Wired pflegt eine unheilbare romantische Liebe für Meisterverbrecher. Diesmal
erzählt Joshua Bearman die Geschichte des
Meisterdiebs Gerald Blanchard, der unter anderem den
Sissi-Stern im Wiener Schloss Schönbrunn klaute. Gesehen hat er das gut bewachte Stück bei einem offiziellen Besuch mit seiner Frau und seinem Schwiegervater. Keine lange Planung! Noch im Schloss "fing er sofort an zu arbeiten, fing er jedes Detail des Zimmers mit seiner Videokamera ein". Am nächsten Tag hatte er das Schmuckstück. "Später gelangte der Sissi-Stern im Beatmungsgerät einer Tauchausrüstung in seine Heimatstation in Kanada, wo Blanchard versammeln würde, was die Ankläger später in Ermangelung einer besseren Bezeichnung die
Kriminelle Blanchard Organisation nennen würde. Blanchard, der aus seinem enzyklopädischen Wissen über
Überwachung und
Elektronik schöpfte, wurde ein kriminelles Meisterhirn. Der Sissi-Stern war der Raub, der ihn von einem erfolgreichen und erfahrenen Dieb in einem kriminellen Virtuosen verwandeln sollte. 'Durchtrieben, clever,
hinterhältig und kreativ', wie ihn ein Ankläger nennen sollte, entzog sich Blanchard jahrelang der Polizei. Aber schließlich machte er einen Fehler. Und dieser Fehler sollte zwei Beamte der bescheidenen Polizei von Winnipeg, Kanada, auf einen wilden Trip durch die
High-Tech-Gaunerei in Afrika, Kanada und Europa führen. Mitch McCormick, einer der Untersuchungsbeamten aus Winnipeg, sagt: 'Wir hatten so etwas niemals vorher gesehen.'"
Wie wird das
Ipad und wie werden in seinem Gefolge andere Tablet-Computer die Welt verändern?, fragt
Wired in einem faszinierenden Dossier. Steven Levy
sieht die Entstehung dieser neuen Geräte zunächst auch als Episode im Kampf der Giganten
Apple mit seiner Zugangskontrolle und
Google mit seinem Traum von der Wolke: "Apple will lieber die makellose Ordnung der Autokratie als die chaotische Freiheit eines offenen Systems." Außerdem
entwickeln einige Netzvordenker Visionen für den Tabletcomputer.
Kevin Kelly zum Beispiel
sieht ihn eher als
Kamera: "Wenn jemand durch den Bildschirm zu dir spricht, bewege den Bildschirm und er wird dir den
Raum des Anrufers zeigen... Viele sehen den Bildschirm als einen vielfarbigen, hochauflösenden E-Reader, aber dieses Sehgerät handelt ebenso sehr von
bewegten Bildern wie von Text. Man kann damit nicht nur betrachten, sondern auch machen, und es wird als tragbare Kinoleinwand dienen, möglicherweise 3D-tauglich. Du wirst mit der
Leinwand 'filmen'! Es wird sowohl die Buch- als auch die Filmindustrie neu definieren, denn es schafft ein transmediales Gerät, das Buch und Video verschmelzen wird. Du kannst
Fernsehen lesen, Bücher betrachten, Filme berühren."