9punkt - Die Debattenrundschau - Archiv

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9punkt - Die Debattenrundschau vom 25.07.2014 - Internet

Europäische Datenschützer fordern, das Recht auf Vegessen auszuweiten, berichtet Friedhelm Greis bei Golem unter Bezug auf einen Artikel der Financial Times. Suchanfragen sollen jetzt nicht mehr nur bei europäischen, sondern bei allen Google-Versionen gelöscht werden. Außerdem soll Google die betroffenen Medien nicht mehr informieren: "Bislang blendet der Konzern die Anfragen nur auf den europäischen Unterseiten wie google.de oder google.fr aus. Allerdings lässt sich über die Eingabe von google.com und einem weiteren Mausklick auf eine Version wechseln, die die Suchanfragen ungefiltert anzeigt. Falls Google dies per IP-Abfrage unterbinden würde, könnte dies mit Anonymisierungstools wie Tor ebenfalls umgangen werden."

Martin Weigert kommentiert dazu auf Netzwertig: "Aus Sicht von Privatsphäre-Advokaten ist das freilich nur konsequent. Für das Internet und den freien Zugang zu Informationen wäre eine solche Vorgehensweise aber fatal. Denn wenn sich einmal eine Praxis zur weltweiten Entfernung von Links etabliert hat, die in einem Land oder einem Nationenverbund gegen Gesetze verstoßen, dann werden auch andere Staaten diese Möglichkeit beanspruchen."

Google startet ein ambitioniertes Gesundheitsprojekt, für das der Konzern Daten von Tausenden Freiwilligen sammeln will, berichtet Rich McCormick in The Verge: "Für Project Baseline will Googles Computerkapazität nutzen, um "Biomarker" zu finden, die helfen könnten, dass die Menschen bestimmten Gesundheitsproblemen vorbeugen. Bisher hat die Medizin Biomarker für späte Stadien von Krankheiten identifiziert, aber Google hofft, dass Project Baseline Daten so analysieren kann, dass Tendenzen in unseren Körpern bekämpft werden können, bevor das Leben in Gefahr ist." Der Konzern beteuert, nicht mit Versicherungen zusammenarbeiten zu wollen.

Unabhängige Autoren, die im Rahmen des Programms "Kindle Direct Publishing Select" bei Amazon publizieren, haben keine andere Option als bei "Kindle Unlimited" mitzumachen, berichtet Bradley Babendir in MobyLives, dem Blog des Verlags Melville House. Denn sie haben bei Amazon eine Exklusivitätsklausel unterschrieben, erläutert er und zitiert den Blogger Mark Coker: "Exklusivität ist toll für Amazon, aber nicht unbedingt für Autoren und Leser. Exklusivität nimmt konkurrierenden Händlern Leser, diese werden veranlasst, zur Kindle-Plattform zu gehen. Darum ist sie ein zentraler Baustein für die Ebook-Strategie von Amazon. Es ist eine langfristige Zermürbungsstrategie."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 24.07.2014 - Internet

Google weiß die Debatte um das "Recht auf Vergessen" durchaus gut für sich zu nutzen, schreibt Svenja Bergt in der taz. Denn die Diskussion um die Gefährdung der Pressefreiheit suggeriere, nicht Suchmaschinen an sich, sondern "Google ist wichtig für die Pressefreiheit". Berg sieht hier eine Gefahr, denn: "Bei der Debatte über eine mögliche Gefahr für die Pressefreiheit wird übersehen, dass die Suchmaschine bereits ohne persönliche Löschgesuche alles andere als transparent arbeitet. (...) Da werden Ergebnisse personalisiert, je nach Suchhistorie und anderen persönlichen Daten aus dem Google-Universum." Eine Offenlegung des Suchalgorithmus würde das Auffinden von Informationen nach nachvollziehbaren Kriterien ermöglichen, glaubt Berg.

