biografie eines Aufstiegs

Suhrkamp Verlag, Berlin 2011
592 Seiten, gebunden, Euro 24,90

Erscheint am 15. März 2011

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Klappentext: Max Frisch ist der meistgelesene Schriftsteller der Schweiz, in Deutschland verkaufen sich seine Bücher in Millionenauflage. Nun zeichnet die bisher gründlichste Biographie Frischs Aufstieg bis in die Mitte der fünfziger Jahre seines Jahrhunderts nach. Julian Schütt, einer der besten Kenner von Leben und Werk des Schweizer Autors, wertet dafür erstmals alle zugänglichen Quellen aus, darunter zahlreiche bislang unbekannte Briefe, Notate und Dokumente, und er hat mit vielen Zeitgenossen und Weggefährten des Dichters gesprochen. Lebendig und anschaulich erzählt er, wie Max Frisch zum Weltautor wurde.
Beide Weltkriege suchen ihn heim, auch wenn seine Heimat, die Schweiz, verschont bleibt. Der erste Krieg trübt die eigene Kindheit, beschädigt das Familienleben, der zweite zertrümmert sein schriftstellerisches Selbstverständnis. Fortan setzt er sich verschiedensten Realitäten aus, solange sie noch "glühende Objekte" sind: den Ruinen der kriegs­versehrten Länder genauso wie der Liebe. Er holt das exakte Beobachten nach, sodaß er bald auffällt und die Beobachteten irritiert. Es entstehen längst zu Klassikern gewordene Werke wie Graf Öderland, das Tagebuch 1946-1949 und Stiller. In ihnen zeigt Max Frisch auf einzigartige Weise, daß Politik und Literatur keine Gegensätze sein müssen - dabei geht er, der große Identitätssucher, stets vom Ich und oft vom eigenen Ich aus, obwohl er es jedesmal als Glück empfindet, wenn er sich fremd ist.

Zum Autor: Julian Schütt, geboren 1964, war Literaturredakteur der Weltwoche und Redakteur der Kulturzeitschrift Du. Er konzipierte die große Max-Frisch-Ausstellung 1998, ist Herausgeber der Bände Max Frisch. Jetzt ist Sehenszeit (Suhrkamp 1998) sowie jetzt: max frisch (Suhrkamp 2001) und arbeitet als freier Journalist und Autor in Zürich.



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