Friedrich Schmidt porträtiert auf den politischen Seiten der
FAZ die Sankt-Petersburger Journalistin
Ljudmila Sawtschuk, die undercover in einer "
Fabrik der Trolle" arbeitete und im Auftrag des Kreml
Desinformation im russischen Internet verbreitete: "Zu großer Form liefen die Blogger nach dem Mord an dem Oppositionspolitiker
Boris Nemzow auf. Eine Anweisung am 28. Februar, dem Tag nach der Tat, lautete: "Wir kommen zu dem Schluss, dass der Mord an dem Oppositionellen Nemzow der Regierung nicht nutzt, dass offensichtlich eine Provokation dahintersteckt." Eine weitere: "Wir bilden eine
negative Einstellung zu Vertretern der Opposition, die versuchen, politische Vorteile aus dem Tod des Kampfgefährten zu ziehen.""
In der
taz referiert Svenja Bergt die Ergebnisse einer Studie, nach der die schwache
Netzneutralität für die europäische Wirtschaft einen
Wettbewerbsnachteil darstellt: "So geht die Studie davon aus, dass Start-ups, die den Tech-Giganten aus dem Silicon Valley etwas entgegensetzen könnten, es schwerer hätten, auf den Markt zu kommen. Das
Ungleichgewicht der beiden Märkte würde dadurch weiter verstärkt. Verschärft würde der Effekt durch die im Vergleich zu den USA heterogene Struktur Europas... Auch der Breitband-Ausbau würde eher langsamer vorangehen. Schließlich hätten die Anbieter der Infrastuktur dann eher ein Interesse daran, sie knapp zu halten - um innerhalb der
knappen Bandbreite priorisierte Zugänge verkaufen zu können."
Außerdem
erläutert Svenja Bergt, wie die
Filterblasen bei Google und Facebook den Status Quo zementieren - etwa am Beispiel von Googles Jobbörse: "Nutzer, die von Google als männlich identifiziert wurden, bekamen mit höherer Wahrscheinlichkeit
hochbezahlte Führungsjobs angeboten als solche, die als weiblich identifiziert wurden."