
Ahmed Naguib Roushdy
erklärt, wie
Rede- und Pressefreiheit einen Staat vor
Terror schützen könnnen: "Freiheit ermöglicht es dem Individuum, seinem Ärger Luft zu machen, anstatt ihn zu unterdrücken oder fehlzuleiten. Sie erlaubt es der Regierung, sich mit ihren Gegnern auseinanderzusetzen und Fehler zu korrigieren. Sie bringt dem Gläubigen andere
religiöse Überzeugungen nahe und hilft, diese zu tolerieren."
Wie unscharf die Grenzen dieser Freiheit sein können indes, belegt der
Beitrag von Gihan Shahine zu den
Reaktionen der arabischen Welt auf die vom dänischen
Jyllands-Posten publizierte Entschuldigung wegen der
Mohammed-Karikaturen. Während die einen eine Verschärfung der Boykotte fordern, predigen andere, wie der islamische Gelehrte Abdel-Sabour Shahine, Toleranz im Namen des Propheten: "Mohammed selbst war ständig Ziel von Anfeindungen, und seine Reaktionen waren
so tolerant, dass sogar seine Gegner schließlich Muslime wurden."
Weitere Artikel: In einem
Beitrag zu
Steven Spielbergs Kinofilm "München" wirft der Politikwissenschaftler Joseph Massad Spielberg
Verdrehung der Tatsachen vor und weist darauf hin, dass "die Palästinensische Gewalt eine Reaktion war auf die zionistische Eroberung und Mord." Spielberg stelle die israelischen Terroristen menschlich dar: "Sie lachen, weinen, lieben,
kochen, essen, töten, bereuen." Die Palästinenser dagegen erschienen gewissenlos: "Anders als ihre israelischen Gegenspieler schießen sie,
ohne zu weinen." Dass es
arabische Literatur auf dem deutschsprachigen Markt nicht leicht hat, dokumentiert
ein Beitrag von Rania Khallaf. Mangelhafte Kommunikation zwischen Verlagen, Autoren und
Kulturinstitutionen und praktisch keine staatlich geförderten Projekte. Rühmliche Ausnahmen: Die Sphinx Books Agency, DTV und die Schweizer Verlage Lenos und Lisan.