9punkt - Die Debattenrundschau - Archiv

Religion

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9punkt - Die Debattenrundschau vom 17.01.2019 - Religion

In der Kölner Zentralmoschee hatte Ditib zur Pressekonferenz geladen, um den neu gewählten Vorstand vorzustellen und nebenbei die Medien zu attackieren, schreibt Christian Parth auf Zeit Online. Bevor Nachfragen gestellt werden konnten, etwa zur Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden Ahmet Dilek, dem nach dem Putschversuch in der Türkei vorgeworfen wurde, die Bespitzelung von deutsch-türkischen Gülen-Anhängern beauftragt zu haben, wurde die Pressekonferenz mit dem Verweis, es sei längst Zeit für das Mittagsgebet, beendet. Auch sämtliche Hoffnungen auf mehr Transparenz und Öffnung in der Zukunft zerschlugen sich bald, so Parth: "Der neue Vorsitzende, Kazim Türkmen, hat schnell klargemacht, dass diese Deutung vorschnell war. Neuanfang, das sei nach den turbulenten Jahren in erster Linie die Rückkehr zur theologischen und seelsorgerischen Basisarbeit, die auch aufgrund der überwiegend negativen Berichterstattung sehr gelitten habe. Und Neuanfang sei auch die volle Konzentration auf die Anerkennung als Religionsgemeinschaft und Körperschaft des öffentlichen Rechts, um die sich der Verband seit Langem und bislang vergebens müht. Die Botschaft lautet also: Ditib will seinen Wirkungsgrad erhöhen und seine Macht als größter Player innerhalb der muslimischen Verbände in Deutschland weiter ausbauen."
Stichwörter: Ditib, Gülsen, Putschversuch

9punkt - Die Debattenrundschau vom 14.01.2019 - Religion

FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube hat neulich einen sehr langen Artikel über den Religionsunterricht an den Schulen vorgelegt (unser Resümee). Der Soziologe Wolfgang Sander hat daraus herausgelesen, dass Kaube die "Aufhebung der Bindung des Faches an die Kirchen durch einen eher religionskundlich ausgerichteten Religionsunterricht" befürworte. Sander fürchtet in einer Replik in der FAZ, dass so der Laizismus die Oberhand gewinnen könnte, und der Ethik-Unterricht als Ersatz gefällt ihm auch nicht: "Das Fach 'Ethik' wurde in den siebziger Jahren als Ersatzfach für Schüler eingerichtet, die aus dem Religionsunterricht austreten, nicht zuletzt, um dem Austritt den Anreiz zusätzlicher Freistunden zu nehmen. Den Charakter dieser Ersatz- und Verlegenheitslösung ist es nie losgeworden, auch da nicht, wo es - wie in Ostdeutschland - von der Ausnahme zum Regelfall geworden ist."

In der Türkei darf die erste christliche Kirche seit 1923 gebaut werden, meldet Frank Nordhausen in der FR. Zwar gibt es in der Türkei Religionsfreiheit, doch wurde sie für nicht-muslimische Glaubensbekenntnisse immer wieder unterlaufen. "Die türkische Regierung greift regelmäßig in die Auswahl der orthodoxen Kirchenführer ein und erwartet unbedingte Loyalität." Was die neue Kirche angeht, dankte der assyrische Metropolit Yusuf Cetin "ausdrücklich Präsident Recep Tayyip Erdogan und anderen hochrangigen Beamten für ihre Unterstützung, und er beteuerte pflichtgemäß die historisch oft bezweifelte Loyalität der christlichen Gemeinschaften zum Staat. 'Trotz der Herkunft aus verschiedenen Religionen und ethnischen Wurzeln schlagen alle Herzen für unsere Türkei', sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. 'Wir sind stolz darauf, in diesem Land unter türkischer Flagge zu leben.'"

In Deutschland sieht das ganz anders aus, erfahren wir von Alexander Fröhlich und Susanne Vieth-Entus im Tagesspiegel am Beispiel der mit Hilfe saudischer Gelder gegründeten Berliner Al-Nur-Moschee, die als Salafistentreff eingestuft ist. Loyalität mit dem deutschen Staat ist hier kein Thema. Kinder und Jugendliche werden hier "ungestört von den Behörden unterrichtet": "'Die betreffenden Angebote sind dem Senat insbesondere weder durch eine Erlaubnispflicht noch im Zuge einer Förderung bekannt geworden', heißt es in einer Antwort der Innenverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des SPD-Politikers Tom Schreiber. Daher lägen dem Senat auch 'keine Erkenntnisse' über Auswirkungen und Verdachtsfälle vor, ob Kinder und Jugendliche salafistisch indoktriniert würden, heißt es in der Antwort. ... Die Leiterin der benachbarten Neuköllner Grundschule, Astrid-Sabine Busse, schätzt, dass etwa ein Drittel ihrer 650 Schüler am Wochenende zum Unterricht in das Jugend- und Familienzentrum der Moschee gehen. Sie berichtet, dass die Schülerinnen, die mit schwarzem Kopftuch zur Schule kämen, immer jünger seien. Im Unterricht mit ihnen über ihren Körper zu sprechen, werde immer schwieriger. Busse kritisiert zudem, dass der Unterricht der Moschee abgeschirmt von der Öffentlichkeit sei."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 10.01.2019 - Religion

