(
via Netzpolitik) In
Le Monde berichtet Hélène Bekmezian, dass Frankreichs Nationalversammlung eine
Enquete-Kommission zur Digitalisierung gegründet hat. Sie soll einen roten Faden in die Gesetzgebung zum Recht auf Vergessen, Datenschutz, digitaler Ökonomie und Cyberkriminalität bringen. Ihr werden unter anderem auch
Edwy Plenel, früher Chef von
Le Monde und heute von
Mediapart, und
Philippe Aigrain, Mitbegründer des Aktivisten-Blogs
La Quadrature du net angehören.
Die
FAZ widmet eine ganze Seite dem Thema
Digitalisierung und Gesundheit. Christopher Lauer von den Piraten nimmt die
Health App von Apple auseinander, die alle Körperfunktionen speichert und damit natürlich auch, wer welche Krankheiten hat. Das werden nicht nur die spüren, die
krank sind und plötzlich für bestimmte Dinge
mehr bezahlen müssen, sondern auch diejenigen, die sich
gar nicht erst vermessen lassen. Denn das "werden die sein, die etwas zu verbergen haben: Sie sind
verdächtig."
Thad Starner, Chefentwickler von
Google Glass, erklärt im
Interview mit der
FAZ, dass er ein "Fundamentalist" in Sachen
Privatsphäre sei: "Mir geht es aber nicht darum, die technischen Möglichkeiten des Endgeräts zu beschränken, sondern um einen gesellschaftlichen
Verhaltenskodex, sich ethisch korrekt zu verhalten. Und das bedeutet für mich, Geräte möglichst so zu entwickeln, dass sie ein solches Verhalten begünstigen."
Putin soll
Hunderte von Trollen beschäftigen, die hauptamtlich in Kommentaren die öffentliche Meinung beeinflussen sollen - überall in der westlichen Welt. Julian Hans
berichtet für die
SZ aus Moskau über die russischen PR-Spezialisten der "Agentur zur Analyse des Internets": "Die Firma mit Sitz in Sankt Petersburg beschäftigte zuletzt bis zu
600 Mitarbeiter. Ihre Hauptaufgabe: Meinungen im Internet im Sinne des Kreml zu manipulieren. Etwa eine Million Dollar ließ sie sich das zuletzt kosten, pro Monat. Das belegen interne Dokumente und E-Mails leitender Mitarbeiter der Agentur, die eine Gruppe
anonymer Informanten im Internet zugänglich gemacht hat."
Lesen und Schreiben verändern sich im Internet,
meint Malte Lehming im
Tagesspiegel und versucht tapfer, nicht kulturkritisch zu klingen: "Das Ringen mit der Sprache, das Stellen der Schrift, wird zunehmend ergänzt, manchmal ersetzt durch das Ringen mit Aufmerksamkeitsdefiziten, Ignoranz, dem allzu raschen Versinken im Wörterbrei. Die Zahl der Facebook-Likes und Twitter-Follower wird zum zusätzlichen Gradmesser für Relevanz. Wer
schreibt,
bleibt. Wer schreit und schreibt, bleibt länger."