Anna Biselli erzählt in Netzpolitik, wie sich Briten gegen Internetfilter wehren, die die Suchergebnisse von vornherein im Sinne der politischen Correctness filtern: "Dazu gehören neben Pornografie auch Inhalte zu Alkohol, Selbstmord, Magersucht und Politik." Und bald wahrscheinlich auch Schottland.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 23.07.2014 - Internet

Henry Steinhau findet in irights.info mit Blick auf das vage Gesetz zum Leistungsschutzrecht, das sich erst durch teure Gerichtsprozesse präzisieren soll, einen passenden Vergleich für die Arbeit der Bundesregierung: "Wer gesetzgeberische Politik so versteht, der erinnert doch stark an eine berüchtigte Handelspraxis der IT-Branche, Stichwort "Bananensoftware": wird grün ausgeliefert, soll bei den Anwendern reifen."

Netflix kommt im September nach Deutschland und wird doch nur enttäuschen, klagt Christian Stöcker auf Spiegel Online. Viel zu verwickelt sei die Rechtelage in der Filmindustrie und nichts hätte man aus der Transformation der Musikbranche gelernt. "Tatsächlich scheint sich die Geschichte zu wiederholen: Während das Internet die Konsumgewohnheiten gerade der glühendsten Fans nachhaltig verändert, gelingt es einer weiteren Branche nicht, ihren Kunden ein erschöpfendes, legales Angebot zu machen."

Weitere Artikel: Martin Weigert zitiert auf Netzwertig eine Studie, wonach Amazon bei Ebooks mit Selfpublishing-Autoren genauso viel Geld verdient wie mit Büchern der großen fünf Verlagshäuser.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 22.07.2014 - Internet

Arno Widmann denkt in der FR sehr grundsätzlich über die digitale Revolution, die - so viel vorweg - selbstverständlich unsere Gesellschaft zerstört, sonst wäre es ja keine Revolution. Widmann macht das erst mal keine Angst, doch Sorge bereitet ihm der Einzelne: Was immer ihm im Netz von Algorithmen vorgeschlagen wird, interessiert ihn eigentlich nicht. "Er fühlt sich nicht erkannt, also vergisst er das. Was er nicht vergessen sollte, ist, dass der Kaufhof am Alexanderplatz in Berlin weiß, dass er sich vorzugsweise von Schichtnougat, Joghurt und tiefgefrorenen Lachsfilets ernährt... Warum sollten die Versicherungen auf Dauer auf die Ausnutzung dieses Wissens verzichten? Nur wenn die Politik dazwischenfährt. Die Politik aber hat stärkstes Interesse an der Beschneidung der Rechte des Einzelnen. Der Kampf zwischen ihm und dem Staat ist ja ihre Grundbewegung." Sapere aude!, ruft Widmann dem Individuum am Ende zu.

Noch immer weiß man nicht, was das Gesetz zum Leistungsschutzrecht der Presseverlage eigentlich besagt, schreibt Ole Reißmann bei Spiegel Online. Eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Tabea Rößner wurde unklar beantwortet. Reißmanns Interpretation: "Das Gesetz war ein Geschenk der schwarz-gelben Koalition an die Verlage. Das mittlerweile von der SPD geführte Justizministerium will nun erst einmal abwarten, was überhaupt passiert. Von einer Verschärfung des Gesetzes, von Maas noch im Juni in Aussicht gestellt, ist nun keine Rede mehr."

Weiteres: Der TV-Anbieter Netflix, der in den USA bereits 50 Millionen Abonnenten hat, kommt im September nach Deutschland, meldet Axel Postinett im Handelsblatt. Und nach Frankreich, meldet Le Monde.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 21.07.2014 - Internet

John Biggs guckt sich für Techcrunch die Bestseller des Kindle Unlimited-Programms an, in dem man für 9.99 Dollar im Monat unter 600.000 Titeln wählen darf, und findet wie zu erwarten keine Titel der großen fünf Verlage: "Tatsächlich haben die meisten großen Verlage ja gerade daran gearbeitet, in andere Partner zu investieren. Oyster Books profitiert zum Beispiel von diesem Anti-Amazon-Gefühl, während Häuser wie Zola Books von Insidern aus der Verlagsszene gegründet wurden. Ob diese Dienste reüssieren werden, ist ein andere Frage."

