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Leseprobe zu Luca Turin, Tania Sanchez: Das kleine Buch der großen Parfums. Teil 2

28.01.2013.
PARFUMBESPRECHUNGEN

Preise
€€€€ teurer als 160 Euro
€€€ zwischen 81 und 160 Euro
€€ zwischen 41 und 80 Euro
€ unter 40 Euro

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Chinatown (Bond No. 9) Gourmand-Chypre €€€
Die sympathisch kühne Firma Bond No. 9 hat ihr erstes und bisher einziges Meisterwerk geschaffen. Diese Komposition des jungen Aurélien Guichard (Sohn des großen Jean von Roure, jetzt Givaudan) gehört zu jenen Düften, die so unmittelbar, bezwingend, unwiderstehlich gut riechen, dass die einzig vernünftige Reaktion Liebe auf den ersten Schnupper ist. Chinatown wirkt seltsam vertraut und zugleich völlig überraschend, als wäre der Text eines Lieblingsliebeslieds zu einem neuen Gedicht umarrangiert worden, ebenso ergreifend, aber unabhängig von den ursprünglichen Absichten des Autors. Einerseits greift Chinatown auf klassische, hochmütig grüne Chypres wie Cabochard, Givenchy III und das erste Scherrer zurück, andererseits hat es eine seltsame, beinahe medizinische Note, die an den Trockenfrüchte-Geruch von Prunol erinnert, von dem einem der Mund wässrig wurde - eine ursprünglich von Edmond Roudnitska für die damalige Firma von De Laire komponierte Base. Die Kombination schafft ein prekäres, doch ganz und gar überzeugendes Gleichgewicht von Distanz und Entge genkommen und suggeriert eine höchst charmante Persönlichkeit, vor der man sich gleichwohl hüten sollte. Manche finden den Duft zu süß. Für meine Nase riecht es wie in der Ecke eines kleinen französischen Ladens im Sommer, exakt dort, wo sich der Geruch von Bohnerwachs mit dem reifer Pfirsiche verbindet. Ein Schatz in einem wunderschönen Flakon. LT

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Cristalle (Chanel) Zitrus-Chypre €€
Duft-Taxonom Michael Edwards, dessen Klassifikationsschema alle anderen in den Schatten stellt, ordnet Cristalle unter die spritzigen Zitrusdüfte ein. Das ist zweifellos korrekt, doch die Faszination dieses Dufts besteht darin, dass es, wie eine Zwischenform, die den evolutionären Prozess der Verwandlung einer Spezies in die andere sichtbar macht, auch zu den grünen Chypres gehört (frisch-moosiges Holz in Edwards' Schema). Als Zitrus ist Cristalle viel zu ernst, als Chypre fühlt es sich an wie ein ungewöhnlicher Morgen (womöglich ein Morgen danach). Es hat so etwas Sachlich-Forsches, dass man sich vorkommt wie nach einer Nacht mit einer hinreißenden Fremden: Sie ist bereits angekleidet und geschminkt, gibt zum Abschied ein Küsschen auf die Wange und hinterlässt als Visitenkarte nur eine Wolke Cristalle. Wunderschön. Und etwas beängstigend. LT

2011: Die kantige Schönheit der Galbanum-Zitrus-Kopfnote, einer Art Ikosaeder-Limone, ist jetzt so scharf, dass man damit Papier schneiden könnte, bei gleicher Gestalt. Meine diskreten Erkundigungen veranlassen mich zu der Überzeugung, dass die Qualität des Galbanum verändert wurde, ausnahmsweise zum Besseren. Grandios wie eh und je. LT

Cuir de Russie (Chanel) Lederluxus €€€
Ledernoten in Parfum sind im Großen und Ganzen auf zwei Rohmaterialien zurückzuführen, auf rauchigen, rektifizierten Birkenteer und tintiges Isochinolin, Ersteres natürlich, Letzteres synthetisch. Sie werden nicht unbedingt gleichzeitig verwandt, Cuir de Russie beinhaltet nur das erste. Rektifiziert ist ein höfliches Wort für »gekocht« - noch heute wird der Saft von Birken in Ländern wie Russland und Kanada, wo der Baum im Überfluss zu finden ist, in großen Tiegeln gekocht, bis er schwarz wird und duftet. Die Ergebnisse sind ziemlich disparat, aber immer köstlich komplex: Beim Rösten zündelt minutenschnell die Chemie. Leider ist die Verwendung von Birkenteer von der EU eingeschränkt worden, und meine bange Frage war, welche Auswirkungen das auf Cuir de Russie habe. Die Antwort lautet: geringe. Dieser superbe Duft riecht noch immer genau so, wie er riechen sollte: für mich wie das Innere des 1954er Bentley Type R meines Stiefvaters, auf dessen Rückbank ich als Kind allein saß und mit dem Mahagoni-Klapptisch in der Rückenlehne spielte. Bemerkenswert daran ist, dass dieser schwere Lederduft durch das Zusammenwirken von Stoffen erzielt wird, die nichts mit gegerbter Tierhaut zu tun haben: Ylang, Jasmin und Iris, die sich jeweils in den Kopfnoten bemerkbar machen. Es hat viele Düfte namens Cuir de Russie gegeben, allesamt zu süß oder zu rauchig. Hier ist das Original, ein unversehrtes Monument klassischer Parfümerie und die reinste Emanation von Luxus, die je in einer Flasche Platz fand. LT

