Mit ihrer Beschwerde gegen Google vor dem
Bundeskartellamt wollen die Verlage vor allem eines,
meint Marcel Weiß auf
Neunetz, nämlich
Google zwingen, für ihre Inhalte zu zahlen. Den nächsten Schritt kann er sich auch schon ausmalen: "Sollte die Beschwerde vor dem Kartellamt scheitern, haben die Presseverlage noch mehr Munition für ihren eigentlichen Plan. Wir armen Presseverlage können uns nicht gegen das übermächtige Google wehren, werden sie dann argumentieren. Unser Leistungsschutzrecht ist nicht durchsetzbar, werden sie in den Feuilletons analysieren. Wir brauchen
ein weiteres Gesetz, werden sie schlussfolgern."
Auch die
Buchverlage stehen auf,
meldet Buchreport.de - und zwar gegen
Amazon: "In den vergangenen Wochen hat der Börsenverein wiederholt Amazon für den Umgang mit Verlagsgruppen wie
Bonnier kritisiert. Jetzt folgen Taten: Der Verband hat nach eigenen Angaben
Beschwerde beim Bundeskartellamt eingereicht."
Detailliert
geht Astrid Herbold auf
Zeit Online den Meldungen des
Buchhandels nach, die Leser würden
Amazon allmählich den Rücken kehren und wieder in der Buchhandlung einkaufen. Herbold kann das nur in kleinsten Prozentzahlen bestätigen, die größere Verluste nicht wettmachen.
Im Leitartikel auf der Seite 1 der
FAZ möchte Eckhard Lohse dringend Schutz vor den "
Gefahren des Internets" - des Internets, nicht der Politiker, die uns mittels digitaler Technologien massenhaft ausspionieren. Im Gegenteil, gerade diese Politiker sollen"s nach Lohses Wunsch richten. Im Feuilleton fragt Jordan Mejias: Müssen wir
Angst vor Supercomputer Watson haben? Klar, Angst! Mehr Angst, mehr, mehr, mehr.
Während deutsche Institutionen
zähneklappernd in die Zukunft blicken und hoffen, sie ginge an ihnen vorbei, stutzt man in den USA über den
Rückgang der Zahl von Programmierern. Offenbar ist die Ausbildung einfach
zu langweilig und abstrakt,
erklärt Tasneem Raja im amerikanischen Magazin
Mother Jones.
Vietnam macht das zum Beispiel viel besser, musste ein Googlemitarbeiter dort kürzlich lernen. Dabei sind Computer gar nicht so abstrakt wie man denkt: "So what is
computational thinking? If you"ve ever improvised dinner, pat yourself on the back: You"ve engaged in some light CT. There are those who open the pantry to find a dusty bag of legumes and some sad-looking onions and think, "
Lentil soup!" and those who think, "
Chinese takeout." A practiced home cook can mentally sketch the path from raw ingredients to a hot meal, imagining how to substitute, divide, merge, apply external processes (heat, stirring), and so on until she achieves her end. Where the rest of us see a dead end, she sees the potential for
something new."