Seine ganz eigene romantische Berechnung der Zeit führt Roman Bucheli in der NZZ aus. All die Apps auf seinem Handy verhindern, dass er auf Ab- und Umwege gerät: "Es zeigt mir mich als Stecknadelkopf, wo ich früher umständlich Landkarten und Stadtpläne vor mir ausbreitete und auf der Suche nach mir selber ins Sinnieren geriet über unaussprechliche Straßennamen, verwunschene Winkel oder kuriose städtische Topografien. Ich fand stets mehr als nur mich selber - und erkannte darin die Prämie für den - zugegeben: gelegentlich und zumal bei Wind und Regen aussichtslosen - Kampf mit unübersichtlich gefalteten Stadtplänen groß wie Tischtücher."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 19.07.2014 - Internet

Auch in Frankreich versetzte Amazons Ankündigung der Bücherflatrate "Kindle Unlimited" die Buchbranche in Angst und Schrecken, berichtet Philippe Vion-Dury auf Rue89.fr. Vor allem hinsichtlich kleiner schon etablierter Anbieter von E-Books - wie Youboxx - fürchtet man die rücksichtslose Gefräsigkeit des "notorischen Raubtiers" Amazon. Doch zumindest ein gute Seite hätte die Entwicklung, so Fabien Sauleman von Youboxx:"Die Piraterie von literarischen Werken nimmt rasant zu und vielleicht stellt ja das "Streaming" von Büchern eine Antwort auf diese Bedrohung dar."

(via neunetz) Bis jetzt schlägt Google sich wacker, was das "Recht auf Vergessen" angeht, meint der amerikanische Juraprof Jonathan Zittrain in seinem Blog. Aber er findet es doch immer noch mehr als fragwürdig, dass der EuGH die Entscheidung darüber, welche Informationen die Öffentlichkeit erhalten soll, in die Hände eines Konzerns legt: "To place Google in that role is to diminish Europe"s sovereign power, not enhance it, even if the role is compelled by European authorities. It turns a rights problem into a customer service issue, and one that Google and others in its position no doubt rightly disdain. If Google can process 70,000 requests, so can and should the data protection authorities. And not every public decision needs the full, lawyer-heavy trial format to be sufficient to the cause - any more than Google is using it now. This would place decisions about rights in the public sphere where they belong, and limit the scope to the sovereign"s jurisdiction, so a European decision would still not affect use beyond the relevant country-specific Google portals."

Außerdem: In der SZ präsentiert Johannes Boie warnende Beispiele dafür, wie sehr unser Leben bereits von Algorithmen bestimmt ist. In der taz präsentiert Simone Schlindwein ein positives Beispiel: Kongos Ingenieurinnen entwickeln intelligente Verkehrssysteme, um die horrenden Unfallzahlen zu senken.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 18.07.2014 - Internet

Heute bangen Wieland Freund und Marc Reichwein in der Welt um die Zukunft des Buches, nachdem Amazon mit "Kindle Unlimited" (wir berichteten gestern) nach vorne preschte und nichts als Staub und Asche hinterlässt - so zumindest die Befürchtung. Gegenüber der Welt äußerte sich Alexander Skipis, Geschäftsführer des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, und fürchtet: "Auch hier" wird Amazon "die erpresserische Kraft des Quasi-Monopolisten nutzen".

Auch Danny Crichton in Techcrunch kann Autoren durch das neue mögliche Amazon-Modell nicht gerade einen Rosengarten versprechen: "Die Preise zu senken, wird den Markt nicht vergrößern, denn die Buchpreise scheinen bei der Frage, ob jemand ein Buch lesen will, nicht der entscheidende Faktor zu sein. Aber die niedrigeren Preise werden die Einkommen der Autoren sinken lassen, denen es an Mitteln fehlt, die fehlenden Verkäufe durch andere Aktivitäten auszugleichen." Crichton glaubt darum, dass eine Zukunft in Diensten wie Patreon liegen könnte, die es Künstlern erlauben, in eine direkte Beziehung zu ihrem Publikum zu treten. Die Devise fürs Publikum: "Support and engage with the creators you love." Patrick Bahners schreibt in der FAZ und diagnostiziert in der Buchbranche bereits ein "Amazon derangement syndrome"

