Im März brachte die
New York Times einen
Essay des Genetikers
David Reich, in dem dieser schrieb, man könne "durchschnittliche genetische Unterschiede" zwischen "races" nicht länger ignorieren. Eine Debatte entbrannte, Reich wurde unter anderem
Rassismus vorgeworfen. (
Unser Resümee). In der
SZ erklärt eine Gruppe von Soziologen, Kulturanthropologen und Wissenschaftsforschern, überwiegend an der Universität Freiburg tätig, den Unterschied zwischen dem englischen "
race", das insbesondere "Selbstzuordnungen" meint, und dem deutschen Begriff "
Rasse", dem vor allem ein biologisches Konzept unterliegt: "Wenn man von einem differenzierteren Verständnis von 'race' ausgeht, könnte man Reichs Aussage auch etwa so formulieren: Es sei nicht länger möglich, durchschnittliche genetische Unterschiede zu ignorieren, welche mit den Gruppenbezeichnungen korrelieren, die heute im US-Zensus als 'racial terms' (oder als 'ethnicities') von jedem US-Bürger als
Eigenzuordnung bei behördlichen Erfassungen, Volkszählungen oder Umfragen angegeben werden. Das sagt aber nichts über
Kausalbeziehungen zwischen genetischen Varianten und äußeren Merkmalen aus."