Braucht es in Deutschland wirklich eine Moscheesteuer? Susanne Schröter, Leiterin des Frankurter Forschungszentrums Globaler Islam, lehnt das im Interview mit der Zeit rundheraus ab - jedenfalls solange die Auslandsfinanzierung von Moscheen in Deutschland erlaubt ist. Zudem würden mit einer Moscheesteuer die muslimischen Verbände als Körperschaften öffentlichen Rechts anerkannt werden: "Diese Anerkennung wollen alle islamischen Gemeinschaften, weil der Körperschaftsstatus mit Privilegien und beträchtlichen Zuschüssen verbunden ist", so Schröter. "Man sitzt dann in Gremien wie dem Rundfunkrat und ist gleichberechtigter Partner für den Religionsunterricht. Kurzum, die Verbände bekämen sehr viel mehr Einfluss, obwohl einige von ihnen politisch wie religiös so problematisch sind, dass sie vom Verfassungsschutz beobachtet werden: etwa die Deutsche Muslimische Gemeinschaft, die dem Umfeld der Muslimbrüder zugeordnet wird und dem Zentralrat der Muslime in Deutschland angehört."

Als Antwort auf die Bemühungen der Bundesregierung, einen europäischen Islam zu fördern, lud die türkische Religionsbehörde Diyanet lieber selbst zu einem "Treffen der europäischen Muslime" in der neu eröffneten Ditib-Zentralmoschee in Köln ein, an dem auch zwei Vertreter der Muslimbrüder teilnahmen, melden Susanne Güsten und Andrea Dernbach im Tagesspiegel. Der Chef der türkischen Religionbehörde, Ali Erbas, widersprach dort erneut der Vorstellung eines europäischen Islams. Und: "Laut Programm der Kölner Tagung, das dem Tagesspiegel vorliegt, wurden die Panels - ausschließlich mit Männern besetzt - praktisch vollständig von hohen Diyanet-Bediensteten geleitet. Nach Angaben geladener Gäste war es bis kurz vor der Konferenz auch nicht zu bekommen. Die Veranstaltung wurde nicht an die deutsche Presse kommuniziert. Kölns parteilose Bürgermeisterin Henriette Reker zeigte sich 'äußerst irritiert' über die Veranstaltung. Vor wenigen Wochen erst habe die Ditib ihr ihre Öffnung Richtung Stadtgesellschaft zugesichert; diese Veranstaltung in der Verantwortung der Ankaraer Behörde widerspreche dem aber 'ganz offenkundig'." Auch der Kölner Bezirksbürgermeister Josef Wirges (SPD) wusste laut Welt nichts von der Veranstaltung.

In seinem Blog kritisiert der Kölner Autor Eren Güvercin "türkeistämmige Identitäre, die krampfhaft an der Legende dichten, dass Muslime, die sich selbstverständlich als deutsche Muslime bezeichnen, ein Instrument des deutschen Staates sind, um 'den Islam' auszuhöhlen." Aber: "Dies wird nie so offen im Diskurs in Deutschland artikuliert. Diese Dinge werden nur in türkischer Sprache formuliert, entweder in den sozialen Medien oder in türkischen Medien. In den letzten Wochen sind zahlreiche Beiträge in türkischen Zeitungen von Auftragsautoren mit vermeintlich akademischem Anspruch erschienen, die zum Ziel haben, die Türkeistämmigen mit diesen verzerrten Inhalten zu manipulieren."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 08.01.2019 - Religion

FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube gibt den Kirchen Tipps, wie sie den Religionsunterricht an den Schulen erteilen sollen. jedenfalls nicht mit lauwarmer Lebenshilfe qua Bibeltzitaten, was heute Praxis zu sein scheint. Kaube will stattdessen "sinnerfassende Lektüre": "Wieso Gott einen Baum der Erkenntnis geschaffen hat, was es sagen will, dass Abrahams Gehorsam sogar das Opfer des eigenen Sohnes einschloss, wie sich dazu das Gleichnis vom verlorenen Sohn verhält und weshalb es keines von der verlorenen Tochter ist - den Bestand an solchen religiösen Denkbildern und Weisungen exemplarisch zu erschließen, wäre als Aufgabe eines erkundenden Religionsunterrichts völlig ausreichend. Dabei handelt es sich um einen Bestand, zu dem auch die Denkbilder und Glaubenszumutungen anderer Weltreligionen gehören."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 02.01.2019 - Religion