(Via Netzwertig) Es geht noch schlimmeres als das Recht auf Vergessen. In Frankreich ist eine Bloggerin verurteilt worden, weil sie einen unangenehmen Restaurantbesuch deutlich, aber nicht beleidigend festgehalten hat. Die Restaurantbesitzerin verklagte sie, weil die Kritik der Bloggerein weit oben bei Google stand, berichtet Herbert Braun bei Heise.de: "Das zuständige Gericht in Bordeaux hatte zwar am Artikel selbst nichts zu beanstanden, verurteilte Doudet jedoch, dessen Titel zu ändern und 1.500 Euro Schadenersatz zu bezahlen. "Diese Entscheidung erfindet das Verbrechen, zu hoch bei Google gerankt zu sein"", kommentierte die Bloggerin das Urteil.

Auch bei Bing gibt es jetzt ein Formular, um sein "Recht auf Vergessen" zu beantragen, meldet Karissa Bell bei Mashable. "Das vierteilige Formular bei Microsoft verlangt mehr Informationen als das von Google im Mai präsentierte. Die Antragsteller müssen nicht nur ihre Identität und EU-Bürgerschaft nachweisen, sondern auch Auskunft geben, ob sie eine Person des öffentlichen Lebens sind oder Führungspositionen anstreben..."

Außerdem: Google hat in diesem Quartal mal wieder prächtige Umsätze gemacht, meldet Nicole Lee bei Engagdet. Nicht erst seit Google, Amazon, NSA weiß Andrian Kreye in der SZ, dass Algorithmen unser tägliches - digitales - Leben bestimmen, deshalb fordert er das Erlernen dieser neuen "Weltsprache".

9punkt - Die Debattenrundschau vom 17.07.2014 - Internet

Amazon ist heute überall! Während die Schriftsteller noch über das jetzige Amazon klagen (siehe Efeu, hier), zündet Amazon offenbar schon die nächste Stufe der Rakete: "kindleunlimited", eine Art Flatrate für Bücher für 9,99 Dollar im Monat, Werbespruch: "Enjoy unlimited access to over 600,000 titles and thousands of audiobooks for just $ 9.99 a month." Darrell Etherington verweist in Techcrunch auf einen bei Google noch zugänglichen Amazon-Link, wo das Angebot schon dargestellt ist. Amazon konkurriert mit Diensten wie Oyster, die gerade einen solchen Service aufbauen wollten. Aber eine kleine Frage ist noch offen: Amazons "Testseiten führen keins der fünf großen Verlagshäuser auf, also auch nicht Simon & Schuster und HarperCollins, die mit Oyster bereits kooperieren. Die größten Verlage verlangen eine große (das heißt siebenstellige) Grundgebühr im voraus, außerdem müssen die Dienste jedes Mal zahlen, wenn ein konkretes Buch gelesen wird. Neuausgaben bleiben den traditionellen Verkaufswegen vorbehalten. Amazon scheint einen besseren Deal im Sinn zu haben..."

Gestern kursierten Gerüchte, dass Amazon Simon & Schuster kaufen will (wir verlinkten). Jörg Häntzschel greift diese Gerüchte heute in der SZ auf: Heute trifft Jeff Bezos den CBS-Chef Les Moonves. Simon & Schuster gehört zu CBS - und es geht um nicht weniger als die Zukunft des Buchs, meint Häntzschel. Lothar Müller schreibt auf der Tagesthemenseite der SZ außerdem über Selfpublishing, und Häntzschel skizziert Amazons aggressive Geschäftsstrategie. Heute macht Matt Asay außerdem im Readwriteweb auf eine große Geschichte in bei Businessweek.com aufmerksam: Der Amazon-Cloud-Dienst AWS "ist eines der am schnellsten wachsenden Softwarehäuser aller Zeiten."

