Voilà, 900 Autoren haben die Anzeige gegen Amazon und pro Hachette, die schon von sich reden machte (
unsere Links, auch zum Text der Anzeige), in der
New York Times veröffentlicht. Kostenpunkt
laut Times:
100.000 Dollar. Alison Flood
schreibt im
Guardian: "Beide Seiten haben ihren Ton nach und nach verschärft. Hachette sagt, es wäre selbstmörderisch, die Vorschläge von Amazon zu akeptieren. Und Amazon, dass Hachette aufhören solle, "seine Leser als
menschlichen Schutzschild zu benutzen"." Inzwischen hat das Amazon Books Team eine
readersunited-
Seite ins Netz gestellt, in der es seine Leser auffordert
E-Mails unter anderem folgenden Inhalts an Hachette zu schicken: "Wir haben Ihre
illegalen Absprachen zur Kenntnnis genommen. Arbeiten Sie nicht so hart an zu hohen Preisen für Ebooks. Sie können und sollten preiswerter sein." Mehr auch bei Mashable und Engagdet (
hier und
hier).
Nicht zur Beruhigung, eher zur Untermauerung der nackten Panik
empfiehlt der Kleinverleger Jörg Sundermeier in der
taz zwei Bücher über
Amazon und die "Bücherdämmerung": "Katja Spichal etwa schreibt, dass in Deutschland seit einiger Zeit jährlich rund
80.000 Erstauflagen von Büchern veröffentlicht werden. Das entspreche, so Spichal, einer Datenmenge von rund 40 Gigabyte. Diese immense Datenmenge wird in Deutschland im Netz jedoch "an jedem Tag
in weniger als 3 Minuten produziert"."
Joachim Huber
kommentiert dazu im
Tagesspiegel: "Amazon ist nicht amoralisch, Amazon ist Händler, es geht um 9,99 Dollar für Literatur und nicht um Literatur für 9,99 Dollar."
Netzpolitik wird zehn!
Perlentaucher gratuliert. Und
Netzpolitik sich selbst auch: "Wir haben schon über die Totalüberwachung durch Geheimdienste berichtet, als
Edward Snowden noch nicht für die NSA gearbeitet hat. Und wir werden weiter darüber berichten, wenn andere Medien das Interesse verloren haben."