Mit Papierfliegern, die sie zu einem festgelegten Zeitpunkt aus den Fenstern warfen, protestierten Russen letzte Woche gegen die Abschaltung des beliebten - weil gegen Ausspionierung abgesicherten - Messenger-Dienstes
telegram.org,
berichtet Ingrid Lunden bei
Techcrunch: "Der Papierflieger-Start war eine kleine Flashmob-Wendung in einem 'digitalen Widerstand', der sonst vor allem online ausgetragen wird. Im Moment sind aber
18 Millionen IP-Adressen in Russland unerreichbar, nur um Telegram zu blockieren. Und in der jüngsten hat
Google uns mitgeteilt, dass auch seine Dienste betroffen sind. So weit wir hören, sind
Google-Suche, Gmail und Push-Mitteilungen für Android betroffen."
Der Vorwurf stand schon seit der Befragung
Mark Zuckerbergs im Raum:
Facebook hat in Entwicklungsländern oft noch fatalere Wirkungen als in der westlichen Öffentlichkeit. Amanda Taub und Max Fisher
haben für die
New York Times in Sri Lanka recherchiert, wo Ausschreitungen von
Buddhisten gegen Muslime über Facebook angestachelt und organisiert wurden: "Basierend auf Interviews mit Behördensprechern, Opfern und gewöhnlichen Nutzern in ihrer Online-Wut, hat die Rekonstruktion der Ereignisse ergeben, dass der Newsfeed von Facebook
eine zentrale Rolle bei fast jedem Schritt spielte,
vom Gerücht bis zum Mord. Facebook-Offizielle, so heißt es, haben wiederholte Warnungen vor dem Gewaltpotenzial ignoriert und widersetzten sich der Forderung, Moderatoren anzuheuern und Kontaktstellen für Notfälle einzurichten."
Michael Homberg
besucht für die
NZZ eine
Kirche in San Francisco, die heute als riesiger
Datenspeicher für das
Internet Archive dient: "Die Wayback Machine ist das Herzstück dieses Archivs. Sie erlaubt dem Nutzer eine Zeitreise, einen Blick zurück in die Frühphase des Internets. Heute sind
rund 310 Milliarden Seiten archiviert, eine Milliarde kommt wöchentlich hinzu. Darüber hinaus bietet das Archiv mittlerweile Sammlungen von Texten, Magazinen und Büchern, Audiodateien, Videos, Bildern und Software. Über tausend Bücher werden täglich in zwanzig Zentren auf vier Kontinenten digitalisiert."