2011: Das Rauchige ist weniger süß und einen Hauch weniger animalisch, als wäre der Birkenteer in Teilen durch etwas Saubereres ersetzt worden, das mehr zur Kohle tendiert, wie zum Beispiel Cypriol. Auch hat die Herznote einen Tick weniger pudrige Süße, wahrscheinlich aufgrund der Sandelholz-Anpassung. Insgesamt wirkt der Duft ein bisschen agiler und maskuliner. LT

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Diorella (Dior) holziges Zitrus €€
Diorella kam 1972 heraus, sechs Jahre nach Eau Sauvage, und trägt alle Merkmale von Edmond Roudnitskas gereiftem Stil à la Parfum de Thérèse: ein satter, holzig-blumiger Akkord, süß und belebend zugleich, sehr abstrakt und keinem Geschlecht eindeutig zuzuordnen. Mein Versuch, das Unverkennbare an Roudnitskas Stil für mich selbst zu definieren, ergab lediglich, dass es nach Kräutern riecht, nach Vitamin B und Limone. Ich wagte es nicht auszusprechen, aber es hatte etwas seltsam Fleischiges. Ich fragte meine Co-Autorin: »Wenn Guerlain ein Dessert wäre, welches Gericht wäre Diorella?« TS war unbeeindruckt: »Vietnamesischer Rindfleischsalat«, sagte sie, für meine Begriffe so frevlerisch wie auf den Punkt. Diorella war als Damenduft gedacht und war der Inbegriff von Bohemien-Chic mit einem eigenartigen Hauch überreifer Melone, elegant und dekadent zugleich. Die moderne Version, fraglos im Einklang mit allen gültigen Gesundheits- und Sicherheitsgeboten seit dem Untergang des römischen Reiches, ist trockener und maskuliner als damals. Das ist nicht verkehrt, ich habe Diorella stets als perfektioniertes Eau Sauvage betrachtet - und als einen der besten Herrendüfte, die für Geld zu haben sind. LT

2011: Was kann man noch tun außer nutzlose, rührselige Briefe zu schreiben mit der Frage, ob es möglich sei, heimlich ein paar Gallonen das alten, verbotenen Stoffs zu kaufen, unter dem Tisch, als skandalöse, moralisch fragwürdige Schmuggelware, wie Delfinleberpastete. Dieser einst außergewöhnliche Duft, scharf wie Säure und zugleich ein wenig schmierig, erhielt seinen Charakter durch einen wundervoll üppigen, fast schon öligen Zitrusduft, einen unverfroren schlampigen Jasminduft, die herbe Bitterkeit von Eichenmoos, ein Stück Melone zur Verzierung und einen andauernden Eindruck von schmutziger Wäsche. Niemand macht François Demachy, den Chef-Parfümeur von Dior, dafür verantwortlich, dass es aufgrund der Allergen-Vorschriften schwierig geworden ist, Zitrusöl, Jasmin und Eichenmoos zu verwenden. Das alte Diorella mag in dem netten grünen Zitronentee, den er angerührt hat, noch herumgeistern, doch man braucht Phantasie, es zu sehen. TS

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Dune (Dior) frisch orientalisch
Vergessen Sie Vorstadthorror, vergessen Sie all die Pseudo-»noirs« von Angélique bis Orris. Echte, bedrohliche Dunkelheit findet man nicht in Posterposen von Elternschreck Alice Cooper, sondern in diesem entzauberten, damenhaften Juwel. Vage inspiriert vom fünf Jahre älteren hervorragenden Venise (Yves Rocher, 1986), hat Dune Chancen auf den Titel der düstersten Schönheit der Parfumgeschichte. Vom Start weg steuert es auf den eigenartig unverdaulichen Billigschokoladen-Fond zu, der schon Must, Allure und tausend andere auszeichnete, wobei dieser hier von allen der beste ist, dissonant, aber spannend. Der Weg dorthin allerdings ist außergewöhnlich, von einer verführerischen Transparenz, ja Frische, insbesondere in den Anis-Möhrensamen-Kopfnoten. Schwer zu benennen, was Dune von Kopf bis Fond so humorlos macht: als hätte sich jeder Parfum-Akkord zu einem Ligeti-Cluster gewandelt, lebensleer und fleisch farben im unheimlichen Sinne künstlicher, nicht echter Gliedmaßen. Fabelhaft. LT