Auch in Frankreich denkt man über den Status des Islams nach. Die Regierung erwägt offenbar eine Änderung des Gesetzes von 1905, das die strikte Laizität in Frankreich regelt, um eine staatlicherseits besser überwachte Finanzierung der Moscheen zu ermöglichen (mehr hier).  Gegen eine Änderung des Gesetzes wendet sich eine Initiative von Organisationen und Einzelpersonen in einem Aufruf, den heute die Zeitschrift Marianne publiziert: "Eine Lösung dieser schweren Probleme lässt sich auf keinen Fall durch eine Änderung des Gesetzes erreichen. Wie sich eine Religion organisiert und ihre theologischen Prinzipien formuliert, betrifft nicht den Staat, sondern die Gläubigen. Die Transparenz der privaten Finanzierung der Konfessionen kann durch die Finanzaufsicht und strenge staatliche Kontrollen gewährleistet werden."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 31.12.2018 - Religion

Die NZZ hat einen Artikel des Theologen Jan-Heiner Tück online nachgereicht, der sich wünschte, die katholische Kirche würde mit einem Feiertag daran erinnern, dass Jesus Jude war: "Immer mehr Juden aber, ob gläubig oder nicht, fühlen sich mit dem Problem des zunehmenden Antisemitismus allein gelassen. Neben Solidaritätsbekundungen und Aufklärungsarbeit könnte die Kirche einen symbolischen Akt setzen, um ihrer Verbundenheit mit dem Judentum Ausdruck zu verleihen. Sie könnte ihren liturgischen Kalender ändern und ein Fest wiederbeleben, dessen Wurzeln ins 6. Jahrhundert zurückreichen und das bis 1969 am Neujahrstag gefeiert wurde: die Beschneidung des Herrn."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 29.12.2018 - Religion

Pascal Beucker hält Seyran Ates' Vorschlag einer Moscheesteuer nur auf den ersten Blick für bestechend. Auf den zweiten fallen ihm  mehrere Gegenargumente ein, zum Beispiel: "Mit einer analog zur Kirchensteuer organisierten Finanzierung könnte der als schädlich betrachtete ausländische Einfluss auf muslimische Gemeinden eingedämmt werden, behaupten Befürworter. Aber warum sollte das so sein? Obwohl sie seit dem 19. Jahrhundert das Kirchensteuerprivileg in Anspruch nehmen kann, hat sich jedenfalls die deutsche Filiale der römisch-katholischen Kirche bis heute nicht vom Vatikan emanzipiert."

Inzwischen macht die Bundesregierung immerhin Anstrengungen, um ausländische Einflussnahme in Moscheen zu erkunden, berichtet Markus Decker in der FR.  Den stärksten Einfluss übe die türkische Regierung aus, die Imame in 900 Ditib-Moscheen entsendet und bezahlt.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 28.12.2018 - Religion

Die Diskussion um die Moscheesteuer ist eine "Phantomdebatte", meint Volker Beck, ehemaliger Bundestagsabgeordneter der Grünen und Dozent am Centrum für Religionswissenschaften an der Uni Bochum im Tagesspiegel. Denn: "Das deutsche Religionsverfassungsrecht regelt die Frage von Religionssteuern bereits abschließend: 'Die Religionsgesellschaften, welche Körperschaften des öffentlichen Rechtes sind, sind berechtigt, auf Grund der bürgerlichen Steuerlisten nach Maßgabe der landesrechtlichen Bestimmungen Steuern zu erheben.' Dies gilt auch für islamische Religionsgesellschaften. Voraussetzung ist allerdings, dass die islamischen Organisationen auch tatsächlich Religionsgesellschaften sind. Mindestens vier der fünf großen islamischen Verbände sind dies aber nicht. Sie sind politisch formierte Organisationen von Religion. Allein die Sondergemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat hat Körperschaftstatus. Zudem ist zweifelhaft, ob muslimische Organisationen eine Moscheesteuer überhaupt erheben würden."

Auf Zeit Online beantwortet Katharina Schuler die wichtigsten rechtlichen Fragen zur Moscheesteuer und verweist auch auf Seyran Ates' Unbehagen, die bestehenden Verbände zu Körperschaften öffentlichen Rechts zu erklären: "Bei diesen gäbe es oft genug Aktivitäten, die den Verfassungsschutz tätig werden ließen, sagte sie im ARD-Morgenmagazin. Sie plädiert für eine bessere Lösung: Zu den fünf Säulen des Islam gehöre die sogenannte Zakat, sagte Ateş. Diese soziale Pflichtabgabe betrage 2,5 Prozent jenes Teils des Einkommens, der nicht für den Lebensunterhalt benötigt wird. Die Zakat könne von den Islamverbänden selbst eingezogen werden."

