Andreas Fanizadeh
zitiert in der
taz einen Satz des
Kaisers Wilhelms II. im Exil, der offenbar zu den Beweisstücken der Historikerin
Karina Urbach in einer neuen Studie gehört - er ist
so obszön, dass man ihn kaum wiedergeben mag: "Juden und Mücken sind eine Pest, von der sich die Menschheit so oder so befreien muss. Ich glaube, das Beste wäre Gas." Die
Hohenzollern wollen einiges von dem Besitz zurück, das einst ihre Bürger für sie produziert haben. Das dürfte allerdings zumindest in den Neuen Ländern rechtlich an ihrer
Sympathie für den Nationalsozialismus scheitern, so Fanizadeh. Die Studie "Nützliche Idioten - Die Hohenzollern und Hitler" soll in den nächsten Tagen auf der
Internetplattform perspectivia.net erscheinen.
Außerdem: In diesen Tagen feiert man
Alexander von Humboldts 250. Geburtstag. Die Stadtschlossattrappe wird zwar noch nicht eröffnet, aber dafür eine von
Bénédicte Savoy kuratierte Ausstellung im Deutschen Historischen Museum, in der sich unter anderem herausstellt, das Humboldt nicht ganz so astrein
antikolonial drauf war, wie man sich das heute wünschte. Susanne Memarnia
unterhält sich darüber mit Savoy auf den Berlin-Seiten der
taz.
Hier der Hintergrund. Außerdem in der heute mal wieder unerschöpflichen
taz ein
Gespräch mit dem Archäologen
Bernhard Heeb, der im Auftrag der Stiftung Preußischer Kulturbesitz versucht, die Herkunft von
1.200 menschlichen Schädeln aufzuklären - ein Teil der noch größeren "Luschan-Sammlung". In der
Jungle Word stellen Irene Eidinger und Josefine Haubol die Frage, die die Erinnerung an den
Holocaust aussehen soll, wenn die
letzten Zeugen gestorben sind.