2011: Die Kopfnote ist jetzt plastikartig fruchtig-blumig. Doch keine Sorge: Nach ein paar Minuten findet man die alte Weite wieder, endlos noch immer, im fahlen Licht einer tiefen, geschlossenen Wolkendecke. TS

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Envy (Gucci) grün blumig €€
Maurice Roucel hat ein Händchen für Parfums, die von der geisterhaften Präsenz einer Frau heimgesucht zu sein scheinen: Lyra war eine resolute, heisere Pariserin, Tocade eine braungebrannte Amazone, frei wie der Wind. Roucels Düfte besitzen noch ein weiteres Markenzeichen, nämlich die Spontanität des ungeschliffenen Diamanten. Gerät er in die Marketingmühle, kommt es vor, dass sich Roucels Stil nicht entfalten kann und zu hervorragenden Pastichen klassischer Düfte neigt: 24, Faubourg, L'Instant, Insolence. Envy ist meines Wissens der einzige Fall, in dem das Gleichgewicht zwischen Roucels Zauber und der wirklichen Welt ein Produkt hervorgebracht hat, das wie ein Diamant zur Vollendung sowohl Hitze als auch Druck benötigte. Soweit ich mich erinnere, wurde Envy so lange Paneltests unterzogen und so oft von Roucel modifiziert, bis es Pleasures ausstach, das sich damals auf der Höhe seines Ruhms befand. Amüsante Vorstellung, dass ein solcher Vergleich von Äpfeln und Birnen als sinnvoll angesehen werden konnte. Allerdings hat dieser Prozess die Frau in Envy so weit gezähmt, dass sie nun himmlisch und spießig zugleich ist und auch noch jene unterdrückte Wut mitbringt, die ein solches Wesen empfinden muss, wenn es als Floristin in Eastern New Jersey wiedergeboren wird. LT

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L'Heure Bleue (Guerlain) Ein Hauch von Dessert €€
Volkstümlich gesprochen hatte das zwanzigste Jahrhundert Mahler und L'Heure Bleue, wir haben Enya und Fleurs d'Oranger (L'Artisan Parfumeur, Lutens usw). Der Geniestreich von L'Heure Bleue besteht darin, die frische, seichte, sonnige Orangenblüte in einer Hauptrolle zu besetzen und von zwei Titanen flankieren zu lassen: Eugenol (Nelke, Gewürznelke) und Jonone (holzige Veilchen). Ihr Chor entfaltet eine unerklärliche Praliné-Wirkung, bei der einem, ähnlich wie bei der Gianduja, dieser tödlichen Leckerei von Torino, das Wasser im Munde zusammenläuft. Hier zeigt sich der virtuelle Patissier Guerlain auf der Höhe seines Könnens, mit einem Duft, der stundenlang gleichsam kulinarischen Genuss verheißt, ohne auch nur einen Schritt auszulassen. Falls Sie Rotkäppchen sind und der hungrige Wolf gerade geklingelt hat, ist dies das Richtige für Sie. LT

2011: Eine gutaussehende Fremde ist hereingekommen und hat behauptet, Ihre Liebste zu sein. Sie sind ihr nicht böse, denn sie ist offensichtlich verwirrt; die Damen sehen sich ja kein bisschen ähnlich. Sie bleiben sitzen und warten geduldig auf Ihren Schatz. Die Dämmerung bricht herein, Abend für Abend, und die Fremde lächelt und wartet, dass Sie vergessen. Können Sie? TS