Es spricht eine Menge gegen die von Seyran Ates vorgeschlagene Moscheesteuer, schreibt Daniela Wakonigg im Humanistischen Pressedienst - unter anderem die auch für Christen und Atheisten christlicher Herkunft lästige Offenlegungs- und Registrierungspflicht beim Arbeitgeber: "Sobald die Moscheesteuer vom Lohn abgezogen wird, ist im Lohnbüro für jedermann zu sehen, ob jemand 'ein guter Muslim' ist oder gar ein Ungläubiger." Seit dem Frühjahr gibt es bereits ein Verfahren, durch das die Golfstaaten ersucht werden, Spenden an deutsche Moscheen anzumelden, erinnern Ronen Steinke und Georg Mascolo in der SZ. Aber: "Die neu eingeführte Spendenkontrolle ist nicht streng."

Weitere Artikel: Von Frauen in der Salafisten-Szene, die im Netz Propaganda beitreiben, Spenden für ihre in Deutschland inhaftierten Männer sammeln und neue Anhänger anwerben, berichtet Joseph Röhmel im Dlf-Kultur.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 27.12.2018 - Religion

In der Welt fordert Seyran Ates eine an die Kirchensteuer angelehnte Moscheesteuer für Muslime, um die Finanzierung von Moscheen in Deutschland aus dem Ausland zu unterbinden - und stößt damit auf Zuspruch bei Politikern von CDU, CSU und SPD. Im Gespräch mit Martin Lutz meint sie, "dass die Politik die großen Verbände durch die Islamkonferenz geadelt habe. 'Eine schweigende Mehrheit der Muslime fühlt sich durch die Verbände gar nicht vertreten. Wir müssen so etwas wie einen demokratischen Islamrat gründen', schlägt sie vor. Dieser müsse eine Antwort sein auf eine neue Form des religiösen Nationalismus aus der Türkei und der Muslimbrüder, die sich in Deutschland seit den achtziger Jahren ausbreite. 'Der Islamrat oder Rat der Muslime sollte als Erstes erheben, wie viele Moscheen und Muslime es hierzulande überhaupt gibt', so Ates. Bisher sei man auf Schätzungen angewiesen."

"Weg mit der Kirchensteuer!", fordert indes Maritta Adam-Tkalec in der Berliner Zeitung und erinnert: "Als Napoleon deutschen Fürsten ihre Besitztümer nahm, erhielten diese zum Ausgleich säkularisierte Ländereien und Besitztümer der Kirche. Diese wiederum bekam das Recht, Steuern zu erheben - die freundlicherweise der Staat einzutreiben hatte. Man sieht, es handelt sich um einen alten, müffelnden Zopf, der längst abgeschnitten sein müsste. Die Ausweitung von Kirchenprivilegien auf Moscheegemeinden hieße, den Zopf frisch zu pudern."

In einem kurzen SZ-Kommentar findet auch Heribert Prantl: "Es wäre eigenartig, dieses umstrittene Modell, bei dem der Staat als bezahlter Dienstleister für die Einziehung der Mitgliedsbeiträge der Kirche auftritt, auch noch in Form einer Moscheesteuer auf die Muslime auszudehnen."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 11.12.2018 - Religion

Annegret Kramp-Karrenbauer gilt als Merkel 2.0. Doch es gibt einen  Unterschied: Anders als Merkel ist sie sehr sehr katholisch und betont es auch. Sie lehnt die "Ehe für alle ab" und befürwortet ein Informationsverbot über Abtreibung. Und es gibt mehr Äußerungen, über die Florian Chefai im Humanistischen Pressedienst berichtet: "Als Retterin des christlichen Abendlandes inszenierte sich Kramp-Karrenbauer auch, indem sie sich gegen eine Entscheidung des Saarbrücker Amtsgerichts wandte, Kreuze aus den Sitzungssälen entfernen zu lassen: 'Das Kreuz verdeutlicht, dass der Mensch nicht das Maß aller Dinge ist', so Kramp-Karrenbauer laut Saarländischem Rundfunk. Die NS-Justiz habe gezeigt, was es bedeute, wenn sich der Mensch zum absoluten Richter mache. 'Deswegen hat es für mich keinen Sinn, das Kreuz generell aus Gerichtssälen zu verbannen'. (...) Doch damit nicht genug: In der Monatszeitschrift Herder Korrespondenz äußerte sich Kramp-Karrenbauer kritisch gegenüber dem islamischen Kopftuch, da es als 'ambivalentes Symbol' auch für die Unterdrückung der Frau stehe. Der Witz an der Sache: Sie selbst verschleierte sich, als sie 2013 Papst Benedikt XVI. alias Joseph Ratzinger besuchte."