Elias Hirschl: SchleifenFranziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…
Hannelore Cayre: Das Meisterstück
Zur Autorin: Hannelore Cayre, geboren 1963 als Tochter einer österreichischen Mutter - was den nicht allzu französischen Vornamen erklärt - ist Strafverteidigerin, schreibt Romane und lebt mit ihrer Familie im 19. Arrondissement von Paris. Davor war sie Finanzchefin bei einer Filmproduktionsfirma und nebenbei Filmemacherin, ihr Kurzfilm "Albertina a magri" wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Allerdings fing das Finanzwesen an, sie zu langweilen; die Juristerei hingegen wurde ihr immer faszinierender. Cayre spezialisierte sich auf Strafrecht und wurde Pflichtverteidigerin - genau in dem Milieu, das sie in ihren Romanen um den Anwalt Christophe Leibowitz beschreibt: an den Rändern der Gesellschaft, dort, wo man als Honorar manchmal in Naturalien bezahlt wird - eine Kiste Tomaten, Knoblauch oder Hühner. "Als Strafverteidigerin in Creteil arbeitet man mit und in dem Milieu, das aus der Immigration entstanden ist", sagt sie und findet dieses Milieu faszinierend und spannend.