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Insolence eau de parfum (Guerlain) Godzilla blumig €€€
In ihrem Eifer, Angel zu kopieren, verloren die meisten Parfumhäuser den Grund seines Erfolgs aus den Augen, der nämlich nicht nur auf den Duft zurückzuführen war - diese eigenartige Mischung aus Patchouli, Zuckerwatte und schwarzer Johannisbeere -, sondern auch auf die Wirkung, den Ta-ta!-Effekt, das euphorische Staunen darüber, dass ein derart hanebüchenes Parfum reüssieren kann. Das erste Insolence kam nah dran, nur dass der Schock von einer Veilchen-Haarspray-Kopfnote verdorben wurde, über die es beim Radschlag auf die Bühne stolperte. Als die PR-Abteilung von Guerlain anbot, mir das neue Insolence EdP zu schicken, erkundigte ich mich, ob sich die Formel geändert habe. Die junge Frau am Telefon bejahte mit vielsagendem Glucksen. Und mein lieber Scholli, ist das anders. Guerlain hat endlich beschlossen, dass dieses Ding gar nicht erst versuchen sollte, vornehm zu sein, und leistet sich einen der köstlichst vulgären Düfte, die es heute auf dem Markt gibt. Maurice Roucels seriöse Kompositionen sind stets komplex, aber hier passiert so viel wie auf einem Actionfilm-Plakat aus den Siebzigern, wo rechts ein Hubschrauber über einem brennenden Gebäude schwebt, in der Mitte zwei Autos über einen Pier ins Wasser stürzen und links eine junge Frau im weißen Kleid von einem Kerl aus dem Sumpf gezogen wird - und das Ganze vor einem feuerspeienden Vulkan. Der Akkord setzt sich aus Tuberose, roten Früchten, Orangenblüte und einer grünpfeffrigen Poême-artigen Note zusammen, die sich hier nahtlos einfügt. Alle vier sind Schwergewichte, und die Kombination ist einfach wuchtig. Auf den Sprühknopf von Insolence EdP zu drücken, hat etwas Verwegenes, Unumkehrbares, Verhängnisvolles, auch wenn er nicht auf Sie gerichtet ist. Ich habe etwas auf einen Duftstreifen gesprüht, ihn auf dem Tisch liegen lassen und bin zum Lunch gegangen. Das Parfum ist mir hinterhergelaufen: Etwas davon hatte sich auf meinen Handrücken verirrt, genug, um mich in eine neon-pinke Trashwolke zu hüllen. Ich kam mir vor, als ließe ich mich in einer Stretchlimo ins Eckcafé chauffieren. Bei meiner Rückkehr begrüßte mich der Streifen lautstark quer durch den Raum. Ich weiß, ich werde meine Worte noch bereuen (vor allem, wenn ich beim Essen oder im Konzert daneben sitze), aber dieses Insolence ist ein Meisterwerk. LT

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Timbuktu (L'Artisan Parfumeur) holzig-rauchig €€
Bei meiner ersten Begegnung mit Timbuktu in einem der Artisan-Geschäfte beging ich den Fehler, daran zu schnuppern, nachdem ich einigen meiner Lieblinge wie Dzing! und Vanilia aus der älteren und jüngeren Geschichte der Firma guten Tag gesagt hatte. Als ich mich endlich Timbuktu zuwandte, war meine Nase erschöpft und ich fand es nichtssagend, beinah geruchlos. Trotz allem nahm ich es zur weiteren Begutachtung mit nach Hause. Wie falsch ich gelegen hatte! Timbuktu ist vermutlich das erste echte Meisterwerk dessen, was ich in Anlehnung an die Nouvelle Cuisine Nouvelle Parfumerie nennen möchte. Diese Schule, deren Hauptvertreter Jean Claude Elléna und Bertrand Duchaufour sind, zeichnet sich durch vollständige Transparenz aus, durch einen ungewöhnlich großen Anteil hochqualitativer Naturstoffe und etwas, das sich am ehesten als Abwesenheit der Blechbläser im Orchester beschreiben lässt. Diese Orchestrierung für Saiten- und Holzblasinstrumente bringt Parfums hervor, die niemals laut werden. Timbuktu beginnt mit einem ungeheuer melodiösen und berührenden Auftakt aus Vetiver, Sandelholz und Weihrauch, der leise scheint, bis man merkt, dass ein Spritzer das ganze Haus mit einem unerwarteten, kaum wahrnehmbaren, jedoch geradezu infraroten Schimmer holziger Frische erfüllt, wie ein modernes Soundsystem, das Musik in alle Räume leitet. In diesem Ausmaß hat noch kein Parfum Abstrahlung vor Wirkung den Vorzug gegeben. Der zentrale Akkord von Timbuktu schafft etwas Unerhörtes: einen anhaltend holzigen Ton ohne das schrille Basisnotenkreischen moderner Synthetika. Bertrand Duchaufour erklärte mir, diese Wirkung verdanke sich zum Teil der Verwendung eines seltenen indischen Öls namens Cypriol. Nachdem ich mir einige Proben von Robertet besorgt habe, kann ich bestätigen, dass Cypriol, extrahiert aus dem Gras Cyprus sacriosus, beeindruckend ist: eine rauchige Note ohne eine Spur von Öligkeit oder Teer, der holzige Duft eines knisternden Lagerfeuers. Aber Duchaufour hat sein Licht unter den Scheffel gestellt: Keine einzelne, unverarbeitete Ingredienz »schafft« jemals ein Parfum, die Anerkennung für diese meisterliche Komposition gebührt ihm allein. Timbuktu ist das einzige moderne Parfum, das, wenn auch auf völlig anderem Weg, die belebende, euphorische Frische repliziert, die erstmals 1888 von Paul Parquet in Flaschen eingefangen wurde, und zwar in Form des obsoleten, jedoch unsterblichen Fougère Royal. LT

Informationen zu Buch und Autoren hier

Mit freundlicher Genehmigung des Dörlemann Verlags