Vorgeblättert

Michail Schischkin: Briefsteller

17.09.2012. Michail Schischkins neuer Roman erzählt von Sascha und Wolodja, einem Liebespaar, das sich in Briefen über Kindheit, Familie, Alltag und die Unwägbarkeiten des Lebens unterhält. Sie sind durch Raum und Zeit getrennt - nichts ungewöhnliches bei einem Briefwechsel - aber Sascha lebt in der Gegenwart und Wolodja am Anfang des 20. Jahrhunderts. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Briefsteller".
Michail Schischkin: Briefsteller
Roman
Aus dem Russischen von Andreas Tretner

Deutsche Verlags-Anstalt, München 2012
384 Seiten, gebunden, € 22,99

Erscheint am 1. Oktober 2012

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Klappentext: Eine Frau, ein Mann, eine Sommerliebe. Sascha und Wolodja werden durch einen Krieg getrennt und können sich nur Briefe schreiben. Sie erzählen einander darin von allem und jedem: von Kindheit, Familie, Alltag, von Freud und Leid. Ein normaler Briefwechsel zweier Liebender - bis sich beim Leser Zweifel regen und klar wird, dass die Zeit der beiden ver-rückt ist, dass sie durch Raum und Zeit getrennt sind. Sie lebt in der Gegenwart, er kämpft im Boxeraufstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegen chinesische Rebellen. Er stirbt in einem der ersten Gefechte dieses halb vergessenen Krieges, aber seine Briefe kommen weiterhin an. Sie heiratet, verliert ein Kind - und schreibt ihm unbeirrt weiter, als ob eine Parallelwelt bestünde, als ob die Zeit keine Rolle spielte, ebenso wenig wie der Tod.

Zum Autor: Michail Schischkin wurde 1961 in Moskau geboren, studierte Linguistik und unterrichtete Deutsch. Seit 1995 lebt er in der Schweiz. Seine Romane wurden national und international vielfach ausgezeichnet, u.a. erhielt er als Einziger alle drei wichtigsten Literaturpreise Russlands. 2011 wurde ihm für "Venushaar" der Internationale Literaturpreis Haus der Kulturen der Welt in Berlin verliehen. Für den neuesten Roman "Briefsteller" bekam er den "Bolshaja kniga" zum zweiten Mal.


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