
Mit dem
Kindle-Fire, Amazons frischem Konkurrenzprodukt zum iPad, könnte sich
Jeff Bezos endgültig als
Techie-Star etablieren,
mutmaßt Steven Levy in einem um ein Interview ergänztes Feature über Amazons CEO: "Nach 15 Jahren nahe an der Spitze des Tech-Haufens ist sein Profil nicht so vergleichbar übergroß wie das anderer Internetinnovatoren. (...) Doch das könnte sich ändern. Nach und nach bemerken die Leute, welche
weiten Teile des Webs auf Amazons Clouddiensten aufbauen. Und Industriebeobachter deuten Amazons Einstieg in den Tablet-Wettbewerb als weiteres Indiz dafür, dass es sich bei Bezos womöglich um einen
Technologen ersten Ranges handelt, eine Figur, die so große Schatten wirft wie die Legenden
Bill Gates oder der späte
Steve Jobs."
Das "Art Genome"-Projekt
Art.sy könnte den
Kunstmarkt gehörig aufrollen,
findet Shahan Mufti. Und zwar soll der Service anhand der Ermittlung der
ästhetischen "
DNA" eines Bildes ähnliche und vergleichbar gefällige Bilder zusammenstellen: "Innerhalb der hermetischen Beschränkungen des globalen Kunstmarkts, der noch immer so verfährt wie im 19. Jahrhundert, hat
Carter Clevelands Technologie das Potential, vergleichbare Transformationsprozesse einzuleiten wie seinerzeit das
Telefon. Derzeit sind Galerien und Auktionshäuser noch immer die einzigen Orte, wo die Spitzentitel oder selbst noch die mittleren Titel (also alles, was sich im fünfstelligen Bereich oder darüber verkauft) der schönen Künste Interessenten zum Kauf angeboten werden. Sollte Art.sy erfolgreich sein, könnte dies einen der letzten Bereiche des Kulturlebens umstülpen, die von der
digitalen Revolution bislang weitgehend unberührt blieben - und damit nicht nur die Art verändern, wie Kunst verkauft wird, sondern auch welche und an wen."
Weiteres: Benjamin Wallace
schildert den Auftstieg der E-Währung
Bitcoin aus dem Geiste der
Kryptografie, sowie deren hype-bedingten Niedergang (
hier im übrigen eine sehr interessante Radiosendung zum Thema "elektronische Währung" aus dem CRE-Podcast). Spannend zu
lesen ist Mike Kesslers Feature über IT-Wunderkind
Christopher Soghoian (
Website), der es sich zur Aufgabe gemacht,
Sicherheitslücken im Netz und bei Telekommunikationsunternehmen ausfindig zu machen. Brian Raftery
porträtiert Regisseur
David Fincher, den er auf dem Set der US-Neuverfilmung von
Stieg Larssons "Verblendung" besucht hat. Steven Levy
erinnert sich an seine zahlreichen Interviews und Begegnungen mit
Steve Jobs (dazu
gibt es zahlreiche Würdigungen in Notizform aus unterschiedlichen Businessbereichen).