Eduard Kaeser, publizierender Physik- und Philosophie-Lehrer,
sorgt sich in der NZZ um die sogenannte Peer-Review, das Prüfungsverfahren zur Qualitätskontrolle wissenschaftlicher Artikel. Die wird im Webzeitalter, insbesondere aber durch Open Access, immer schlechter, findet er: "Die Grauzone von pilzartig aus dem Netzboden schießenden Journalen nährt natürlich auch den generellen Argwohn, dass durch Open Access die Qualitätsstandards verwässert würden. Und um diesen Argwohn zu schüren, ist es seit einiger Zeit gang und gäbe, verdeckte Prüfungen der wissenschaftlichen Prüfer durchzuführen, indem man bei Zeitschriften Pseudostudien einreicht: "sting actions". Solche düpierende Sticheleien sorgen für hämisches Schmunzeln in der akademischen Welt (...)."

Einer Forschergruppe der Universität Singapur ist es zu verdanken, dass Charles Darwins komplette Schriften - insgesamt über vierhundert Bände - zu seiner Galapagos-Reise transkribiert und bei darwin.online als PDF-Dateien einsehbar sind, meldet Sam Machkovech begeistert bei arstechnica. Aus diesem Fundus stammt auch das folgende Bild:



Außerdem: In der FAZ ist sich die Software-Pionierin Shoshana Zuboff sicher, dass der digitale Wandel nicht unbedingt zu einem Abbau von Arbeitskräften führen muss.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 16.07.2014 - Internet

(Via @steffenmeier) Amazon betreibt mit Amazon Publishing bereits eine Reihe verlagsähnlicher Imprints. Nun berichtet Michael Kozlowski im Branchenblog goodereader.com, dass Amazon womöglich den Verlag Simon & Schuster, einen der fünf großen Verlage, kaufen will. Das könnte die Buchbranche nochmals auf den Kopf stellen, meint er: "Wenn dieser Deal gelänge, hätte Amazon mit seinen Imprints Zugang zu den physischen Buchgeschäften." Jetzt online: Jan Brandts FAS-Artikel über den Amazon-Streit in den USA, über den noch ausführlicher die New York Times berichtete (unser Resümee).

Google Plus hat den Klarnamenzwang abgeschafft, berichtet Martin Weigert in Netzwertig. Daraus folgt für Weigert mehr: "Dass der Konzern selbst keine großen Ambitionen mehr für Google+ hat, zeigt die Abwesenheit seiner Erwähnungen auf der jüngst abgehaltenen Google-Entwicklerkonferenz I/O. Der "Vater" des Projekts, Vic Gundrota, verließ das Unternehmen jüngst." Mehr zum Thema bei Techcrunch.

Außerdem: In Netzpolitik stellt Andre Meister kurz den Dienst HiddenFromGoogle.com vor, der Inanspruchnahmen des "Rechts auf Vergessen" dokumentieren will. Lawblogger Udo Vetter dokumentiert einen Fall, wo Google einer Anfrage zum "Recht auf Vergessen" nicht stattgegeben hat, sondern sich auf öffentliches Interesse am Suchergebnis beruft. Pirat Christopher Lauer beschreibt in der FAZ, was ausländische Geheimdienste allein aus Google-Anfragen von Behörden oder Ministerien ablesen können. Ebenfalls in der FAZ warnt Melanie Mühl vor dem Zugriff Googles auf unsere Gesundheitsdaten. Johannes Boie berichtet in der SZ, dass Ministerien die Veröffentlichung heikler Dokumente auf Internetseiten nicht mit dem fadenscheinigen Hinweis auf das Urheberrecht verhindern können, wie im Fall der Seite FragDenStaat.de versucht.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 14.07.2014 - Internet

(Via Carta) Es ist keineswegs so, dass Google keine Konkurrenz hat, schreibt Marcel Weiß auf Neunetz: "Facebook - und nicht irgendeine neue Suchmaschine - stellt eine Disruption des googleschen Geschäftsmodells dar. Facebook ist eine riesige, immer größer werdende schwarze Box, in die Google nicht hineinschauen kann. Und Facebook bekommt Arten von Daten, die Google nicht erlangen kann. Und Facebook verdient sein Geld mit Werbung, wie Google."