Vorgeblättert

V.S. Naipaul: Jenseits des Glaubens

Ausgewählte Leseproben.
08.07.2002. Während der Sommermonate präsentiert der Perlentaucher wöchentlich eine Leseprobe aus den Neuerscheinungen des Herbstes. Heute lesen Sie Auszüge aus V.S. Naipauls "Jenseits des Glaubens. Eine Reise in den anderen Islam".
V.S. Naipaul: "Jenseits des Glaubens". Eine Reise in den anderen Islam.
Aus dem Englischen von Monika Noll und Ulrich Enderwitz
Claassen Verlag, München 2002
Gebunden, 608 Seiten, 24 Euro

Erscheint am 26. August 2002

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Klappentext:
Im Ursprung ist der Islam eine arabische Religion. Jeder Muslim, der kein Araber ist, ist folglich ein Bekehrter. Was passiert mit Menschen, die die Abkehr von ihrer alten Welt vollziehen und Teil der Geschichte Arabiens werden? Was hat der arabische Islam mit der Geschichte von Indonesien, dem Iran, Pakistan und Malaysia gemacht? Wie sehen die konvertierten Völker ihre Vergangenheit? Und wie ihre Zukunft?
Schon einmal hatte Naipaul vier nichtarabische Länder besucht, in denen Muslime leben, und seine Erfahrungen in dem Reisebericht "Eine islamische Reise" festgehalten. Sechzehn Jahre später bereiste er sie noch einmal, um mit geschärftem Blick dort anzuknüpfen, wo er damals aufgehört hatte. "Jenseits des Glaubens" beschreibt die Facetten des islamischen Glaubens, sein revolutionäres und fundamentalistisches Potenzial, das die Gesellschaften von Bekehrten zwangsläufig bergen.

Mehr Informationen zum Buch beim Claassen Verlag


Zum Autor:
Der in Trinidad geborene, britische Schriftsteller V(idiadhar)
S(urajprasad) Naipaul
wurde 1932 in Chaguanas in der Nähe von Port of Spain auf Trinidad geboren. Seine Familie sind Nachfahren Einwanderer aus dem nördlichen Indien. Der Grossvater war Zurckerrohrarbeiter, der Vater Journalist und Schriftsteller.
Im Alter von 18 Jahren begab sich Naipaul nach England, wo er an der University College in Oxford nach Beendigung seiner Studien 1953 Bachelor of Arts wurde. Seitdem ist er wohnhaft in England, hat aber auch viel Zeit mit Reisen nach Asien, Afrika und Amerika verbracht.
Abgesehen von einigen Jahren Mitte der fünfziger, als er als freier Mitarbeiter für die BBC tätig war, hat er sich voll und ganz der schriftstellerischen Arbeit gewidmet. Naipauls Produktion besteht zu größten Teilen aus Romanen und Novellen, aber auch aus einigen dokumentarischen Schilderungen. V.S. Naipaul hat eine Vielzahl von Literatur-Preisen erhalten, u.a. den Bookerpreis 1971 und T.S. Eliot Award for Creative Writing 1986. Er ist Ehrendoktor des St. Andrew's College und der Columbia University sowie der Universitäten in Cambridge, London und Oxford. Im Jahre 1990 wurde er von Königin Elizabeth geadelt. 2001 wurde V. S. Naipaul der Nobelpreis verliehen.

Hier mehr Informationen und Links des Perlentauchers zum Nobelpreisträger .

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