In Russland feiern die
Helden der Stalin-Diktatur fröhliche Wiederauferstehung,
berichtet Sonja Margolina in der
NZZ. Die Statue von
Felix Dserschinski etwa hat gute Aussichten, auf ihren angestammten Platz vor dem Moskauer KGB-Gebäude, von dem sie 1991 entfernt worden war, zurückzukehren: "Moskauer Kommunisten haben Unterschriften für
ein Referendum gesammelt, das über die Rückführung entscheiden soll. Anders als während des Chruschtschowschen Tauwetters steht er heute für die Idee des Ausnahmezustandes und für die
starke Hand und erscheint eher als eine "Reinkarnation" Stalins, so glaubt der Historiker Pawel Poljan. Noch schaffen es seine Denkmäler nicht bis nach Moskau. Doch in der Provinz sind sie bereits auf dem Vormarsch."
Londons Bürgermeister
Boris Johnson hat gerade ein
Buch über Churchill veröffentlicht - aber nicht, weil er sich mit ihm vergleichen will, erklärt er in der
Zeit: "
Churchill war nicht nur der Retter der freien Welt, er war zudem ein ganz und gar außergewöhnliches Individuum. Auf eine Art besaß er
übernatürliche Kräfte, die die meisten von uns sich nicht vorstellen können. Er funktionierte anders als jeder normale Mensch. Sein Kraftstoff bestand aus einer hyperdynamischen Mischung aus
Alkohol und Tabak. Ein
guter halber Liter Champagner pro Tag war normal für ihn. Dazu natürlich Wein und Brandy zu den Mahlzeiten und sieben bis acht fette kubanische Zigarren am Tag. Es gibt keinen Politiker, der zum Abend essen regelmäßig so viel trank wie Churchill und danach so hart arbeiten konnte.
Gerade abends lief er zu Höchstform auf und diktierte seine Zeitungsartikel und die zahlreichen Geschichtsbücher, für die er den Nobelpreis für
Literatur bekam." (Mehr zum Buch
in der Welt)
Außerdem: In Basel soll
Nietzsche mit einem Brunnen und einem Preis geehrt werden,
meldet Uwe Justus Wenzel in der
NZZ.