
In der Titelgeschichte macht sich der britische Publizist
Christopher Hitchens (mehr
hier) (
"Die Akte Kissinger") an die Legende
Winston Churchill. Doch selbst Hitchens, der bisher so maches Denkmal vom Sockel gehoben hat, muss zugeben, dass er Churchill höchstens ein paar Stufen
tiefer stellen würde. Der Text selbst ist nicht in Netz gestellt, dafür ein
Flashback - eine Zusammenfassung mit Verweisen auf weitere Churchill-Artikel: "According to Hitchens, though he does deserve recognition for having been the
only world leader to defy Hitler for reasons of
principle as opposed to
self-interest, Churchill was, to a much greater extent than has been generally acknowledged, a
bumbling, impulsive, bombastic and frequently
drunk political climber who would
abandon any past
allegiance that might hinder his upward trajectory."
Jonathan Rauch
erkundet die Lehre von der
künstlichen Gesellschaft, die aus der Verbindung von Sozialwissenschaft und Informatik hervorgegangen ist. Per
Computer lassen sich nunmehr sämtliche gesellschaftliche Entwicklungen bis zur Dynamik von
Völkermorden simulieren: "Die Wissenschaft von den künstlichen Gesllschaften steckt noch in ihren Kinderschuhen. Ob
Spielzeug-Genozide jemals zum Verständnis realer Völkermorde beitragen, mag dahingestellt sein. Aber das Feld blüht... Forscher schaffen Cybermodelle ehemaliger Indianergesellschaften in Mesa Verde, Colorado, und im Oaxaca-Tal in Mexiko, sie schaffen virtuelle polynesische Gesellschaften, sie setzen
Kriminalitätswellen in künstlichen Stadtvierteln in Gang, sie lösen Preisschocks in künstlichen Finanzmärkten aus... Mir scheinen die frühen Ergebnisse dieser Wissenschaft zu belegen, dass
social engineering niemals so effektiv sein wird, wie
Liberale hoffen, aber auch nicht so plump wie
Konservative behaupten." Im Netz kann man sich die verschiedenen
Animationen hier ansehen. Und merkwürdigerweise hat
Atlantic auch mit seinem eigenen Autoren ein
Interview geführt.
Außerdem im Netz: Ein riesiger
Report von Trevor Corson über den bedrohten
amerikanischen Hummer: Sind Hummer überfischt? Die Lobstermen sagen nein, aber sie können es nicht beweisen: "Lobstermen know their resource
more intimately than do many other kinds of fishermen, and they feel justified in telling the government that lobsters are doing well enough to be left alone. The trouble is that lobstermen tend not to have
advanced degrees and scientific data to back up their claims, so their opinion carries little weight." Aber nun kommen Gelehrte in Atom-U-Booten und wollen ihnen helfen.
Ferner: die
Kurzgeschichte "Raw Material" von
A.S. Byatt sowie die
Buchkritiken "New and Noteworthy. Weitere Artikel beschäftigen sich damit, wie
Richard Nixon vom eigenen Generalstabschef
ausspioniert wurde, und mit
Cross-Dressern: heterosexuellen Männern, die Frauenkleider tragen.