Vorgeblättert

Harro Zimmermann: Friedrich Sieburg - Ästhet und Provokateur

27.08.2015. Kaum ein Publizist verkörpert die Kontinuität des Journalismus von der Weimarer Republik über die Nazizeit bis in die frühe Bundesrepublik schlagender als Friedrich Sieburg, der mit seinem Buch "Gott in Frankreich?" das deutsche Frankreichbild prägte. Harro Zimmermann legt bei Wallstein eine Biografie Sieburgs vor, aus der wir das Kapitel "Im Zentrum des feuilletonistischen Zeitalters" vorabdrucken.
Harro Zimmermann: Friedrich Sieburg - Ästhet und Provokateur
Eine Biografie

Wallstein Verlag, Göttingen 2015, 488 Seiten, 34,90 Euro

Erscheint am 4. September

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Zum Inhalt: Eine Biografie des glänzenden Stilisten und bedeutendsten konservativen Literaturkritikers der frühen Bundesrepublik. Friedrich Sieburg gehörte zu den intellektuellen Gründungsvätern der Bundesrepublik, doch sein Vermächtnis hat man bis heute kaum wahrgenommen. Dieser "sonderbare Kopf" (Thomas Mann) war ein Schriftsteller und Journalist von europäischem Format, der sich mit der rheinischen Provinz-Republik anfreunden musste, ein als Nazi-Kollaborateur Verfemter, der sich zum Propagandisten einer neuen, reizbaren Bürgermoral wandelte. Friedrich Sieburg entwickelte einen konservativen Avantgardismus mit oppositionellem Temperament und versuchte aus den ideologischen Zerklüftungen des 20. Jahrhunderts Geisteskräfte zurückzugewinnen für die Zivilisierung der Deutschen in einem künftigen demokratischen Europa. Zimmermann berücksichtigt eine große Zahl unbekannter Archivalien zu Sieburg und bietet in seiner essayistischen Biografie das komplexe Bild einer schillernden Persönlichkeit.

Zum Autor: Harro Zimmermann, geboren 1949, war Kulturredakteur bei Radio Bremen und Professor für Neue Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bremen.

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